Adobe offline nutzen
Adobe Feature Restricted Licensing für Behörden

Adobe offline nutzen – Adobe Feature Restricted Licensing für Behörden

Mit der Einführung der Creative Cloud und der Document Cloud wenig später hat Adobe die Freischaltung bzw. die Authentifizierung der User geändert. Durch das Verschwinden der Seriennummer bei den Kreativ- und nun auch Acrobat-Produkten musste man sich ganz neuen Herausforderungen stellen. Dies hat viele Kunden, vor allem Kunden aus dem öffentlichen Dienst, davon abgehalten, die neuen Produkte auch einzusetzen. Adobe bietet mit Feature Restricted Licensing (FRL) nun ein Offline-Lizenzprogramm für den öffentlichen Dienst an. Wie erklären, wie diese funktioniert und was demgegenüber für und gegen die aktuelle Subscription-Lizenzierung (NUL) spricht. 

Subscription-Lizenzmodelle: Gründe gegen einen Online-Einsatz

  • Erhöhter Aufwand durch zusätzlichen Schritt der Authentifizierung
  • Wechsel von einer Device-Lizenzierung hin zur Named-User-Lizenzierung
  • Nennung personenbezogener Daten - DSGVO
  • Kontrolle der Cloud
  • Mitgelieferte Services unterliegen Lizenzbeschränkungen, welche kontrolliert werden müssen
  • Kürzere Updatezyklen

 

Named-User-Authentifizierungsverfahren (NUL): Gründe für einen Einsatz des Subscription-Modells

Wer sich die Zeit nimmt und sich mit der NUL tiefer beschäftigt, stellt fest, dass einige der oben genannten Gründe eigentlich nicht mehr berechtigt sind. Weitere Informationen zu NUL finden Sie in unserem Blogbeitrag „Die Verteilung von Adobe Software: Worin unterscheiden sich Adobe ID, Enterprise ID und Federated ID“.

  • Durch Single-Sign-On kann der Aufwand über die Verwaltung der Lizenzen auf ein Minimum beschränkt werden.
  • Der Wechsel von Device auf Named bringt in der heutigen Welt der vielfältigen Endanwendergeräte sogar Vorteile mit sich. Wer in der alten Welt auf einem Laptop und Desktop PC gearbeitet hat, benötigte laut Lizenzrecht zwei Lizenzen. Bei Named User Licensing wird auch tatsächlich nur noch der Nutzer lizenziert.
  • Durch die Einführung der Unternehmens-ID, namens Enterprise -ID und Federated-ID, kann man sogar die Kontrolle der Daten zurückerlangen.

Die restlichen oben genannten Herausforderungen  bleiben jedoch bestehen. Wenn Ihnen der Online-Einsatz nicht möglich ist, bleibt nur noch das Feature Restricted Licensing. Werfen wir jetzt einen Blick auf die Funktionsweise.

 

Feature Restricted Licensing (FRL): Für alle, die nur offline arbeiten können

Mit FRL hat der Hersteller Adobe eine neue Technologie geliefert, in der man das Endgerät authentifiziert und damit für die Nutzung freischaltet, ohne Nutzer nennen zu müssen. Alle noch oben übrig geblieben Gründe, nicht Named User einzusetzen, werden damit beseitigt. Dabei gilt es jedoch zu beachten, dass durch diese neue Form ggf. neue Herausforderungen auf Sie warten.

Sollten Sie mit folgenden Einschränkungen (daher der Name „Restricted“) keine Probleme haben, ist FRL Ihre Lösung:

  • Keine Nutzung von Cloud Storage und Online Services
  • Kein Zugriff auf Applikationen wie Adobe Sign, Adobe Rush, Adobe XD, Adobe Dimension, Adobe Lightroom CC
  • Kein Zweitnutzungsrecht
  • Keine Nutzung von Adobe Stock
  • Print- und Publishing-Produkte, wie Adobe Presenter oder Adobe Captivate, noch nicht als FRL-Lizenz verfügbar

Diese Variante gibt es derzeit im Value Incentive Plan (VIP) Lizenzprogramm in zwei Varianten ausschließlich für Kunden des öffentlichen Dienstes.

Feature Restricted Licensing - Connected 

Dies ist die einfachste Lizenzierungsmethode, die Kunden einsetzen können. Die Computer müssen Zugang zum Internet haben, aber dieser Zugang kann durch eine Firewall gesteuert werden, die den gesamten Netzwerkverkehr von Adobe abfangen und entpacken kann, um den Inhalt zu überprüfen. 

Bei dieser Methode erstellt jede Anwendung, die auf einem Kundencomputer gestartet wird, eine Lizenzanforderung. Diese wird  via https über die Firewall des Kunden an die Adobe Admin-Konsole gesendet, die eine speziell von Adobe signierte Lizenz für den anfordernden Computer bereitstellt. Die Anwendung wird dann auf diesem Computer für eine vom Kunden angegebene Dauer (bis zur Vertragslaufzeit) lizenziert. Die einzigen an Adobe übermittelten Informationen sind die MachineID, ein SHA-256-Hash, die aus verschiedenen Computermerkmalen generiert wird. 

Feature Restricted Licensing - Isoliert 

Diese Methode ist für Kunden, die isolierte Computer haben, die sich nicht in einem Netzwerk befinden und daher das Paket gleich mit den Lizenzen auf dem betreffenden Rechner ausbringen müssen. 

Dazu muss der Kunde auf jedem einzelnen zu lizenzierenden Computer das Adobe Licensing Toolkit ausführen. Dies erstellt eine Geräte-ID, die der Kunde einzeln oder gesammelt in einer CSV-Datei in die Admin-Konsole hochladen kann, um ein Lizenzpaket zu erstellen. Die Computer werden auch hier für die Dauer der Vertragslaufzeit lizenziert. 

Wir beraten Sie gern

Unsere Lizenzierungsexperten bei SoftwareONE sind für Sie zur Stelle, um die beste Lizenzierungsoption für Ihr Unternehmen zu finden oder Ihnen mit unseren Services die Lizenzverwaltung zu erleichtern.

Sie benötigen weitere Informationen zum Einsatz und der optimalen Lizenzierung Ihrer Adobe Produkte? Unsere Experten beraten Sie gern.

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  • Dienstag 26 November 2019

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Autor

Tobias Hübner Principal License and Contract Specialist

 

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