COMPAREX wird SoftwareONE. Ab dem 1. April wird die COMPAREX AG ihren Markenauftritt in SoftwareONE ändern. Die Markenkonsolidierung ist Teil eines laufenden Integrationsprozesses im Zuge des Erwerbs der COMPAREX AG durch SoftwareONE.
vSphere als Subscription

VMware vSphere+

Die neue Subscription-Variante

vSphere+: vSphere von VMware jetzt auch als Subscription

vSphere+: vSphere von VMware jetzt auch als Subscription

Auch VMware folgt dem allgemeinen Trend in Richtung Subscriptions und hat angekündigt, dass es den defacto Virtualisierungsstandard in Zukunft auch als Supscription-Version geben wird – besser bekannt als vSphere+. Die offizielle Ankündigung erfolgte im Juni 2022. Verfügbar ist das Angebot dann ab dem 12. Juli 2022. Um seine Kunden von seinem vSphere+ Angebot zu überzeugen, hat sich VMware einiges einfallen lassen. Ein genauerer Blick lohnt sich.

Einführung in vSphere+ und vSAN+: Die Vorteile der Cloud für Ihre lokalen Workloads nutzen

vSphere+ läuft nicht in der Cloud!

vSphere als Subscription heißt nicht, dass vSphere in der Cloud läuft. Dieses Modell haben wir ja bei VMware Cloud on AWS, Google Cloud VMware Engine, Azure VMware Solutions etc. Für bisherige vSphere-Kunden von VMware ändert sich fast nichts. Die vSphere+ Edition entspricht im Kern der vSphere Enterprise Plus. Sie müssen lediglich ein Cloud Gateway bei sich installieren, an welches das vCenter und das VMware Cloud Portal angedockt werden müssen. Die Art und Weise, wie der Kunde die virtuellen Maschinen betreut, ändert sich nicht. Die On-Premises-Komponenten laufen auch ohne Cloud-Verbindung weiter.

Veränderte Lizenzierung von vSphere+

Eine deutliche Änderung hingegen findet sich in der Lizenzmetrik von vSphere+. Von Per-CPU-Lizenzierung (mit Core-Beschränkung) geht es jetzt zu reiner Core-Lizenzierung. VMware geht pro CPU erst einmal standardmäßig von 16 Cores aus. Kunden, die nachweisen können, dass sie Hardware mit mehr als 16 Cores verwenden, können bei der ersten Umstellung von einem Renewal auf Subscription sparen. Erst bei der Verlängerung verlangt VMware den vollen Preis. Die längere Bindung kann sich bei der ersten Umwandlung von Perpetual auf Subscription bei vSphere für einige Kunden durchaus lohnen. Wer ältere Server mit weniger als 16 Cores nutzt, muss trotzdem 16 Cores zahlen.

Die Subscription-Lizenzierung funktioniert, wie gehabt, als Vorab-Commitment. Wer sich also für 3 Jahre oder länger bindet, der bekommt einen Preisnachlass. Übrigens, im neuen Modell sind in der Subscription für vSphere Hosts bzw. Cores auch das vCenter und die neuen vSphere SaaS Services enthalten. Man muss also die Komponenten nicht einzeln lizenzieren.

PNP für vSphere+ bei erstmaliger Bereitstellung

  1. Lizenzmetrik: Per Core (raw physical cores in a CPU)
  2. Kosten

    Zusammenfassung Preisgestaltung für vSphere Advantage
     
    1-year commit
    3-Year commit
    List price – Prepaid ($ per Core)
    (Price includes Production Support)
    $110
    $300
    Effective Yearly ($ per Core)
    $110
    $100
    Overage Charges
    $132 per Core per year (20% premium)
  3. SUP für die Vertragsverlängerung - Incentives für Kunden
    • 35% Rabatt für bis zu 24 Kerne (SUP-Listenpreis von 65%/Kern/Jahr für eine Laufzeit von 3 Jahren) für jede von SNS auf Subscription umgestellte CPU
    • Zusätzliche Cores zum Standard-Listenpreis ($100/Core/Jahr bei einer Verpflichtung von 3 Jahren)

Erweiterte Funktionen in vSphere+

Umstellung von Perpetual auf Suscription – sonst ändert sich nichts bei vSphere? Weit gefehlt! VMware hat hier vSphere deutlich aufgebohrt - die neuen vSphere SaaS-Komponenten werden aus der Cloud bezogen und erweitern damit den gewohnten Funktionsumfang des heimischen vCenters. Hier finde ich vor allem das „One Click“ vCenter Lifecycle Management spannend, denn das Upgrade des vCenters war in der Vergangenheit doch eine leidige Angelegenheit. Aber auch hier hat man als Kunde die freie Wahl, welche supportete Version man einsetzt – die Upgrades werden nicht erzwungen.

Und wer bisher von dem LinkedMode für vCenters genervt war, für den ist das „Globale Inventory“ der Deployments und die neue zentralisierte Management View mit Alarmen, Health Status etc. sicherlich spannend. In den Testversionen funktionierte das schon sehr gut. Unter anderem kann man dort auch internen Usern Rechte zum Anlegen von VMs geben, ohne ihnen Zugriff auf das User Interface des vCenters geben zu müssen. Zusätzlich legt VMware auch noch eine Tanzu Standard Runtime und Tanzu Mission Control Essentials oben drauf.

vSphere als Subscription
vSphere Versionen im Vergleich (Quelle: VMware)

Vereinfachtes Lizenzmanagement mit vSphere+

Auch die Migration von Perpetual zu Subscription klappt recht einfach. Die Onboarding-Anweisungen von VMware, die der Kunde per Email erhält, sind beinahe selbsterklärend. Und noch was für die Lizenzmanager: Es gibt keine Keys mehr! Sobald vCenter im Cloud Portal registriert werden, bekommt man Entitlements von eben da. Periodisch sendet das vCenter aber auch Metering-Daten (und auch nur die) zur VMware Cloud. Theoretisch ist also auch eine „Überlizenzierung“ bzw. „Übernutzung“ möglich. VMware nennt diese „Overage“. Diese zusätzlich Nutzung („Core Hours“) wird stundengenau festgehalten und dann separat zum Commitment abgerechnet. Es gibt also auch eine eingebaute „Pay-as-you-grow“ Option.

Fazit

Zusammengefasst, beim nächsten Kauf von vSphere Enterprise Plus oder aber (und das ist wahrscheinlicher) beim nächsten vSphere Enterprise oder Enterprise Plus Renewal sollten Sie auf jeden Fall einen Blick auf vSphere+ werfen. Neben technischen Vorteilen ist natürlich auch der Switch von Capex zu Opex für viele Kunden spannend. Das wäre zumindest beim Neukauf ein Argument. Zumindest auch zum Start von vSphere+ sollte ein Switch von einem bloßen Renewal der Kauflizenz auf die Subscription Variante preislich kaum einen Unterschied machen. Der Production Support (24x7x365) ist hier auch automatisch enthalten. Laut einer IDC Studie von Oktober 2021 werden schon in 2025 60 Prozent aller Projekte durch OPEX gefunded. Alleine um hier auf die Shortlist zu gelangen, müssen Hard- und Softwarevendoren ein Subscription bzw. As-a-Service-Modell anbieten.

Außerdem bietet die neue Option auch einige interessante Spielarten, wenn man z. B. in Zukunft weniger vSphere Lizenzen benötigt – etwa wenn man seine IT stärker in die Native Public Clouds verlagern will oder man durch neue, leistungsfähigere Hardware eine höhere VM-Dichte auf weniger ESX-Hosts realisieren kann. Bis auf weiteres gibt es eine friedliche Co-Existenz von vSphere als Kauflizenz oder Subscription, beide Varianten werden erst einmal fortgeführt.

Es ist aber kein Geheimnis, dass VMware wie auch andere Vendoren mehr und mehr auf Subscription/SaaS-Angebote anstelle von Perpetual-Lizenzen setzt: vCloud Universal, die vRealize Produkte und auch diverse Lösungen im End-User-Computing-Bereich wie Horizon oder WorkspaceONE gibt es schon als Subscription. Zeitgleich mit vSphere+ gibt es das auch für vSAN Enterprise Kunden. Es bleibt spannend, wie dieses Angebot für eins der Kernprodukte von VMware angenommen wird. Jetzt liegt es an VMware, die entsprechenden Anreize zu setzen. Vor allem bei der Markteinführung rechnen wir doch mit einigen zusätzlichen Vorteilen für die Early Adopter. Sprechen sie uns an.

Ihr Partner für Lizenzierung und Optimierung

SoftwareONE ist langjähriger VMware Partner. Wir unterstützen Sie bei der Optimierung Ihrer VMware Workloads, der Planung und Durchführung von Cloud-Projekten sowie dem Management Ihrer VMware Lizenzen und deren Compliance. Gemeinsam finden wir die passende Lösung für Ihre Anforderungen und unterstützen Sie bei jedem Schritt.

VMware Premier Partner

vSphere+: Das kann die neue Subscription-Variante von vSphere!

Wir fassen für Sie zusammen, was genau die neue Abonnement-Möglichkeit von vSphere zu bieten hat und ab wann sich ein Umstieg wirklich lohnt.

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Autor

Marco Vogel

Global Alliance Lead, VMware

Publisher Advisory / VMware

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