Herausforderung Digitale Transformation:

Wie Sie die drei Haupthindernisse überwinden können

Drei Haupthindernisse für erfolgreiche digitale Transformation:

Die digitale Transformation ist mehr als ein Schlagwort, denn sie betrifft viele Unternehmen. Sie birgt jedoch auch viele Herausforderungen. Wir untersuchen die wichtigsten Hindernisse für die digitale Transformation und bieten Lösungen an.

Der Drang zur digitalen Transformation ist heute in jeder Branche auf jeder Ebene zu spüren. Oft kommt der Anstoß für Veränderungen von Führungskräften wie dem CEO. Untersuchungen von Analysten der IDC haben ergeben, dass bis Ende 2017 zwei Drittel der CEOs in großen Unternehmen die digitale Transformation in den Mittelpunkt ihrer Unternehmensstrategien gestellt haben. Die Führungsetagen erkennen zweifellos, dass die Zukunft digital ist. Tatsächlich prognostiziert IDC außerdem, dass bis 2020 der Großteil des Geschäftsumsatzes für 50% der Unternehmen von ihrer Fähigkeit abhängen wird, digital verbesserte Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln.

Während es für die Führungsetage relativ einfach ist, die digitale Transformation auf die Tagesordnung zu setzen, ist die tatsächliche Umsetzung eine andere Sache. Diese Last liegt in der Regel beim CIO, der mit der Leitung der Änderung beauftragt ist. In oft bereits überlasteten IT-Abteilungen ist dies eine große Herausforderung. Deshalb ist es trotz des Anstoßes zur digitalen Revolution nicht verwunderlich, dass 84% der Transformationsprojekte scheitern. Was läuft da falsch? Warum werden die meisten Digitalisierungsprojekte auf den Fehlerhaufen gelegt? Es gibt drei Hauptfaktoren.

Erste Herausforderung: Die digitale Transformation wird als zu komplex wahrgenommen, was den Prozess verlangsamt

Digitale Transformation hat keinen klaren Anfangs- und Endpunkt – es ist ein fortlaufender, dynamischer Prozess, der sich mit der technologischen Entwicklung stetig ändert. Dies ist für viele eine entmutigende Aussicht. Mit klarer Anleitung und solider Planung ist es jedoch nicht unüberwindbar.

Oft  werden Transformationsprojekte als zu schwierig wahrgenommen, sodass sie nie zustande kommen. Es gibt aber auch einfache Schritte die digitale Transformation einzuleiten – beispielsweise beginnen viele Unternehmen damit, einige Dienste und Workloads in die Cloud zu verschieben.

Sobald ein Unternehmen jedoch mit der Cloud-Recherche beginnt, treten Bedenken hinsichtlich der Datensicherheit und -kontrolle auf. Sorgen hinsichtlich der Integration älterer IT-Systeme werden laut; Die Befürchtung, die Kosten nicht kontrollieren zu können, entmutigen - und der Wechsel zur Cloud verzögert sich weiter.

Es stimmt zwar, dass IT-Infrastrukturen in den letzten Jahren komplexer geworden sind, doch sollte diese Komplexität den Wandel nicht behindern oder als Entschuldigung für die Verzögerung der Digitalisierung dienen. In Wirklichkeit können CIOs mit den richtigen Fähigkeiten und entsprechender Expertise einen erreichbaren Plan unabhängig vom Digitalisierungsstand des Unternehmens erstellen. Um sich wirklich zu transformieren, sollte alles im Rahmen der jeweiligen Möglichkeiten geschehen.

Zweite Herausforderung: Altmodisches Denken erstickt neue Ideen im Keim

In vielen Unternehmen ist das größte Hindernis für die digitale Transformation veraltetes Denken, verbunden mit mangelndem Willen zu radikalen Veränderungen bereits ausgelasteter IT-Abteilungen. Dies bedeutet, dass Unternehmen digitale Initiativen häufig aus der Sicht der IT-Abteilung selbst und nicht aus der Sicht der Endnutzer angehen - seien es interne Mitarbeiter oder externe Kunden. Um diese Barriere zu überwinden, ist ein Perspektivwechsel erforderlich.

Erstens muss das Unternehmen verstehen, dass bessere digitale Funktionen für die Interaktion mit Nutzern von grundlegender Bedeutung sind – daher müssen ihre Bedürfnisse und Vorlieben im Vordergrund stehen. Zweitens sollte das Unternehmen neues ausprobieren und nicht darauf abzielen,  beim ersten Mal alles „richtig“ zu machen.

Die erfolgreichsten Unternehmen in allen Branchen sind diejenigen, die die Technologie-Welle reiten und dabei in der Lage sind, in kurzer Zeit neue Produkte oder Dienstleistungen zu entwickeln und auf den Markt zu bringen. Geschwindigkeit und Agilität sind der Schlüssel – schnelle Tests und schnelles Feedback ermöglichen es, zeitig zu erkennen, welche Ideen funktionieren und welche nicht. Letztendlich erfordert eine echte digitale Transformation eine bewusste Entscheidung, kreativ und risikobereit zu sein, sowie die Keime neuer Ideen zu wässern.

Dritte Herausforderung: Digitale Transformation startet und endet mit dem Geschäft – und nicht mit der IT

Heute sind Technologie und IT ein wesentlicher Bestandteil jeder Unternehmensorganisation. Alle Geschäftsprozesse werden bis zu einem gewissen Grad technologisch gesteuert oder unterstützt. Das bedeutet, dass es keine Trennung zwischen der Organisation und der IT-Abteilung geben sollte. Jedes Unternehmen der digitalen Transformation muss daher mit folgenden grundlegenden Fragen beginnen: Was versuchen wir zu erreichen, was ist unsere Strategie und wie ermöglicht uns die Technologie, unsere Ziele zu erreichen? Zu oft verfolgen Unternehmen Transformationsprojekte, ohne diese Fragen wirklich zu verstehen. Dies führt zu schlecht definierten Projekten, die keine greifbaren Vorteile oder Verbesserungen für das Leben der Mitarbeiter, Kunden oder Benutzer bieten.

Unternehmen müssen drei Hindernisse für eine erfolgreiche digitale Transformation und greifbare Ergebnisse bzw. Erleichterungen überwinden: Ersten dürfen sie sich nicht von der vermeintlichen Komplexität abschrecken lassen, zweitens müssen sie alte Denkweisen in Frage stellen und drittens gilt es, die Unternehmensorganisation mit der IT-Abteilung zu vereinen.

Durch eine bessere Verbindung zwischen den Zielen des Unternehmens und der IT können CIOs umfassendere Geschäftsziele erreichen und den Anforderungen der Führungsetage gerecht werden. Bei der Überwindung der Hindernisse müssen die Unternehmen bereit sein, Risiken einzugehen und weniger auf die Transformation selbst als auf die Ziele fixiert zu sein.

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