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Cyberangriff stoppen

So funktioniert Penetration Testing

So verhindern Sie Cyber-Angriffe durch Penetration Testing

Cyberangriffe werden von Jahr zu Jahr raffinierter. Die Folge sind immer neuere und zahlreichere Anforderungen in der Abwehr, dem Aufdecken und dem Schutz vor Risiken. Genau deshalb ist eine allumfassende Sicherheitsstrategie für jedes Unternehmen, das seine Daten schützen und gleichzeitig auf dem Markt wettbewerbsfähig bleiben möchte, unerlässlich. 

Um zu überprüfen, ob Systeme und Daten sicher sind, führen Cybersicherheitsexperten häufig Schwachstellenscans und Penetrationstests durch. In der Vergangenheit waren manuelle Penetrationstests aufwändig und kostspielig und konnten daher nur gelegentlich durchgeführt werden. Heute können Penetrationstests automatisiert und dadurch schneller, kostengünstiger und häufiger durchgeführt werden, sodass Unternehmen aller Größenordnungen sicherer vor Angriffen sind.

Dieser Blog befasst sich mit der Bedeutung toolbasierter Penetrationstests, den Vorteilen im Vergleich zu manuellen Penetrationstests und der Auswahl der richtigen Testmethode für Ihr Unternehmen.

Was ist Penetration Testing bzw. ein Penetrationstest?

Penetration Testing, zu Deutsch Penetrationstest, bezeichnet einen simulierten Cyberangriff auf ein Computersystem, eine Anwendung oder ein Netzwerk, mit dem Ziel Schwachstellen zu finden. Während ein Großteil der Cybersicherheit darin besteht, präventiv entsprechende Maßnahmen zu ergreifen und regelmäßige Scans durchzuführen, sind Penetrationstests besonders effektiv bei der Identifizierung von bestehenden Sicherheitslücken, die Sie sonst vielleicht übersehen hätten. Deshalb sollten Penetrationstests zu einer umfassenden Cybersicherheitsstrategie gehören.

Viele Unternehmen sind aufgrund von gesetzlichen Vorschriften sogar dazu verpflichtet, regelmäßig Penetrationstests durchzuführen, z.B. in der Dienstleistungsbranche, im Gesundheitswesen, im Bankensektor oder im öffentlichen Dienst. Und das aus gutem Grund, denn durch Penetrationstests können verheerende und kostspielige Datenverletzungen verhindert werden. Unabhängig davon, ob es für Ihre Branche verpflichtend ist oder nicht, halten viele Sicherheitsexperten Penetrationstests für einen umfassenden IT-Schutz unerlässlich.

Warum sind Penetrationstests wichtig und was wird genau getestet?

Stellen Sie sich vor, Sie bauen eine massive Mauer aus Backsteinen zu Ihrer Verteidigung und angenommen, ein kleines Teilstück dieser Mauer ist brüchig, weil der Maurer den Zement nicht richtig gemischt hat. Optisch könnte man diesen Fehler wahrscheinlich nicht sehen und bestimmt würde die Mauer auch erst einmal halten und so Eindringlinge abwehren.

 

Ein wirklich hartgesottener Angreifer würde aber alles versuchen, um die Mauer zu durchbrechen und nach genauer Suche die Schwachstelle auch entdecken. Penetrationstests versuchen das zu verhindern, indem sie sich genau wie der potenzielle Eindringling verhalten. Bei einem Penetrationstest der Wand würde jemand genauso intensiv wie der Eindringling versuchen, die Wand zu durchbrechen, was schließlich zur rechtzeitigen Entdeckung der vorhandenen Schwachstelle führt. Die Wand kann dann repariert und verstärkt werden, bevor irgendwelche Übeltäter auftauchen.

 

Egal wie stark Ihre Sicherheitsvorkehrungen sind, Schwachstellen können immer vorkommen. Es gibt viele mögliche Ursachen, z.B. Software- oder Hardware-Designfehler, Probleme mit der Systemkonfiguration, schlechte Passwortverwaltung oder ein einfacher menschlicher Fehler. Die Personen, die an der Einrichtung eines Computersystems oder Netzwerks beteiligt sind, mögen die besten Absichten haben, aber es braucht nur eine Schwachstelle, damit ein Hacker eindringen kann.

 

Penetrationstests sollten regelmäßig durchgeführt werden und schließen die Überprüfung der gesamten Software und aller Anwendungen ein, einschließlich Betriebssystem, Hardware, Netzwerk, Prozesse und sogar Verhaltensweisen der Endanwender. Ein Penetrationstester könnte zum Beispiel gefälschte Phishing-E-Mails versenden, um zu sehen, ob Mitarbeiter für diese Art von Angriffen empfänglich sind.

Vorteile von automatisierten Penetrationstests im Vergleich zu manuellen Penetrationstests

Manuelle Penetrationstests kamen erstmals in den späten 1990er Jahren auf. Unternehmen engagierten Sicherheitsexperten und professionelle Hacker, die versuchten, in ihre Systeme einzudringen, um Schwachstellen zu finden. Manuelle Penetrationstests sind jedoch ziemlich kompliziert und zeitaufwändig. 

Im Laufe der Jahre gingen Experten für Penetrationstest dazu über, einige Prozesse zu automatisieren, um die Effizienz Ihrer Arbeit zu steigern. Allerdings bringen automatisierte Prozesse in der Regel nicht dieselbe Kreativität und den Einfallsreichtum mit wie ein Mensch, der testet. Deshalb wurden viele Penetrationstest zunächst hybrid angelegt – also automatisierte Tool, die von erfahrenen Testern gesteuert werden.

Mittlerweile hat sich die Technologie so stark weiterentwickelt, dass moderne automatisierte Penetrationstestsoftware einen erheblichen Teil der Arbeit, die früher von Menschenhand erledigt werden musste, effektiv übernehmen kann. Und es gibt noch weitere Vorteile, die automatisierte Penetrationstests bieten:


  • Zeitersparnis: Automatisierte Penetrationstests sind viel schneller abgeschlossen als manuelle Tests. Nach Abschluss wird automatisch ein Bericht erstellt, sodass ein Unternehmen sofort Maßnahmen ergreifen kann. Manuelle Tests können Tage in Anspruch nehmen und noch länger dauert die Erstellung eines ausführlichen Reports.
  • Kosteneinsparungen: Experten müssen nur für einen kurzen Zeitraum beauftragt werden, da sie mit automatisierten Tools arbeiten.
  • Häufigkeit der Tests: Aufgrund des Zeit- und Kostenaufwands können manuelle Penetrationstests für gewöhnlich nur unregelmäßig durchgeführt werden. Automatisierte Penetrationstests können dagegen wöchentlich oder sogar häufiger durchgeführt werden, da die Software lediglich aktiviert werden muss.
  • Reichweite des Zugriffs: Manuelle Penetrationstest greifen ein System in der Regel nur von einem einzigen Zugangspunkt aus an, während sie den Test durchführen. Die Automatisierung ermöglicht es, denselben Penetrationstest von mehreren Einstiegspunkten aus durchzuführen und so möglicherweise Schwachstellen aufzudecken, die ein Mensch übersehen würde oder nicht die Zeit hätte, sie zu finden.

Angesichts der Geschwindigkeit, mit der Unternehmen heute Anwendungen entwickeln und Systeme anpassen, sind automatisierte Penetrationstests unerlässlich. Manuelle Tests können nur Probleme identifizieren, die zum Zeitpunkt des Tests bestanden, wohingegen automatisierte Tests laufende Tests ermöglichen, die Schwachstellen finden können, sobald sie auftreten.

So finden Sie heraus, welcher Penetrationstest der richtige ist

Es gibt viele verschiedene Arten von Penetrationstests, abhängig von Ihren Bedürfnissen. Diese lassen sich in die folgenden drei Kategorien unterteilen:

  • Netzwerk: Bei diesem Penetrationstest, der am häufigsten durchgeführt wird, wird die Netzwerkinfrastruktur bewertet, unter anderem durch Tests der Firewall-Konfiguration, IPS-Täuschung, Angriffe auf DNS-Ebene und Software-Tests.
  • Web-Anwendung: Diese Tests zielen auf bestimmte Anwendungen wie Browser, Applets und Plug-ins ab.
  • Client-seitig: Auf der Client-Seite durchgeführte Tests suchen nach Schwachstellen bei lokal verwendeter Software von Drittanbietern oder Open-Source-Software.
  • W-LAN: Ein Penetrationstest für WLANs sucht nach Schwachstellen in WLAN-Konfigurationsprotokollen oder Zugriffsrechten, die von allen Geräten - Tablets, Laptops, Smartphones usw. - ausgenutzt werden könnten, die sich über WLAN verbinden.
  • Social Engineering: Diese Art von Test befasst sich mit dem Faktor Mensch. Dazu gehören beispielsweise die Simulation von Phishing-Attacken.

Welche Art von Tests Sie durchführen müssen, hängt von Ihren Zielen ab. Sie sollten regelmäßig Netzwerktests durchführen und bei Bedarf zusätzliche Tests für Webanwendungen, Clients und WLAN-Netzwerke durchführen, vor allem dann, wenn in jüngster Zeit Änderungen vorgenommen wurden. Social-Engineering-Tests eignen sich hervorragend, um Mitarbeiter über Sicherheitsvorschriften aufzuklären. Wenn Sie sich für automatisierte Penetrationstests entscheiden, können Sie die Tests in kürzeren Abständen durchführen.

Abschließende Überlegungen

Penetrationstests sind ein elementarer Bestandteil einer umfassenden Cybersicherheitsstrategie. Darüber hinaus tragen weitere Maßnahmen wie Schwachstellen- und Risikobewertungen, Firewalls, Virenschutz, Cloud Workload Security und ein aktives Monitoring zur Sicherheit Ihres Unternehmens bei. Wenn Sie auf der Suche nach einer Möglichkeit sind, die kritischen Daten Ihres Unternehmens besser vor Bedrohungen zu schützen, unterstützt Sie SoftwareONE mit Managed Security Services beim Erreichen Ihrer Ziele. 

  • Managed Security

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Autor

Bala Sathunathan

Bala Sethunathan

Director, Security Practice & CISO

Cybersecurity

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