Red Hat Enterprise Linux

Drei Wege, um mit RHEL on Azure zu starten

Wer Red Hat Enterprise Linux (RHEL) und entsprechende Anwendungen noch in einer On-Premises-Umgebung einsetzt und schon lange mit einem Umzug auf Azure hadert, der kann jetzt aufatmen. Denn es gibt viele praktische Hilfsmittel, mit denen der Umstieg einfach und schnell von der Hand geht. Dazu gehören z.B. die Möglichkeit, benutzerdefinierte Images zu erstellen oder die Push-to-Cloud-Funktion von RHEL. Lesen Sie, wie Anwendungen einfach in die Microsoft Azure Cloud umgezogen werden.

1. On-Demand Images

On-Demand Images sind eine relativ simple Methode, um in das Pay-as-You-Go-Model (PAYG) von Red Hat einzusteigen. Dieser Ansatz eignet sich besonders für Unternehmen, die RHEL in der Azure Cloud ausprobieren und flexibel virtuelle Maschinen (VMs) in relativ kurzen Zeiträumen hinzufügen oder deaktivieren möchten.

Mit PAYG können Unternehmen ein bevorzugtes RHEL-Image auswählen, wenn sie eine neue VM erstellen. Diese Images werden von Microsoft Azure vorkonfiguriert und sind Red Hat zertifiziert - das bedeutet, dass sie von der Red Hat Update Infrastructure (für Sicherheit, Benutzerfreundlichkeit usw.) unterstützt werden.

2. Red Hat Cloud Access

Eine weitere Option ist die Bereitstellung von RHEL mit Red Hat Cloud Access. Wenn Sie mehr Flexibilität für Ihre Ressourcen und Maschinen im "Dauerbetrieb" benötigen (z. B. Webdienste, Datenbanken, KI/ML), ist dies möglicherweise die beste Option für Sie. Mit Cloud Access können On-Demand-Images auch für Stoßzeiten mit hohem Bedarf verwendet werden.

Cloud Access ermöglicht es Anwendern, berechtigte Red Hat Subcriptions in einer Public Cloud wie Azure mithilfe von Red Hat Certified Cloud and Service Providers (CCSPs) zu betreiben. Damit können Kunden Bare-Metal-Maschinen, Private-Cloud-VMs oder Public-Cloud-VMs miteinander kombinieren und optimieren. So ensteht die Möglichkeit, Abonnements zwischen On-Premise-, Rechenzentrums- und zertifizierten öffentlichen Clouds zu übertragen.

3. Image Builder

Wenn bestimmte Unternehmensstandards oder -prozesse ein bestimmtes Setup erfordern (z. B. Identitätsmanagement, Zugriffsschlüssel, Backups), ist eine dritte Option für die RHEL-Bereitstellung das Generieren und Hochladen eines benutzerdefinierten RHEL-Images mit Image Builder. In diesem Fall können Unternehmen ihre bestehenden Azure-Abonnements „mitbringen“. Mit der neuen Funktion "Push to Cloud" in RHEL 8.3 können Administratoren oder Entwickler fertige Images direkt aus Image Builder heraus automatisch zu ihrem ausgewählten Cloud-Anbieter hochladen. Derzeit werden neben Azure auch Amazon Web Services unterstützt. 

Wie kann RHEL mögliche Open-Source-Barrieren überwinden?

RHEL ist die Unternehmensdistribution bzw. „enterprise ready“ Linux Version von Fedora und greift auf andere Open-Source-Projekte zurück. Viele Unternehmen zögern zunächst, wenn sie Open-Source-Software in Betracht ziehen, denn ein breites Netz von beteiligten Anbietern sorgt für Sicherheitsbedenken oder könnte einen unzureichenden Support zur Folge haben.

Zu den größten Hürden im Einsatz von Open-Source-Lösungen in Unternehmen, die in der Red Hat-Umfrage "2020 State of Enterprise Open Source" genannt wurden, gehören die Sicherheit von Codes, der Umfang des Supports, die Kompatibilität und das Fehlen interner Fähigkeiten in der Verwaltung und beim Support. Unternehmen verlassen sich deshalb auf Anbieter wie Red Hat, um Upstream-Projekte in abgesicherte Produkte zu verwandeln, die von Experten unterstützt werden.

RHEL verfügt über ein stabiles, supportetes Application Binary Interface (ABI), und im Rahmen eines RHEL-Abonnements erhalten Sie Unterstützung bei den häufigsten Schwachstellen und Gefährdungen (Common Vulnerabilities and Exposures, kurz CVEs). Entwickler können dank der stabilen Kernel-ABI jederzeit ein Update durchführen, wenn sie dazu bereit sind. Administratoren profitieren von den einfach zu erlernenden Managementoberflächen, die ein Umrüsten bei Upgrades überflüssig machen. Sie können ihre Systeme über die RHEL Web Console verwalten und müssen nicht sofort die Befehlszeile erlernen. Außerdem werden Entwickler durch stabile APIs und ABIs unterstützt, die die Zertifizierungs- und Testzyklen verkürzen.

Darüber hinaus hilft Red Hat Insights, das in RHEL-Abonnements enthalten ist, Teams bei der proaktiven Erkennung von Sicherheitsbedrohungen, um so Probleme, Ausfälle und ungeplante Ausfallzeiten zu vermeiden. In der RHEL 8.3-Webkonsole sehen Administratoren auf einen Blick eine aktualisierte Ansicht für den Gesamtzustand des Systems. Insights ist aber mehr als nur Sicherheit (auch wenn dies vielleicht das dringendste Thema ist). Insights verfügt über mehr als 1.000 Regelwerke, die Stabilität, Leistung, Verfügbarkeit und Sicherheit beeinflussen.

Voraussetzungen für selbstständigere Deployments schaffen

RHEL kann als Ausgangspunkt für zukünftige, eigenständigere Deployments von Red Hat OpenShift dienen.

Was wäre, wenn dieselbe Anwendung, die Sie auf RHEL entwickeln, auf einer noch höheren Abstraktionsebene mit Kubernetes laufen könnte? Red Hats Universal Base Image (UBI) kann dabei helfen, Anwendungen, die auf RHEL laufen, noch universeller zu machen. UBI ist für Container-Entwickler kostenlos erhältlich. Betrachten Sie es als eine weiterverteilbare Version von RHEL - eine, die dem gleichen Release- und Patch-Zeitplan folgt und von den gleichen Leistungs-, Sicherheits- und Qualitätsteams wie RHEL getestet wird.

Container-Images, die mit UBI erstellt wurden, können auf jedem Kubernetes-System ausgeführt werden, wenn sie jedoch auf Red Hat OpenShift mit dem Core OS von Red Hat ausgeführt werden, bieten sie volle Kompatibilität und Support. Die generische Natur von RHEL-Anwendungen – ob auf RHEL als traditionelle Anwendung oder mit UBI als containerisierte Anwendung entwickelt – kann überall eingesetzt werden und kommt mit voller Unterstützung und Kompatibilitätsgarantie von RHEL.

Eine Azure-Umgebung erfolgreich einführen 

Mit passenden Service-Paketen und weiterführender Unterstützung helfen wir Ihnen beim erfolgreichen Aufsetzen einer Azure-Umgebung und sind in allen Phasen einer Azure-Migration an Ihrer Seite – von der Entwicklung einer Strategie, über die Implementierung und Optimierung sowie der anschließenden Verwaltung und Kostenkontrolle. Wir vereinfachen Ihre Cloud-Transformation und sorgen dafür, dass Sie die technischen Vorteile von Azure voll ausschöpfen.

Wir sind einer von wenigen Microsoft Azure Expert MSP Partnern. Dieser Status belegt unsere exzellente globale Expertise und zahlreiche Best Practices im dynamischen Azure-Cloud-Umfeld. Darüber hinaus können Sie von erheblichen Preisvorteilen in Form von Azure Credits profitieren.

 

Für die Anwendungsentwicklung mit Ihrem eigenen Entwicklerteam, unterstützen wir Sie darüber hinaus gern mit passenden Red Hat Lösungen. Zusammen mit unserem Partner bringen wir Ihnen die Welt der modernen Software-Entwicklung näher und vermitteln die Kultur rund um agile DevOps-Prozesse. Außerdem helfen wir Ihnen bei der Verwaltung und Optimierung Ihrer Red Hat Subscriptions.

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Autor

Michael Hess

Business Development Manager

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