VMware Horizon 8

Neue Funktionen und erweiterter Cloud-Support

Die Desktop- und Anwendungs-Virtualisierung hat einen ganz neuen Stellenwert erhalten. Es ist wichtiger denn je Mitarbeitern von überall einfachen Zugriff auf Unternehmensanwendungen und -daten zu ermöglichen und gleichzeitig ein Höchstmaß an Sicherheit zu gewährleisten. Dabei spielen die Ressourcen und Kapazitäten sowie deren schnelle Skalierbarkeit eine zentrale Rolle. Genau hier setzt VMware Horizon 8 an und treibt die mit Horizon 7 begonnene Entwicklung weiter – mit einem Fokus auf flexible Bereitstellungsoptionen, ausgehend von lokalen Rechenzentren, über private und öffentliche Clouds hinweg.

 

Mit diesem Release gestaltet VMware auch die Versionierung neu und folgt damit anderen Herstellern: Während die fortlaufende Nummerierung der Major-Versionen bestehen bleibt, werden nachfolgende Updates mit dem Schema "JJMM" nummeriert. Daher wird VMware Horizon 8 auch als Horizon 2006 bezeichnet, wobei die Version, zumindest intern für VMware, im Jahr 2020 und im Monat Juni (oder 06) eintrifft.

 

 

Weitreichende Deployment- und Cloud-Optionen

 

VMware verfolgt in allen seinen Produktlinien eine sehr flexible Cloud-Unterstützung. Auch Horizon 8 bietet eine breite Palette für Hybrid- und Multi-Cloud-VDI, sowohl in vSphere- als auch in Non-vSphere-Umgebungen. Neben dem Einsatz im eigenen Rechenzentrum stehen diverse Möglichkeiten in der Public Cloud bereit, wie z.B. VMware Cloud on AWS, Azure VMware Solution (AVS, im Preview-Status) oder Google Cloud VMware Solution (GCVE). Kunden können Horizon auch in Non-vSphere-Umgebungen einsetzen (z.B. AWS nativ), indem sie die Option für Unmanaged Machines nutzen, womit andere Virtualisierungsplattformen als vCenter Server möglich werden.

 

  • Integration in Cloud-Services anderer Anbieter
    Auch die Integration in sog. Desktop-as-a-Service (DaaS) sind mit Horizon Cloud on Azure und Horizon Cloud on IBM Cloud verfügbar, so dass Kunden die Wahl zwischen den Implementierungen von VMware oder anderer Partner haben. Verbesserungen des Horizon Control Plane vereinfachen die Verwaltung durch Services, die Berechtigungs- und Verwaltungsebenen miteinander verbinden, über die Grenzen von Horizon-Pods in verschiedenen Rechenzentren und Clouds hinweg. 

  • Universeller Broker für hybride Umgebungen
    Folgerichtig bietet Horizon 8 außerdem eine neue Komponente mit der Bezeichnung Universal Broker. Mit diesem können Sie globale Berechtigungen aktivieren, unabhängig davon, wo Ressource vorhanden sind. Dies ermöglicht die intelligente Verteilung von Anwendern auf einen persönlichen Desktop oder eine Anwendung in einer beliebigen Cloud-Umgebung auf allen verfügbaren Plattformen.

  • Übergreifendes Image- und Anwendungsmanagement
    Auch das Image- und Anwendungsmanagement wurde vereinfacht und bietet nun die Möglichkeit, diese über verschiedene Pods und sogar über Cloud-Grenzen hinweg abzudecken. Dadurch ist es möglich, Images einmal zu erstellen und dann in der gesamten Umgebung zu verteilen, unabhängig davon, in welcher Cloud oder welchem Pod sie zu Einsatz kommen. Dies ermöglicht eine viel nahtlosere und einfachere Verwaltung Ihrer IT-Umgebung.

 

Diese Funktionen, gepaart mit Echtzeit-Monitoring und End-to-End-Security, eröffnen wichtige Hybrid-Cloud-Nutzungsfälle wie Homeoffice, Business Continuity, Disaster Recovery, Hochverfügbarkeit und Echtzeit-Bursting ­– also das bedarfsweise Auslagern in die Public Cloud bei Nutzungsspitzen oder lokalen Ausfällen.

 

VMware setzt die Integration der eigenen Sicherheitsprodukte konsequent fort. Dies beinhaltet Workspace ONE, SD-WAN (VeloCloud), NSX Advanced Load Balancer (Avi Networks) und dem Unified Access Gateway. Darüber hinaus führt VMware mit der Übernahme von Carbon Black modernste Endpunktsicherheit ein, um echte Zero-Trust-Umgebungen zu ermöglichen.

 

 

Erleichterte Administration und Produktivitätssteigerungen



Horizon bietet die Möglichkeit, zustandslose, nicht-persistente Desktops in Sekundenschnelle bereitzustellen, wodurch die Verwaltung zentralisiert und vereinfacht wird, mit One-to-Many-Provisioning und Aktualisierungen ohne Downtimes. 


  • Bessere Instant Clones mit intelligenter Bereitstellung
    Durch die Integration in VMware vSphere und App Volumes profitiert Horizon von der Instant-Clone-Technologie. Für diese Instant Clones ist das Konstrukt der Parent-VM nicht mehr erforderlich, wodurch Ressourcen eingespart werden, die zuvor für die Verwendung erforderlich waren. Diese neue Funktion nennt sich Instant Clone Smart Provisioning.

  • Elastic Distributed Resource Scheduler (DRS)
    Die Flexible und verteilte Ressourcenplanung mit Elastic DRS ist eine sehr cloud-nahe Funktion. Sie gibt Administratoren die Möglichkeit Desktop-Pools dynamisch zu erweitern und automatisch auf- und abzubauen, um anhand der Anforderungen ihrer Umgebung und der Arbeitsauslastung durch Anwender schnell zu reagieren.

  • Neue Funktionen von VMware App Volumes
    Zu den Verbesserungen der App Volumes gehören u.a. neue Portabilitätsfunktionen, die es ermöglichen, Anwendungen einmal zu paketieren und sie dann überall zu verwenden – auch in der Cloud. Der Prozess wurde optimiert und umfasst ein verbessertes Bestands- und Lebenszyklusmanagement mit einfachen One-to-Many-Rollouts bzw. -Rollbacks, die sowohl den Regelbetrieb als auch Ausnahmesituationen leichter handhabbar machen. Sie unterstützen ebenfalls die neuen Umgebungen wie Horizon Cloud on Azure.

  • Interaktion und Automatisierung mit REST API
    Schließlich hilft die vollständige Unterstützung der neuen RESTful-APIs bei der Automatisierung umfangreicher Funktionen und der Orchestrierung von Services – einschließlich Monitoring, Berechtigungen, Benutzer- und Geräteverwaltung. Dadurch können Kunden und Partner einfach mit Horizon interagieren, um zusätzliche Flexibilität, Zugriffs- und Interaktionsmöglichkeiten zu schaffen, die für moderne Services und Prozesse nötig sind.

Auf Anwenderseite gibt es Effizienzsteigerungen am Kommunikationsprotokoll, Optimierungen für die Zusammenarbeit und zusätzliche Unterstützung von grafiklastigen Workloads.

 

  • Verbesserungen am Blast Extreme-Protokoll
    Blast Extreme ist das proprietäre Anzeigeprotokoll von VMware, welches eine leistungsstarke Kommunikationsmöglichkeit mit Backend-Desktop-Ressourcen bietet. Neu in Horizon 8 sind hochwertige Videoübertragungen inkl. 3D-Grafik-Workloads, unter Nutzung neuester HEVC-H.265-Codecs und -GPUs sowie Unterstützung für 4K- und 8K-Monitore. Intelligente Automatisierungen reduzieren die CPU-Last und den Bandbreitenverbrauch durch Auswahl des geeignetsten Transportmodus, basierend auf Bildschirminhalt und Netzwerkbedingungen.

  • Optimierte Kommunikation per Video und Audio
    Angesichts der wachsenden Notwendigkeit von Collaboration-Tools bietet VMware Horizon verbesserte Funktionen für Unified Communications. Optimierungspakete sind für Zoom und WebEx erhältlich sowie Unterstützung für Microsoft Teams.

  • High-End-Grafikunterstützung
    Auch die Unterstützung für Hochleistungsgrafik wurde verbessert, wie NVIDIA GRID und Quadro. Dazu arbeitet VMware mit NVIDIA, Intel und AMD zusammen, um umfassende Grafikunterstützung und Optimierungen für moderne Büroanwendungen und Multimedia-Anforderungen zu bieten.

  • Digitales Wasserzeichen
    Horizon bietet die Möglichkeit, ein digitales Wasserzeichen zum Schutz Ihrer Firmendaten einzusetzen. Benutzer werden so davon abgebracht, Fotos und Screenshots zu machen. Außerdem ist die Verfolgung von Datendiebstahl einfacher, da rückverfolgbare Informationen auf den Session-Desktops platziert werden können.

Zusammenfassung

VMware Horizon 8 modernisiert die Bereitstellung und Verwaltung virtueller Arbeitsplätze mit einem agilen, schlanken Ansatz, der die Integration der Cloud in hybride Umgebungen erleichtert. Das Ergebnis ist eine sichere, schnelle und einfache Bereitstellung virtueller Desktops und Anwendungen, die das beste beider Welten ­vereint – On-Premises und Cloud. Unternehmen können damit für jeden Workload die passende Plattform wählen und flexibel auf Veränderungen reagieren. Gleichzeitig wird die Administration über Plattformgrenzen hinweg vereinheitlicht und mit intelligenten Automatisierungen unterstützt. So entsteht eine nahtlose, zentralisierte Verwaltung zur Steuerung aller Umgebungen in einer einzigen Managementebene.

 

Kostenlose Testfahrt

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Autor

Wilhelm Verkerk

Solution Sales VMware End User Computing

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