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Entscheidungen im Unternehmen
Warum sie so schwierig geworden sind

Warum Entscheidungen im Unternehmen so schwierig geworden sind

Kostenreduktion, Umsatz- und Effizienzsteigerung sowie deren Leistungskennzahlen sind nur einige Faktoren, warum Entscheidungen in Unternehmen immer schwieriger zu treffen sind. Mitunter zieht sich der Entscheidungsprozess in die Länge. Warum das so ist und wie sich dem entgegenwirken lässt, versucht dieser Beitrag zu erklären.

Optionenabwägung

Es fällt auf, dass bei dieser auf mannigfaltige Optionen ausgerichteten Fastfood-Kette die Schlange meist nur schleichend voran geht. Man hat als Entscheidungskriterium leider nicht nur zwei Optionen, sondern gleich mehrere. Bei zwei Optionen ist man schnell unbewusst mit einer Pro- und Kontraliste zu einer Entscheidung gekommen. Sind es mehr Optionen, wird es eher komplex. Einfach ist es aus auch, wenn eine Option positiv bewertet wird, die anderen aber als negativ angesehen werden.

Was passiert aber, wenn alle Optionen negativ erscheinen? Hier prüft man für sich, welche Option das geringere Übel darstellt. Interessant ist dann dabei zu beobachten, dass häufig auf Altbewährtes zurückgegriffen wird – ich nehme das Brot, das ich bereits kenne. Damit habe ich bisher ganz gute Erfahrung gemacht. Das hat man einmal gelernt und aus der Erfahrung heraus für gut befunden. Es macht also die Entscheidung wieder einfach, bevor man eine neue Erfahrung macht und nicht weiß, ob diese negativ sein wird.

Beobachtet man Paare bei der Bestellung, gestaltet sich das indes womöglich schwieriger. „Ich nehme gerne die Knoblauchsoße“ – „Nein, danach stinkst du immer so!“. Was passiert? Es gilt einen Kompromiss zu finden und eine Entscheidung zu treffen, die alle zufriedenstellt.

Auswirkungen im Unternehmen

Diese Beispiele sind noch relativ einfach, aber sie zeigen, dass man diese in einer ähnlichen Form auch in Unternehmen wiederfindet. Kostenreduktion, Umsatz- und Effizienzsteigerung sind Themen, die für alle Unternehmen wichtig sind. Die Optionen sind allerdings auch hier mannigfaltiger geworden. Musste man vor 15 Jahren einen Server durch einen neuen substituieren, war dies simpel. Es wurden die Leistungskennzahlen miteinander verglichen, ein Backup gemacht und auf der neuen Maschine im einfachsten Fall neu aufgespielt – fertig war das Upgrade.

Heute sieht dies, genau wie bei der nicht genannten Fastfood-Kette, nicht anders aus. Anstatt um Soße, Belag und Brot kümmern wir uns nun um IaaS, PaaS. Macht ein Datenbankserver als IaaS mehr Sinn oder nutzt man doch lieber den ‘Datenbank as a Service’-Dienst, wo die Wartung des Grundsystems durch einen Administrator entfällt?

Welche Implikationen hat die Entscheidung? Analog zur Fastfood-Kette kann man hierzu den Verkäufer befragen. Oder handelt der nicht vielleicht in seinem eigenen Interesse? Ist der daher vertrauenswürdig? Man kann alternativ versuchen, das Problem auszusitzen – erfolgsversprechend ist das allerdings nicht. Meist kommt das Problem eh ungelegen, da es so viele andere Aufgaben gibt, die wichtiger sind. Und was passiert mit der Entscheidung, wenn sie falsch ist? Bedeutet dies eine persönliche Niederlage und eine geringere Stellung im Unternehmen? Sinnvoll wäre es doch, mehr Stakeholder mit einzubeziehen, um somit bei einem Fehlschlag die Schuld verteilen zu können.

Nach vorne denken

Resultat all dessen ist: Das Problem wird zerredet und man kommt nur spät oder vielleicht auch gar nicht zu einer Entscheidung. Die Komplexität des Problems lässt sich einfach nicht weiter verringern.

Was ist also die beste Lösung für ein derart verzweigtes Problem? Die Antwort ist relativ simpel: Sich entscheiden und zu dieser Entscheidung stehen. Das klingt im ersten Augenblick paradox – ist letztlich aber die Lösung, um voran zu kommen. Ist ein Problem derartig komplex, dass man nicht durch Sammeln von Fakten und Erfahrung zu einer objektiven Entscheidung in einem gewünschten Zeitraum kommen kann, ist zum Lösen des Zustands jede Entscheidung sinnvoll. Sie können eine Münze werfen oder aber auf Ihre Uhr schauen und sich für Option 1 entscheiden, wenn der Sekundenzeiger zwischen 0 und 30 steht, für Option 2 bei den verbleibenden Sekunden. (Es geht analog auch bei mehreren Entscheidungswegen). Was dabei passiert ist, dass Sie eine Blockade lösen und weiterkommen.

Wichtig ist nun jedoch das Monitoring. Was muss man machen, um mehr Informationen zu sammeln? Wann liegen genug Informationen gesammelt vor, um eine Entscheidung zu treffen, ob der eingeschlagene Weg sinnvoll weiterverfolgt wird? Oder muss man zurück zu seinem Ursprungsproblem? Dieses Muster wird in Zukunft viel häufiger Anwendung finden als es heute der Fall ist. Wichtig ist hierbei, dass Unternehmen sich darauf ausrichten und festlegen, dass es keine falschen Entscheidungen gibt, sondern jede Entscheidung dazu führt, mehr Erfahrung zu sammeln. Denn nur das hilft, sinnvoll Blockaden zu beheben und voran zu kommen.

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  • Dienstag 26 März 2019

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Autor

Peter Nowak Cloud Specialist

Infrastructure and Apps, Digital Transformation & Innovation

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