Azure Red Hat OpenShift  

Zugängliche Container-Plattform als Service  

Azure Red Hat OpenShift: Eine leicht zugängliche Container-Plattform als Service

  • 10 Dezember 2020

In den letzten Jahren haben Red Hat und Microsoft gemeinsam an einer Hybrid-Cloud-Lösung gearbeitet, die einerseits die Vorteile von Containern in der Anwendungsentwicklung einfacher zugänglich macht und andererseits die zugrundeliegende Infrastruktur an die Bedürfnisse von modernen DevOps-Methoden anpasst. Die ersten Schritte dieser Zusammenarbeit entstanden unter dem Namen OpenShift on Azure und mündeten in ein Angebot unter dem Namen: Azure Red Hat OpenShift (ARO).

ARO bietet als Managed Service eine vollständig verwaltete Entwicklungsumgebung. Es ist die Kombination aus Red Hats Container-Management-Lösung OpenShift, der zugrundeliegenden Azure-Infrastruktur sowie nahtlos ineinander greifender Funktionen beider Dienste. Der Betrieb der VMs, Patching, Upgrades, Reparaturen und Disaster Recovery sind als Teil des Services enthalten, mit Management und Support sowohl durch Microsoft als auch Red Hat.

Im Wesentlichen soll die Lösung den Einsatz von Container-Technologie vereinfachen und die „Time-to-Market“ in der Software-Entwicklung drastisch verkürzen sowie rein administrative Aufgaben an den Dienstleister auslagern. Hindernisse in DevOps-Zyklen sollen verringert und durch Self-Service-Elemente ersetzt werden, damit sich Entwicklerteams ganz auf Ihre Aufgaben konzentrieren können und Unternehmen letztlich schneller von den entstehenden Mehrwerten profitieren. Darüber hinaus schaffen Azure-native Funktionen zusätzliche Mehrwerte.

Die Rolle von Containern in der modernen Anwendungsentwicklung

Die Anwendungsentwicklung hat sich verändert, von bisher umfassenden monolithischen Applikationen – den Dinosauriern der Unternehmensanwendungen – ging der Trend zu leichtgewichtigen verteilten Komponenten wie Microservices und Functions-as-a-Service. Die Plattformen dafür werden in der Regel in der Cloud gehostet und bieten eine Vielzahl von zusätzlichen Diensten, wodurch sich das Design der Anwendungsarchitektur weiter verändert hat und neue Funktionsweisen bietet.

Durch agile Methoden dauern typische Entwicklungszyklen somit nicht mehr Monate oder Jahre, sondern Tage und Woche. Anwendungen werden kontinuierlich weiterentwickelt und angepasst, mit Hilfe von Cloud basieren DevOps-Tools und -Plattformen. Um diesen Trend zu noch weiter zu unterstützen, werden Design und Paketierung von Anwendungen mit Blick auf Automatisierung und DevOps-Praktiken getrimmt. Dies wird größtenteils durch die Nutzung von Containern erreicht.

Container haben sich inzwischen zur bevorzugten Methode für die Bereitstellung moderner Anwendungen entwickelt. Ihr schlanker, robuster Aufbau macht sie einfach portierbar, da sie alle Abhängigkeiten und Konfigurationen von Anwendungen in einem einzigen Container-Image zusammenfassen. Sie können dadurch ohne Anpassungen in verschiedenen Umgebungen eingesetzt werden, was Inkonsistenzen beseitigt und die Fehlerbehebung vereinfacht. Dieser isolierte Aufbau hat außerdem den Vorteil, dass andere Anwendungen in derselben Umgebung nicht beeinflusst werden. Tausende von ihnen können nebeneinander und unabhängig voneinander ausgeführt werden. 

Container-Management-Lösungen sind entscheidend

Container sind eine relativ neue Technologie und deren Vorteile in vollem Umfang nutzen zu können ist für viele Unternehmen nicht einfach zu realisieren. Die Verwaltung erfordert eine Container-Plattform wie Kubernetes. Doch allein der Betrieb von Kubernetes kann eine ziemliche Herausforderung darstellen. Ein komplettes Team in die Lage zu versetzen damit umzugehen, ist meist keine Option.

Hier kommen Lösungen wie Azure Red Hat OpenShift (ARO) ins Spiel, die den Prozess des Container-Managements erleichtern und mit Mehrwerten anreichern. OpenShift selbst baut auf Kubernetes auf und ermöglicht die Automatisierung der Bereitstellung, Verwaltung und Skalierung containerisierter Anwendungen. Es ist dabei aber viel intuitiver zu bedienen als Kubernetes, bietet eine einfachere Schnittstelle, integriertes CI/CD, vorkonfigurierte Sicherheitseinstellungen und integrierte Protokollierung. So können Anwendung z.B. mit nur wenigen Befehlen über die OpenShift-Befehlszeile verteilt werden.

In der Kombination mit Azure kommen weitere Vorteile und Funktionen in Bereichen wie DevOps und Sicherheit dazu, die Kubernetes allein einfach nicht bietet und über den Bereich der reinen Software-Entwicklung hinausgehen. Da ARO in der Azure-Cloud gehostet wird, ist die Plattform skalierbar und hochverfügbar. Azure Active Directory ist nativ integriert und Kunden profitieren von Single-Sign-On und den Sicherheitsfunktionen der Azure-Infrastruktur.

Selbst lokale OpenShift-Workloads lassen sich dann in die gehostete Azure-Umgebung erweitern und On-Demand nutzen. Kritische Anwendungen können dennoch weiterhin innerhalb des eigenen Rechenzentrums verbleiben. Kunden können mit dieser Hybrid-Cloud-Lösung also die optimale Umgebung für jeden Workload wählen.

Vereinfachung von Entwicklungsprozessen

Die Kombination all dieser Dienste und Funktionen mag auf den ersten Blick komplex erscheinen. Die Entwicklung mit Azure Red Hat OpenShift ist aber vergleichsweise unkompliziert. Denn mit diesem Managed Service brauchen sich Anwendungsentwickler keine Gedanken mehr über die zugrundeliegende Umgebung machen. Sie können an einer Anwendung arbeiten und diese lokal ausführen, indem sie Container bauen und verifizieren. ARO bietet dann eine Sandbox, in der ein Entwickler selbst Änderungen vornehmen und überprüfen kann. Mit den Details der Infrastruktur und Freigaberechten muss er sich hingegen nicht befassen.

Einer von Red Hat in Auftrag gegebenen Forrester Studie zufolge erleben Entwickler, die OpenShift einsetzen, „eine Produktivitätssteigerung von 90% bei der anfänglichen Anwendungsentwicklung, dem Testen und der Bereitstellung“, wobei die kürzeren Entwicklungszyklen über einen Zeitraum von drei Jahren und einer kumulativen Gesamtzahl von 454 Anwendungen zu Produktivitätssteigerungen im Wert von mehr als 2,2 Millionen Dollar für das gesamte Unternehmen führten.

Ideal für schnelles und agiles Arbeiten ist die Self-Service-Bereitstellung von Azure, welche über die Benutzeroberfläche einen klaren Überblick zur Umgebung bietet. Von dort aus können eigene Cluster erstellt werden, in den Grenzen vorher definierter Berechtigungen, ohne dafür auf die Hilfe der IT-Abteilung angewiesen zu sein. Außerdem bietet Azure leichten Zugriff auf Azure Cosmos DB, Azure Machine Learning und Azure SQL DB.

Automatisieren mit Azure DevOps

DevOps steht für viele Dinge. Grundsätzlich geht es um die Einführung agiler Methoden zur Optimierung von Prozessen in der gesamten IT-Organisation, um die Effizienz zu steigern. Darunter fallen u.a. Automatisierungen für die Bereitstellung und den Betrieb.

Azure DevOps Services bieten darüber hinaus eine Sammlung von Tools und beinhalten CI/CD-Pipelines, Checks und Trigger sowie automatisierte Tests, was z.B. die Qualitätskontrolle stark vereinfacht. Das führt dazu, dass Entwickler die Anwendung nach dem Build-Prozess nicht mehr anfassen müssen und alles per Knopfdruck zum nächsten Glied in der Kette weitergereicht wird. Dabei greifen die Funktionen von Azure DevOps und Red Hat OpenShift nahtlos ineinander. Der gesamte Prozess der Container-Orchestrierung wird dadurch stark vereinfacht und die Einstiegsbarriere für Entwickler gesenkt. Das ansonsten schwierige Management der Container geschieht über die Benutzeroberfläche von OpenShift.

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