Wie Sie Ihre Server optimal von SQL 2008 auf SQL 2017 updaten

Wie Sie Ihre Server optimal von
SQL 2008 auf SQL 2017 updaten

Wie Sie Ihre Server optimal von SQL 2008 auf SQL 2017 updaten

  • Dan Ortman
  • Publisher Advisory
  • EoS, Advisory Services, SQL Server, Microsoft

Wegen des am 9. Juli 2019 unmittelbar bevorstehenden Support Endes für den SQL Server 2008 müssen Unternehmen schnellstens ihr Database Management System aktualisieren. Dies optimal zu bewerkstelligen, ist nicht leicht, erfordert ein qualifiziertes IT-Team und viel Vorarbeit. Trotz des Arbeits- und Zeitaufwands, der für einen reibungslosen Wechsel von SQL 2008 zu einer neueren Version wie etwa SQL 2017 erforderlich ist, duldet diese Aufgabe jedoch keinen weiteren Aufschub: Denn ein sicheres, gut aufgestelltes Database Management System ist für Ihr Unternehmen unabdingbar.

Bevor Sie überhaupt mit der Umstellung auf SQL 2017 beginnen können, ist es jedoch wichtig, Argumente zu sammeln, um diesen Schritt allen in Ihrem Unternehmen Beteiligten gegenüber begründen zu können: Dazu zählen besonders jene, die noch keinen Begriff von den gravierenden Folgen haben, die der End of Support (EoS) für SQL 2008 möglicherweise mit sich bringt.

Im Folgenden erfahren Sie, warum genau ein Upgrade unbedingt erforderlich ist und wie Sie nahtlos zur neuesten Version des SQL Servers wechseln können.

Warum ein Upgrade von SQL 2008?

Manche Unternehmen zögern, ein Upgrade ihrer vorhandenen SQL Server 2008 Instanzen durchzuführen, da die Veränderung von Geschäftsprozessen oft mit Belastungen und Komplikationen verbunden ist. Diese verständliche Haltung liegt natürlich auch im immensen Wert der Daten begründet: Ihre Pflege ist zeit- wie auch kostenintensiv. Bei fehlerhaftem Abspeichern oder gar Verlust drohen Unternehmen zudem Katastrophen! Auch ist man in der Regel mit der Benutzung des SQL Servers 2008 zur Verwaltung und Analyse von Daten bestens vertraut. All diese Bedenken könnten zu der Entscheidung führen, lieber abzuwarten, statt rechtzeitig geeignete Maßnahmen zur Modernisierung der Infrastruktur einzuleiten.

Daher muss zunächst voll und ganz verstanden werden, warum SQL 2008 nicht weiter betrieben werden kann und eine Modernisierung des Database Management Systems unerlässlich ist: Hauptgrund ist das unmittelbar bevorstehende Supportende am 9. Juli 2019. Dies bedeutet nämlich, dass für SQL 2008 keine Updates mehr veröffentlicht werden. Der Sever birgt damit erhebliche Compliance- und Sicherheitsrisiken für Ihr gesamtes Unternehmen. Denn ohne weitere Sicherheits-Hotfixes etwa sind die Daten Ihres Unternehmens vor der nächsten Generation von Malware völlig ungeschützt.

Es gibt eine Reihe von Optionen, wie beispielsweise die Konsolidierung von Datenbanken oder Instanzen auf eine Version des SQL Servers, die neuer ist als 2008/R2. So ziehen viele Unternehmen derzeit ein Upgrade auf den SQL Server 2017, Azure-Optionen wie Azure SQL (PaaS) oder die Migration von Workloads auf Azure (IaaS) in Betracht, um so das erweiterte Sicherheitsupdate-Angebot von Microsoft für SQL Server 2008/R2 zu nutzen.

Vorteile von SQL Server 2017

Verglichen mit dem SQL Server 2008, bietet der SQL Server 2017 zudem eine Reihe von neuen Features und Vorteilen.

PERFORMANCE & PRODUKTIVITÄT

Zuerst dürfen Sie eine verbesserte Leistung und Produktivität erwarten. Das ist unter anderem auf eine Reihe nützlicher Funktionen zurückzuführen, die in SQL Server 2008 noch gar nicht verfügbar waren. Ein Beispiel für solch eine Produktivitätsfunktion ist „STRING_AGG“, bei der alle Expressions aus Zeilen genommen und zu einer einzelnen Zeichenfolge verkettet werden. Eine weitere Funktion wäre „TRIM“, ein Befehl zur Vereinfachung, mit dem Leerzeichen oder andere angegebene Zeichen vom Anfang oder Ende einer Zeichenfolge entfernt werden. Mit diesen Verbesserungen in der Anwendung benötigen Ihre IT-Teams weniger Zeit für die tägliche Wartung und gewinnen so Raum für kreative Arbeit zur Optimierung Ihrer Dateninfrastruktur.

ANALYSEN

Der SQL Server 2017 verringert auch den Aufwand, den Ihre IT-Teams für die Interpretation von Analysen betreiben müssen. Es bietet verbesserte graphische Möglichkeiten, mit denen Informationen mühelos visualisiert werden können. So können etwa Diagramme und Notes hinzugefügt werden, um die Anforderungen der Datenbank auf allen Ebenen der Organisation effizienter kommunizieren und komplexe Beziehungen in den Instanzen von SQL Server 2017 besser verarbeiten zu können.

INTEGRATION

Verglichen mit vorherigen Versionen bietet SQL 2017 ein wesentlich besseres Integrationslevel. Viele Services sind bereits eingebaut und können bei der Installation implementiert werden. Eine Reihe von Komponenten wie Reporting Services, Machine Learning Services oder SQL Server Data Tools sind verfügbar. Zusätzlich unterstützt SQL 2017 nun Python für datenbankinterne Analysen. Das bedeutet, dass IT-Teams, die Python nutzen, Konzepte jetzt mit weniger Code ausdrücken können als beim SQL 2008, der nur C++ oder Java unterstützt.

LINUX-KOMPATIBILITÄT

Zusätzlich ist der SQL Server 2017 auch Linux kompatibel. Besser noch – es gibt praktisch keine Unterscheidung von der Version, die auf Windows läuft. Das ist ein wichtiges Kaufargument für solche Organisationen, die Windows ausdrücklich nur deshalb ausführen, um damit SQL bereit stellen zu können. Das könnte sich als entscheidender Faktor für Unternehmen erweisen, die bereits über eine umfangreiche Linux-Infrastruktur verfügen und auf diesem Wege enorme Kosteneinsparungen realisieren könnten.

SUPPORT

Schließlich wird der SQL Server 2017 wahrscheinlich noch weitere zehn Jahre lang Support erhalten. Der Zugang zu umfassendem Support kann Sicherheit und Compliance verbessern – also genau die Probleme, die kein Unternehmen ignorieren kann. Mit all den genannten Vorteilen sollte es möglich sein, auch die bislang noch Zögerlichen von einem Upgrade auf SQL Server 2017 zu überzeugen.

Beratungsservices, die beim SQL EoS helfen werden

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  • Dienstag 21 Mai 2019

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Dan Ortman, Author SoftwareONE Blog

Dan Ortman Microsoft Advisory Services Practice Lead

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