COMPAREX wird SoftwareONE. Ab dem 1. April wird die COMPAREX AG ihren Markenauftritt in SoftwareONE ändern. Die Markenkonsolidierung ist Teil eines laufenden Integrationsprozesses im Zuge des Erwerbs der COMPAREX AG durch SoftwareONE.
5 Vorteile von Red Hat OpenShift | SoftwareONE Blog

5 OpenShift Vorteile

die über Kubernetes hinaus gehen

Red Hat Smart Management for SAP

Hybrid- und Multi-Cloud gehören mittlerweile zum Standard in vielen Unternehmen, wenn es um Technologien und Infrastruktur geht. Aufgrund seiner herstellerunabhängigen Eigenschaften und fortschrittlichen Infrastrukturfunktionen setzten viele IT-Abteilungen hierbei auf Kubernetes. Dabei gibt es eine sehr gute und mit Enterprise-Funktionen versehene Alternative, nämlich Red Hat OpenShift. Größere Unternehmen, in denen strenge Sicherheits- und Compliance-Anforderungen gelten, bevorzugen oft die Einführung von OpenShift. In diesem Blog werfen wir einen Blick auf fünf entscheidende Vorteile von Red Hat OpenShift, die Ihnen vielleicht so noch nicht klar waren.

Was ist OpenShift eigentlich? Wozu braucht man OpenShift?

OpenShift ist eine von Red Hat entwickelte Anwendungsplattform, mit der Softwareentwickler Anwendungen in großem Umfang entwickeln und bereitstellen können. OpenShift baut auf Kubernetes auf und bietet viele praktische Funktionen für den Einsatz in großen Unternehmen. Aufgrund der Tatsache, dass es einen vollwertigen Kubernetes-Cluster mit dem für große Unternehmen erforderlichen Support bietet, ist OpenShift eine beliebte Lösung für Container-basierte On-Premises- oder Hybrid-Cloud-Architekturen.

Was sind die Vorteile von OpenShift?

Neben der Tatsache, dass OpenShift eine zertifizierte Kubernetes-Distribution ist und zahlreiche branchenübliche Normen erfüllt, besteht der größte Vorteil von OpenShift darin, dass es Entwicklern eine einheitliche und leistungsstarke Lösung in einem Komplettpaket bietet. Unabhängig von der Umgebung, die Sie nutzen möchten - ob lokal, in der Public Cloud oder in Kombination - bietet OpenShift Ihrem Entwicklerteam die Möglichkeit, Anwendungen nahtlos zu erstellen, zu testen, bereitzustellen und zu betreiben.

Was ist das Einzigartige an OpenShift? Fünf Vorteile die über Kubernetes hinausgehen

OpenShift bietet zusätzlich zu Kubernetes viele weitere, einzigartige Funktionen, die eine ganzheitliche Art der Softwareentwicklung ermöglichen.

1. CI/CD und Repositories

Ein funktionierender kontinuierlicher Integrations- und Bereitstellungsprozess (CI/CD) ist die Voraussetzung für eine erfolgreiche Softwareentwicklungs-Pipeline. Obwohl die Code-Repositories und die CI/CD-Toolchain streng genommen außerhalb des Bereichs liegen, in dem Ihre Kubernetes-basierten Geschäftsanwendungen ausgeführt werden, sind sie ein zentraler Bestandteil des gesamten Softwareentwicklungslebenszyklus.

OpenShift deckt den Bedarf an durchgängigen CI/CD-Pipelines sehr gut ab und bietet Entwicklern Werkzeuge, die es ihnen ermöglichen, ihre Anwendung zu codieren, zu testen und in die produktive Phase zu überführen.

Wie Kubernetes selbst basiert auch ein großer Teil der von OpenShift angebotenen Tools auf Open-Source-Projekten. Das Framework, das die Erstellung von Cloud-nativen CI/CD-Pipelines ermöglicht, heißt Tekton. Tekton verwendet benutzerdefinierte Ressourcendefinitionen (Custom Resource Definitions, CRDs) und die Steuerungsebene in Kubernetes selbst, um die erforderlichen Aufgaben zu definieren und auszuführen.

Software-Ingenieure können Tekton verwenden, um ihre CI/CD-Pipelines als Code zu entwickeln. Tekton basiert auf Industriespezifikationen und unterstützt mehrere Umgebungen. Da es Open Source ist und gängigen Standards folgt, können die erstellten Pipelines neben OpenShift auch mit anderen Tools wie Jenkins oder Knative verwendet werden.

Um den gesamten Prozess der Pipeline-Erstellung einfacher und effizienter zu gestalten, bietet Red Hat OpenShift Pipelines an, eine CI/CD-Lösung, die auf Tekton basiert und nativ in Kubernetes integriert ist. Dies sorgt für eine enge Integration und ein einheitliches Nutzererlebnis mit anderen OpenShift-Tools und ermöglicht es, jeden Schritt der Pipeline in einem eigenen Container auszuführen und unabhängig zu skalieren, was sie insgesamt sicherer und stabiler macht.

2. Monitoring und Logging mit OpenShift

Die Möglichkeit, den Workload einer Anwendung zu überwachen und die Protokolle an einem zentralen Ort zu sammeln, gehört zu jedem System, das die einfachsten Best Practices befolgt. Je nach der Umgebung (Cloud oder On-Premise), in der Ihre Anwendung läuft, kann die Art und Weise der Implementierung variieren.

Die Herausforderung bei OpenShift - und gleichzeitig einer der Vorteile - besteht darin, dass es in mehreren Umgebungen eingesetzt werden kann. Wenn ein Entwickler in der Umgebung, in der OpenShift bereitgestellt wird, ein bestimmtes Tool wie AWS CloudWatch oder Azure Monitor integrieren muss, erschwert dies die Möglichkeit, Systemanwendungen über verschiedene Umgebungen hinweg portabel zu machen.

Um den Entwicklungsprozess zu vereinfachen und die Bereitstellung und den Betrieb der Anwendungen zu harmonisieren, enthält OpenShift von Haus aus Monitoring- und Logging-Funktionen.

Tatsächlich geht OpenShift über diese Funktionen sogar hinaus und deckt mehrere Möglichkeiten zur Beobachtung ab, indem es auf beliebte Open-Source-Projekte zurückgreift: Prometheus für Monitoring und Alert Management, Jaeger für Transaction Tracing, Kiali für Dashboards und Visualisierung und Istion zur Implementierung eines Service Mesh für verteilte Microservices-Architekturen.

Dieser Ansatz optimiert den gesamten Workflow des Systems und macht ihn effizient und konsistent, unabhängig von der Umgebung, in der die OpenShift-Plattform eingesetzt wird.

3. Die Vorteile von OpenShift Security

Einer der Hauptgründe, warum sich viele Unternehmen für OpenShift statt für Kubernetes entscheiden, sind die Enterprise-Funktionen, die OpenShift anbietet. Die Erwartungen und Anforderungen in Bezug auf Sicherheit und Compliance sind dadurch natürlich höher.

OpenShift kann diese Erwartungen aber problemlos erfüllen. Tatsächlich setzen die Ingenieure von Red Hat alles daran, Sicherheitskorrekturen so schnell wie möglich in das Open-Source-Repository von Kubernetes einzubringen, damit alle davon profitieren können. Dies stellt einen großen Vorteil dar, da es bis zur nächsten Kubernetes-Veröffentlichung und der allgemeinen Verfügbarkeit dieser Korrekturen immer eine Weile dauern kann. Mit OpenShift werden diese Fehlerbehebungen den Kunden sofort zur Verfügung gestellt.

OpenShift bietet noch einige weitere Vorteile im Bereich Security, die sich von einer typischen Kubernetes-Bereitstellung unterscheiden:

  • Die integrierte Security Context Constraint (SSC) bietet Standardrichtlinien für die Execution, die beispielsweise verhindern, dass Container mit Root-Rechten ausgeführt werden, und diese Richtlinien werden als Pod Security Policies (PSPs) auf die gesamte Kubernetes-Ebene ausgeweitet. Diese grundlegenden Standard-Policies sind in OpenShift bereits enthalten und haben einen großen Einfluss auf die Erhöhung des Sicherheitniveaus des gesamten Kubernetes-Clusters.
  • Die Role-based Access Control (RBAC) in OpenShift ist eine Funktion, die nicht optional ist (im Gegensatz zu einer typischen Kubernetes-Bereitstellung). Dadurch können verschiedene Rollen innerhalb des Entwicklungsteams nach dem Least-Privilege-Prinzip Berechtigungen erhalten. So können beispielsweise Kubernetes-Administratoren vollen Zugriff auf den Cluster haben, während Software-Ingenieure auf bestimmte Kubernetes Namespaces beschränkt sind.
  • OpenShift beinhaltet den Red Hat Container Catalog, der es Entwicklern ermöglicht, Container-Images zu nutzen, die von Red Hat und seinen Partnern getestet und zertifiziert wurden. Diese Images werden überwacht, aktualisiert und regelmäßig auf Schwachstellen und Probleme gescannt, sodass die IT-Sicherheit im Vergleich zum direkten Abrufen von Container-Images aus Internet-Repositories deutlich verbessert wird.

4. Developer Experience und Cost Management

Developer Experience

Mit Kubernetes steht Entwicklern ein Ökosystem von Tools zur Verfügung, die zur Optimierung des gesamten Entwicklungsprozesses genutzt werden können. Von der Verwaltung von Kubernetes-Clustern mit einfachen CLI-Dienstprogrammen wie kubectl bis hin zur Verwendung von Helm Charts zur Definition der komplexesten containerbasierten Anwendung gibt es eine Reihe von Produkten, die darauf ausgelegt sind, den Entwicklungsprozess so reibungslos wie möglich zu gestalten.

OpenShift bietet Ihnen einen vollwertigen Kubernetes-Cluster unter einem Dach. Alle Tools, die mit Kubernetes zu tun haben, sind daher mit OpenShift kompatibel. Außerdem hat Red Hat die Entwicklerfreundlichkeit durch die Bereitstellung ergänzender CLI-Tools und einer webbasierten Benutzeroberfläche verbessert, die die Kontrolle über alle Funktionen der OpenShift-Plattform ermöglicht.

Durch die Verwendung eines GitOps-Modells ermutigt OpenShift Entwickler, die gesamte Konfiguration als Code vorzunehmen, unterstützt durch ihre vertrauten Git-Repositories, um Änderungen automatisch über einen oder mehrere Cluster zu verteilen und ihre deklarative Natur zu nutzen, um Inkonsistenzen in einem hybriden oder Multi-Cloud-Kubernetes-Setup zu minimieren.

Cost Management

Zu einem modernen Softwareentwicklungsprozess gehört auch die vollständige Transparenz über die laufenden Kosten. Mit OpenShift können Entwickler das Kundenportal nutzen, um Einblicke in ihre Kosten bis auf Projektebene und über alle On-Premises- und Public-Umgebungen hinweg zu erhalten.

Über das Kundenportal können Entscheider Kostentrends verfolgen und ihre Ausgaben im Verhältnis zu den Business Outcomes einsehen. Wenn Ingenieure ihren OpenShift-Ressourcen Tags zuweisen, können sie die Kosten Clustern, Projekten, Kostenstellen, Anwendungen und anderen Ressourcentypen zuordnen. Das gibt den Anwendern ein enormes Maß an Granularität für die Kostenanalyse und ermöglicht es Entwicklern, ihre Ressourcenzuweisung zu optimieren.

5. Hybride OpenShift Architektur und Cloud Enablement

Auch wenn OpenShift meist mit Nicht-Cloud-Umgebungen in Verbindung gebracht wird, ist es wichtig zu verstehen, dass das Potenzial von OpenShift weit über Ihr lokales Rechenzentrum hinausgeht. Neben einer selbst verwalteten On-Premises-Umgebung kann OpenShift auch in Public Clouds wie AWS oder Microsoft Azure bereitgestellt und betrieben werden. Dieser Ansatz erleichtert den Übergang von On-Premises zu Public Clouds oder den Betrieb von Workloads in einer Hybrid-Cloud-Architektur.

Produkte von Red Hat zu den besten Konditionen erhalten

Unser Experten Team von SoftwareONE berät Sie gern bei der Auswahl und Beschaffung von passenden Red Hat Subskriptionen, die perfekt zu Ihren Anforderungen, Ihrer Infrastruktur und Ihren Unternehmenszielen passen.

Red hat advance

Kommentieren Sie diesen Artikel

Hinterlassen Sie einen Kommentar, um uns mitzuteilen, was Sie von diesem Thema halten!

Kommentar hinterlassen

Autor

Michael Hess

Solution Specialist Red Hat

Verwandte Artikel

oracle-java-release-17

Oracle Java Version 17 – Ist es wieder kostenlos?

Am 13. September veröffentlichte Oracle sein neues Long Term Support (LTS) Release von Oracle Java: Release 17. Viele User glauben, dass Oracle Java mit dieser neuen Version wieder "kostenlos" ist. Aber ist das wirklich so?

application-mobility-vmware-hcx

Application Mobility mit VMware HCX

Für wen eignet sich VMware HCX? Welche Editionen gibt es und wie muss das ganze lizenziert werden? Verschaffen Sie sich einen Überblick.

Ransomware-Angriffe: was können wir aus dem Kaseya-Vorfall lernen? | SoftwareONE Blog

Ransomware-Angriffe nach Kaseya-Vorfall

Der Ransomware-Angriff auf Kaseya hatte große Auswirkungen und betraf Firmen weltweit. Wir stellen Ihnen zur Vorkehrung die Sophos-Lösung vor.