Microsoft im Spotlight: Webinar-Replays

Microsoft im Spotlight: Webinar-Replays

Microsoft im Spotlight bietet Ihnen die Möglichkeit, sich umfassend über die neuesten Entwicklungen im Microsoft Portfolio zu informieren. Auf dieser Seite stellen wir die Replays unserer Webinar-Reihe zur Verfügung, sodass Sie jederzeit und flexibel darauf zugreifen können.

Erhalten Sie tiefgehende Einblicke in neue Funktionen, optimierte Lizenzmodelle und zeitlich begrenzte Sonderangebote. Die Inhalte helfen Ihnen stets auf dem neuesten Stand zu bleiben und potenzielle Kosten- und Compliance-Risiken zu vermeiden.

07. September 2026

Microsoft hat Azure Virtual Desktop für hybride Szenarien erweitert und Preislisten sowie Lizenzbedingungen präzisiert. Für Unternehmen entsteht Handlungsbedarf, da Microsoft die eigene Zustellung von SMS und Sprachanrufen für die Authentifizierung in Microsoft Entra ID zum 1. Februar 2027 einstellt. Purview erhält erweiterte Funktionen für Data Loss Prevention und Auto Labeling. Weitere Neuerungen betreffen Agent 365, Entra Agent ID, Copilot Credits, Power Platform Kostenkontrolle, Teams Hardware Management, Meeting AI, Teams Rooms, SharePoint Storage und OpenAI als Subprozessor.

1. Product Terms und Preislisten ändern sich im September 2026

Microsoft öffnet Azure Virtual Desktop für Hybridlösungen. Konnektoren und Verwaltung müssen damit nicht ausschließlich über klassische Remote Desktop Sessions genutzt werden. Azure Virtual Desktop kann laut Webinar auch mit Ressourcen im eigenen Rechenzentrum verbunden und über Azure Arc abgebildet werden. Die Option wurde am 1. September allgemein verfügbar.

Das Webinar ordnet die jährlichen Kosten in einer ähnlichen Größenordnung wie Remote Desktop Services ein. Der operative Aufwand könne sinken, wenn Azure Arc angebunden und die Umgebung über Azure Virtual Desktop verwaltet wird. Gleichzeitig verlagert sich ein weiterer Teil der Steuerung in die Microsoft Cloud.

Bei Dynamics wurden keine grundlegend neuen Product Terms eingeführt. Microsoft hat Formulierungen zu Mindesteinkaufsmengen präzisiert. Zusätzlich waren Windows Server Extended Security Updates in den Preislisten seit August fehlerhaft abgebildet. Nach einer Eskalation wurden die Preislisten manuell korrigiert, sodass im Partner Center korrekte Preise für Buchungen hinterlegt waren.

Im Preislisten-Update wurden Azure Virtual Desktop Hybrid ergänzt und Microsoft Stream entfernt. Weitere Preiserhöhungen, Preissenkungen, Ergänzungen oder Streichungen in den Enterprise Agreement Preislisten wurden im Webinar nicht genannt.

2. Warum Unternehmen die von Microsoft bereitgestellte SMS- und Sprachauthentifizierung ablösen müssen

Microsoft stellt die Authentifizierung schrittweise auf phishingresistente Methoden um. Seit dem 1. September 2026 werden Passkeys für Benutzer, die bislang für SMS- oder Sprachauthentifizierung aktiviert sind, standardmäßig freigeschaltet. Diese Benutzer können bei der Anmeldung zur Registrierung eines Passkeys aufgefordert werden. Zum 1. Februar 2027 stellt Microsoft die eigene Telekommunikationszustellung für SMS und Sprachanrufe in Microsoft Entra ID ein.

Unternehmen sollten prüfen, welche Benutzer noch für SMS- oder Sprachauthentifizierung aktiviert sind und diese rechtzeitig auf phishingresistente Methoden wie Passkeys, Windows Hello for Business oder FIDO2 umstellen. Organisationen, die SMS oder Sprachanrufe aus geschäftlichen, regulatorischen oder technischen Gründen weiterhin benötigen, können dafür künftig einen kundenseitig verwalteten Telekommunikationsanbieter über den Microsoft Security Store einsetzen.

3. Das ändert sich bei Microsoft Purview Auto Labeling und Data Loss Prevention

Microsoft Purview soll Dateien und E-Mails automatisch erkennen, kennzeichnen und schützen, sobald sie sensible Inhalte enthalten. Beispiele sind personenbezogene Daten, Kreditkartennummern und vertrauliche Unternehmensinformationen. Die angekündigten Änderungen erweitern Datenquellen, Verarbeitungskapazität und Transparenz der Ergebnisse.

Nach Darstellung im Webinar sollen Funktionen für Data Loss Prevention und automatische Kennzeichnung auf weitere Datenquellen außerhalb von Microsoft 365 ausgeweitet werden. Als Beispiele wurden Google Workspace, ServiceNow und Amazon Web Services genannt. Der konkrete Funktionsumfang hängt vom jeweiligen Dienst und dessen Microsoft Purview Integration ab.

Die zugrunde liegende At Rest Protection ist keine neue Funktion. Neu ist ihre Erweiterung auf weitere Plattformen. Die Verarbeitung erfolgt über einen nutzungsbasierten Dienst. Unternehmen sollten deshalb neben den Schutzmöglichkeiten auch Verbrauch und Abrechnung überwachen.

Neue Berichte sollen erfolgreiche Kennzeichnungen, noch laufende Verarbeitungen und Fehler sichtbar machen. Dadurch lassen sich die Ergebnisse automatischer Kennzeichnungen besser nachvollziehen, Probleme schneller analysieren und Compliance-Berichte transparenter erstellen.

Nach Darstellung im Webinar umfasste Microsoft 365 Copilot zum Zeitpunkt der Aufzeichnung ein gemeinsames monatliches Kontingent von bis zu 25 Anfragen für Researcher und Analyst. Da Kontingente und Abrechnungsmodelle verändert werden können, sollte die aktuell verfügbare Nutzung vor einer Planung im Microsoft 365 Admin Center und in der Microsoft Dokumentation geprüft werden.

4. So unterscheiden sich Entra Agent ID und Agent 365

Entra Agent ID regelt die Identität eines KI-Agenten. Der Agent erhält eine Identität in Microsoft Entra. Agent 365 ergänzt die operative Kontrolle: Die IT kann nachvollziehen, was ein Agent tut, auf welche Daten er zugreift und wohin er Informationen sendet.

Im Webinar werden Audit-Protokollierung und eine Notbremse als zentrale Vorteile von Agent 365 beschrieben. Die Kontrolle soll eingreifen, wenn Daten in nicht vorgesehene Richtungen übertragen werden. Agent 365 wird benutzerbezogen lizenziert und ist außerdem in Microsoft 365 E7 enthalten. Welche Personen eine Agent 365 Lizenz benötigen, hängt vom jeweiligen Einsatzszenario und den genutzten Funktionen ab. Die konkrete Lizenzierung sollte anhand der aktuellen Microsoft Produktbedingungen geprüft werden.

Microsoft 365 Copilot enthält laut Webinar Researcher und Analyst Agenten mit zusammen bis zu 25 Anfragen pro Monat. Die Fragen können auf Researcher, Analyst oder beide verteilt werden. Das Webinar weist jedoch darauf hin, dass zum damaligen Informationsstand keine klare Microsoft Learn Datengrundlage für die Abrechnung oberhalb dieses Kontingents vorlag. 

5. Auf diese Weise lassen sich Copilot Credits und Agentenkosten kontrollieren

Administratoren können den Verbrauch nutzungsbasierter Microsoft Copilot Dienste im Cost Management des Microsoft 365 Admin Centers überwachen und über Spending Policies steuern. Für Copilot Studio und bestimmte Power Platform Szenarien stehen zusätzlich Verwaltungs- und Kapazitätsfunktionen im Power Platform Admin Center zur Verfügung.

Das Webinar beschreibt ein Kostenrisiko bei nahezu ausgeschöpften Message Packs. Ein Agent prüft beim Start nur, ob noch Credits vorhanden sind. Er weiß zu diesem Zeitpunkt nicht zwingend, wie viele Credits die Ausführung benötigen wird. Eine einzelne umfangreiche Ausführung kann deshalb zu Mehrverbrauch führen.

Im Webinar werden Message Packs anstelle einer ausschließlich nutzungsbasierten Abrechnung empfohlen, um unerwartete Kosten besser einzugrenzen. Dabei handelt es sich um eine Einordnung des Sprechers und nicht um eine allgemeine Microsoft Beschaffungsempfehlung. Unternehmen sollten die verfügbaren Abrechnungsmodelle anhand ihres Nutzungsszenarios und der aktuellen Microsoft Konditionen vergleichen.

6. Microsoft Teams Updates betreffen Administration, KI und Kommunikation

Microsoft verlagert die Verwaltung Android-basierter Teams Geräte aus dem Teams Admin Center in das Teams Rooms Pro Management Portal. Ziel ist eine zentrale Verwaltung verschiedener Gerätetypen. Dazu gehören Teams Rooms unter Windows und Android, Teams Telefone, Panels und SIP-Telefone. Die Gerätefunktionen ändern sich nicht, wohl aber die Verwaltungsprozesse.

Mit Meeting AI führt Microsoft eine Schaltfläche ein, über die berechtigte Organisatoren oder Referenten KI-Funktionen während einer laufenden Besprechung aktivieren oder deaktivieren können. Das ist relevant, wenn sich ein Gespräch unerwartet auf sensible Inhalte verlagert. Teilnehmende sollen zugleich erkennen können, ob KI-Funktionen aktiv sind.

Meeting AI ist eng mit Transkription verbunden. Die Entscheidung, wann eine Besprechung transkribiert oder mit KI verarbeitet wird, wird damit zu einer Governance- und Compliance-Frage. Unternehmen benötigen klare Regeln für Berechtigungen, sensible Inhalte und die Sichtbarkeit aktiver KI-Funktionen.

Der Interpreter Agent für Teams Rooms auf Android übersetzt gesprochene Sprache in Echtzeit. Im Webinar wird von sieben verfügbaren Sprachen mit steigender Tendenz gesprochen. Gleichzeitig waren die Microsoft Learn Seiten zum Präsentationszeitpunkt noch nicht vollständig aktualisiert. Android-Geräte wurden dort teilweise ausgeschlossen, und Lizenzvoraussetzungen waren nicht für alle Teams Rooms Szenarien eindeutig beschrieben.

Die Sprecher lesen die verfügbaren Informationen so, dass für den Raum selbst keine zusätzliche Microsoft 365 Copilot Lizenz nötig ist, sofern die Personen, die von der Interpreter-Funktion profitieren, eine Copilot Lizenz besitzen. Diese Interpretation ist ausdrücklich keine abschließende Lizenzbestätigung.

Microsoft Communicator ist eine Teams Anwendung für gezielte organisatorische Kommunikation. Anders als bei normalen Teams Nachrichten können Organisationen nachvollziehen, ob Mitteilungen angekommen und bestätigt worden sind. Mitteilungen lassen sich außerdem mit erforderlichen Aktionen verbinden. Mögliche Einsatzfelder sind Compliance-Hinweise, Sicherheitsinformationen, Schulungsankündigungen und operative Mitteilungen. Fragen zu Rollen, Lizenzierung, Reporting und Compliance waren laut Webinar noch offen.

7. Das müssen Unternehmen bei der Whiteboard-Migration beachten

Microsoft beendet die Nutzung alter Azure-basierter Whiteboards und wechselt auf OneDrive-basierte Whiteboards. Unternehmen mit Legacy Whiteboards müssen die geltenden Migrationsfristen prüfen. Nach dem Ende des Migrationszeitraums lassen sich verbliebene Altdaten nicht mehr übertragen und werden anschließend dauerhaft gelöscht.

Die eigenständige Whiteboard Anwendung wird eingestellt. Der künftige Zugriff erfolgt über Whiteboard im Web, Microsoft Teams und weitere unterstützte Microsoft 365 Zugänge. Neue Funktionen werden nur noch für OneDrive-basierte Whiteboards bereitgestellt. Genannte Vorteile sind Versionsverlauf, erweiterte Compliance-Möglichkeiten und bessere Governance-Funktionen.

Der konkrete Handlungsbedarf besteht aus drei Schritten: vorhandene Legacy Whiteboards identifizieren, die Migration fristgerecht abschließen und Anwender frühzeitig über die neuen Zugriffswege informieren.

8. Datenschutzfrage entsteht durch OpenAI als Subprozessor

OpenAI wurde am 23. Juni 2026 in die Microsoft Liste der Subprozessoren aufgenommen. OpenAI-betriebene Modelle stehen seit dem 9. Juli 2026 innerhalb bestimmter Microsoft Online Services zur Verfügung. Welche Modelle in einem Tenant verfügbar oder aktiviert sind, hängt vom jeweiligen Microsoft Dienst und den administrativen Einstellungen ab.

OpenAI-betriebene Modelle unterliegen laut Microsoft grundsätzlich den Microsoft Product Terms, dem Data Protection Addendum und Enterprise Data Protection, soweit keine abweichende Regelung dokumentiert ist. Sie sind derzeit jedoch von bestimmten länderbezogenen Verarbeitungszusagen ausgenommen. Unternehmen sollten daher prüfen, welche Modelle eingesetzt werden, welche Daten verarbeitet werden und welche dokumentierten Ausnahmen für ihr Nutzungsszenario gelten.

Falls die Nutzung OpenAI-betriebener Modelle noch nicht datenschutzrechtlich und organisatorisch bewertet wurde, sollten die zuständigen Fachbereiche die verfügbaren Einstellungen, Datenflüsse und dokumentierten Ausnahmen prüfen. Bis zum Abschluss dieser Bewertung können die betreffenden Modelle administrativ deaktiviert bleiben.

9. Das ändert sich bei SharePoint Storage

Die allgemeine Verfügbarkeit von Microsoft 365 SharePoint Storage wurde nach Darstellung im Webinar vom 1. September auf Ende November 2026 verschoben. Das Angebot stellt zusätzliche SharePoint Speicherkapazität über ein nutzungsbasiertes Abrechnungsmodell bereit. Das Modell stellt SharePoint Storage nutzungsbasiert über Azure bereit. Die genaue Produktbezeichnung sollte vor Veröffentlichung anhand der Präsentation oder aktueller Microsoft Unterlagen geprüft werden.

Office 365 Extra File Storage bleibt als weiteres Modell zur Erweiterung der SharePoint Speicherkapazität verfügbar. Abhängig vom Beschaffungsprogramm kann der Erwerb über Microsoft, einen Cloud Solution Provider oder einen Lizenzpartner erfolgen. Der Sprecher berichtet jedoch von Kunden im Enterprise Agreement Umfeld, bei denen Microsoft eine Umstellung auf das neue Modell empfohlen habe.

Im Webinar wurde für das betrachtete Speichermodell ein Preis von 0,20 US-Dollar pro Gigabyte und Monat genannt. Dieser Wert entspricht dem damaligen Präsentationsstand und sollte vor einer Beschaffung anhand der aktuellen Preislisten und des jeweiligen Vertragsprogramms geprüft werden. Das nutzungsbasierte Modell ermöglicht flexible Abrechnung. Eine vertraglich gebundene Storage Lizenz bietet dagegen planbare Kosten, ist aber an Vertragslaufzeiten gebunden. Genannt werden ein bis drei Jahre im Enterprise Agreement und ein Monat bis ein Jahr im Cloud Solution Provider Modell.

10. Diese Maßnahmen sollten Unternehmen jetzt priorisieren

Die Microsoft Änderungen betreffen Identität, Datenschutz, Compliance, Kostenkontrolle, Administration und Datenmigration. Unternehmen sollten kurzfristig die Nutzung von SMS- und Voice-MFA erfassen, Purview Verbrauch und Auto Labeling Kapazitäten bewerten, Agenten-Credits überwachen und Legacy Whiteboards identifizieren.

Für Teams und Copilot sind Governance-Entscheidungen erforderlich. Dazu gehören Regeln für Meeting AI und Transkription, die Bewertung der Interpreter-Lizenzierung, Berechtigungen für Communicator und die Kontrolle von Agentenzugriffen. Für OpenAI-betriebene Modelle sollten Unternehmen die Datenverarbeitung, die geltenden Microsoft Datenschutzbedingungen und mögliche Ausnahmen von länderbezogenen Verarbeitungszusagen bewerten. Nicht freigegebene Modelle sollten bis zum Abschluss der internen Prüfung deaktiviert bleiben.

Preis- und Lizenzangaben im Webinar bilden den Stand der Präsentation ab. Vor Beschaffung oder technischer Umsetzung sollten Product Terms, Microsoft Learn Dokumentation, Message Center Einträge und aktuelle Preislisten geprüft werden.

Was ändert sich bei SMS- und Sprachauthentifizierung?
Microsoft stellt die eigene Telekommunikationszustellung für SMS und Sprachanrufe in Microsoft Entra ID zum 1. Februar 2027 ein. Organisationen können stattdessen auf phishingresistente Methoden umsteigen oder bei begründetem Bedarf einen kundenseitig verwalteten Telekommunikationsanbieter einsetzen.

Wie stark steigt die Purview Auto Labeling Kapazität?
Die tägliche Kapazität steigt von 100.000 auf 500.000 Dateien pro Tenant.

Was ist der Unterschied zwischen Entra Agent ID und Agent 365?
Entra Agent ID gibt einem KI-Agenten eine Identität. Agent 365 kontrolliert Aktivitäten, Datenzugriffe und Datenübertragungen des Agenten.

Warum ist Meeting AI eine Governance-Frage?
Berechtigte Personen können KI-Funktionen während einer Besprechung steuern. Da Meeting AI mit Transkription verbunden ist, müssen Unternehmen sensible Inhalte, Berechtigungen und Transparenz regeln.

Was passiert mit Legacy Whiteboards?
Nach Ablauf des Migrationszeitraums können alte Whiteboards nicht mehr übertragen werden. Die Altdaten werden anschließend dauerhaft gelöscht.

Was ist bei OpenAI als Subprozessor zu prüfen?
Unternehmen sollten prüfen, welche OpenAI-betriebenen Modelle eingesetzt werden, welche Daten verarbeitet werden und welche dokumentierten Ausnahmen von länderbezogenen Verarbeitungszusagen gelten. Nicht freigegebene Modelle können administrativ deaktiviert werden.

Weitere Fragen?

Grundlage dieser Zusammenfassung sind die Aufzeichnung und Präsentation des jeweiligen Webinars sowie die zum Prüfzeitpunkt verfügbaren Microsoft Product Terms und Microsoft Learn Inhalte. Roadmap-, Lizenz-, Preis- und Verfügbarkeitsangaben können sich nach der Aufzeichnung geändert haben. Prüfen Sie vor einer Beschaffung oder technischen Umsetzung die aktuellen Microsoft Vertrags-, Produkt- und Preisinformationen.

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Agenda:

  • Änderungen MS Product Terms und Preislisten
  • Copilot Roadmap
  • GitHub Copilot Verrechnung
  • Sharepoint Storage
  • Purview DLP
  • M365 Umstellung Semi Annual Channel
  • EOL 2027

03. August 2026

Die Product Terms wurden vor allem sprachlich überarbeitet. Relevante Änderungen betreffen den erweiterten Customer Copyright Commitment, neue Datenschutzhinweise, Copilot-Lizenzvoraussetzungen sowie Regelungen zu Azure Services und Extended Security Updates. Mit Scout wurde ein Autopilot Agent für Windows und macOS vorgestellt, der Aufgaben selbstständig ausführen kann. Weitere Themen sind Teams Shared Space, neue Security- und Compliance-Funktionen, Screenshot-Schutz für PDF-Dateien sowie Sicherheits- und Governance-Konzepte für KI-Agenten in Microsoft Entra.

1. Diese Microsoft Product Terms ändern sich im August 2026

Die Änderungen in den Microsoft Produktnutzungsrechten werden im Webinar überwiegend als kleinere Anpassungen beschrieben. Häufig geht es um neue Formulierungen und Definitionen. Einzelne Punkte sind dennoch für Datenschutz, Sicherheit, Lizenzierung und den Umgang mit Microsoft Produkten relevant.

Das Customer Copyright Commitment beschreibt eine Verpflichtung von Microsoft gegenüber Endkunden im Umgang mit Ansprüchen Dritter. Diese Regelung war zuvor auf Azure OpenAI als Large Language Model beschränkt. Laut Webinar wurde sie auf alle Large Language Models ausgeweitet und gilt nicht mehr ausschließlich für Azure OpenAI.

Bei Web IQ weist das Webinar auf eine datenschutzrechtliche Besonderheit hin. Der Dienst ist demnach vom Data Protection Addendum ausgenommen. Bei der Nutzung können Daten außerhalb der geografischen Grenzen verarbeitet werden und möglicherweise in die USA gelangen. Unternehmen sollten diese Auswirkung vor der Nutzung bewerten.

Microsoft 365 Government G3 und G5 wurden als qualifizierende Grundlage für den Erwerb von Microsoft 365 Copilot ergänzt. Für Azure wurde die Formulierung zur Einstellung von Diensten präzisiert. Microsoft muss laut Webinar zwölf Monate im Voraus informieren, wenn Azure Services oder Teile ihrer Funktionalität eingestellt werden sollen.

Bei Microsoft Defender Experts wurden Produkte umbenannt. Das Webinar stellt klar, dass sich dadurch weder Services noch Nutzungsrechte ändern. Mehrere im Rohtranskript wiedergegebene Produktnamen sind akustisch uneindeutig und sollten vor Veröffentlichung mit der Präsentation abgeglichen werden.

2. Das ändert sich bei Microsoft Professional Services und Windows Server ESU

Für Professional Services gewährleistet Microsoft laut Webinar weiterhin eine Durchführung mit professioneller Sorgfalt und den erforderlichen Fähigkeiten. Darüber hinausgehende Gewährleistungen wurden eingeschränkt. Zugleich wurde deutlicher ergänzt, dass Kunden die Verantwortung für Folgen tragen, wenn sie Empfehlungen aus diesen Services umsetzen.

Bei Extended Security Updates für Windows Server wurde klargestellt, dass auch über Azure oder Azure Arc versorgte Server weiterhin Software Assurance oder eine entsprechende Subscription benötigen. Diese Voraussetzung gilt nach Darstellung im Webinar, wenn gekaufte ESU-Lizenzen genutzt werden sollen.

3. Diese Änderungen gibt es in den Microsoft Preislisten

Das Webinar nennt keine neuen SKUs oder umfangreichen strukturellen Änderungen. Für das Cloud Add-on 2SA von Microsoft EMS E5 wurde jedoch eine Preiserhöhung in allen vier Preisleveln festgestellt. Der Sprecher vermutet, dass kein Price Level Discount mehr gewährt wird.

Die Promotion für Microsoft 365 E5 Information Protection and Governance ist ausgelaufen. Die zugehörige SKU ist nicht mehr verfügbar und ein Neueinstieg in die Promotion ist laut Webinar nicht mehr möglich.

4. Das ist Microsoft Scout und so arbeitet der Autopilot Agent

Microsoft positioniert Scout im Webinar als ersten Autopilot Agent. Anders als ein klassischer Chatbot beantwortet Scout nicht nur Fragen, sondern kann eigenständig Aufgaben ausführen. Zum beschriebenen Zeitpunkt befand sich Scout im Frontier-Programm. Ein Termin für die allgemeine Verfügbarkeit war nicht veröffentlicht.

Microsoft Scout ist eine KI-Anwendung für Windows 11 und macOS 12 oder neuer. Sie kann Aktionen über lokale Dateien, Shell, Browser, Entwicklungstools und Microsoft 365 Daten ausführen. Der Zugriff unterliegt den von Benutzern und Administratoren erteilten Berechtigungen. Ein mögliches Szenario ist die Analyse mehrerer Excel-Dateien, die Zusammenfassung der Ergebnisse in PowerPoint und der anschließende Versand per E-Mail.

Der Benutzer beschreibt das gewünschte Ergebnis in natürlicher Sprache. Scout analysiert die Anforderungen, wählt Werkzeuge aus und führt die einzelnen Schritte nacheinander aus. Der Fortschritt wird angezeigt. Für sensible Aktionen wie den Versand von E-Mails, das Schreiben von Daten oder bestimmte Befehle fordert Scout vor der Ausführung eine Genehmigung an.

Administratoren und Benutzer können Berechtigungen granular festlegen. Sie bestimmen, auf welche Bereiche Scout zugreifen darf, welche Kommandos automatisch freigegeben sind und für welche Verzeichnisse eine ausdrückliche Zustimmung erforderlich ist. Scout kann nach Darstellung im Webinar über bereitgestellte Funktionen mit Microsoft 365 Anwendungen und lokalen Ressourcen interagieren. Der konkrete Funktionsumfang kann sich während der Preview verändern.

5. Diese Voraussetzungen gelten für Microsoft Scout

Scout war zum Zeitpunkt des Webinars ausschließlich als Preview im Microsoft Frontier-Programm verfügbar. Die Organisation muss für Frontier freigeschaltet sein und die Teilnahmebedingungen akzeptieren. Zusätzlich muss die IT den administrativen Zugriff auf Scout vorbereiten.

Die Attestation ist eine formelle Bestätigung der Organisation. Der Administrator bestätigt die Teilnahme am Frontier Preview Programm und akzeptiert die zugehörigen Preview-Nutzungsbedingungen. Ohne vollständig umgesetzte administrative Voraussetzungen können sich Anwender auch nach der Installation nicht anmelden.

Zum Zeitpunkt der Prüfung benötigten Benutzer ein Microsoft 365 Arbeits- oder Schulkonto, eine aktive Microsoft 365 Copilot Lizenz sowie eine GitHub Copilot Business oder Enterprise Lizenz. Zusätzlich musste die Organisation den administrativen Zugang zu Scout eingerichtet haben. Ein GitHub Copilot Abonnement allein reicht jedoch nicht aus. Unternehmen müssen zusätzlich den Frontier-Zugang und die administrativen Freigaben sicherstellen.

Die ausdrückliche Zustimmung ist relevant, weil Scout Daten unter Umständen außerhalb bestimmter Microsoft 365 Dienste verarbeitet und für KI-Inferenzpfade verwendet. Unternehmen sollten diese Datenverarbeitung vor der Aktivierung prüfen.

6. So werden Scout und GitHub AI Credits abgerechnet

Das Webinar ordnet die Scout-Nutzung GitHub AI Credits zu. Zum Zeitpunkt der Aufzeichnung war diese Zuordnung jedoch noch nicht eindeutig in der Microsoft Dokumentation bestätigt. Die aktuelle Abrechnung sollte deshalb vor einer Aktivierung anhand der Microsoft Scout Dokumentation und der administrativen Kosteninformationen geprüft werden. Die Sprecher weisen zugleich darauf hin, dass diese Information zum damaligen Zeitpunkt nicht in der Microsoft Dokumentation nachvollziehbar war. Die Angabe sollte vor einer Veröffentlichung oder Beschaffungsentscheidung geprüft werden.

GitHub hatte laut Webinar zum 1. Juli 2026 auf ein nutzungsbasiertes Pay-as-you-go-Modell umgestellt. GitHub Copilot Business und Enterprise enthalten weiterhin monatliche Credit-Kontingente. Im Webinar wurden konkrete monatliche Credit-Kontingente für GitHub Copilot Business und Enterprise sowie ein nutzungsbasierter Preis für zusätzliche Credits genannt. Da GitHub das Abrechnungsmodell 2026 mehrfach angepasst hat, sollten aktuelle Kontingente und Preise direkt in der jeweils gültigen GitHub Preis- und Abrechnungsdokumentation geprüft werden.

Die Credits werden organisationsweit gepoolt. Nicht genutzte Kapazitäten einzelner Benutzer können dadurch von anderen Anwendern verwendet werden. Administratoren erhalten Budget- und Kostenkontrollen. Da autonome Agenten mehr KI-Anfragen als eine klassische Chat-Nutzung erzeugen können, empfiehlt das Webinar eine regelmäßige Kontrolle des Verbrauchs.

7. Das ist beim Teams Shared Space Lizenzmodell zu beachten

Microsoft hatte eine automatische Provisionierung von Teams Shared Space Lizenzen im Verhältnis drei zu eins angekündigt. Kunden berichteten laut Webinar jedoch, dass diese Bereitstellung nicht zuverlässig funktionierte.

Die zugehörige Null-Euro-SKU wurde aus den Enterprise Agreement Preislisten entfernt, blieb aber in den Cloud Solution Provider Preislisten vorhanden. Wenn erwartete Lizenzen nicht bereitgestellt wurden, nennt das Webinar den Microsoft Support als Eskalationsweg. Betroffene Unternehmen sollten ihre vorhandenen Lizenzzuweisungen prüfen.

8. Darum erscheinen neue Microsoft 365 Funktionen nicht in jedem Tenant

Microsoft hatte neue Security-, Management- und Compliance-Funktionen für Juni und Juli angekündigt. Nach der im Webinar wiedergegebenen Microsoft Aussage sollte das Rollout bis Ende August abgeschlossen sein. In der Praxis bestanden jedoch Unterschiede zwischen Tenants. Einige Kunden sahen neue Dienste vollständig, andere nur teilweise oder noch gar nicht.

Die Bezeichnungen neuer Servicepläne waren nicht immer konsistent. Dadurch ließ sich schwer überprüfen, ob bestimmte Funktionen bereits bereitgestellt wurden. Einen ersten Hinweis geben die Lizenzverwaltung und die Benutzerlizenzzuweisungen im Microsoft 365 Admin Center.

Ein fehlendes Feature bedeutet nicht automatisch, dass eine Lizenz fehlt. Als mögliche Ursache nennt das Webinar eine verzögerte oder fehlerhafte Provisionierung. Wenn Funktionen auch nach längerer Zeit nicht erscheinen, wird die Kontaktaufnahme mit dem Microsoft Support empfohlen.

9. So schützen Sensitivity Labels PDF-Dateien in Microsoft Edge

Microsoft erweitert die Durchsetzung von Sensitivity Labels auf PDF-Dateien, die über OneDrive oder SharePoint im Microsoft Edge Browser geöffnet werden. Die Änderung adressiert eine Schutzlücke, weil mit Microsoft Purview Information Protection geschützte PDFs im Browser zuvor nicht denselben Schutzumfang wie in einer Desktop-Anwendung erhielten.

Für entsprechend geschützte PDF-Dateien kann Microsoft Edge die Erstellung von Bildschirmaufnahmen einschränken, wenn die Datei im Webviewer von OneDrive oder SharePoint geöffnet wird. Voraussetzung sind geeignete Sensitivity-Label- und Berechtigungseinstellungen. Die tatsächliche Durchsetzung hängt vom unterstützten Browser, dem Rollout-Status und der Konfiguration ab. Voraussetzung ist ein Sensitivity Label ohne Extract- oder Copy-Berechtigung.

Die Durchsetzung galt laut Webinar ausschließlich für Microsoft Edge auf Desktop-Geräten. Google Chrome, Mozilla Firefox und mobile Anwendungen wurden nicht unterstützt. Für Unternehmen, die Sensitivity Labels und Microsoft Purview Information Protection produktiv einsetzen, entsteht dadurch ein zusätzliches Schutzniveau ohne veränderte Arbeitsweise.

Die allgemeine Verfügbarkeit war für August 2026 angekündigt. Das Webinar weist darauf hin, dass sich dieser Zeitplan noch ändern konnte.

10. Entra Agent ID und KI-Agenten mit eigenen Identitäten

Entra Agent ID gibt KI-Agenten eine eigene Identitätskategorie. Die Lösung war laut Webinar seit Mai 2026 allgemein verfügbar. Microsoft begründet diesen Ansatz damit, dass autonome Agenten Entscheidungen treffen, selbstständig arbeiten, Werkzeuge nutzen und mit mehreren Systemen interagieren.

Klassische Benutzerkonten, Service Principals und Managed Identities werden im Webinar als bisherige Ansätze für automatisierte Systeme genannt. Microsoft betrachtet diese Modelle für moderne KI-Agenten nicht mehr als ausreichend und entwickelt deshalb eine eigene Identitätsarchitektur.

Der Agent Identity Blueprint definiert Richtlinien, Anmeldeinformationen und Governance-Einstellungen. Der Agent Identity Blueprint bündelt Richtlinien, Anmeldeinformationen und Governance-Einstellungen für einen Agenten. Die konkrete Laufzeitidentität wird als Agent Identity geführt. Die genaue Objektbezeichnung sollte anhand der aktuellen Microsoft Entra Agent ID Dokumentation geprüft werden. Die konkrete Laufzeitidentität ist die Agent Identity. Ein optionales Agent User Account wird benötigt, wenn ein System ausdrücklich ein Benutzerobjekt voraussetzt, etwa für den Zugriff auf Postfächer.

11. So funktionieren Governance und Sicherheit für KI-Agenten

Microsoft erweitert bestehende Governance-Funktionen auf KI-Agenten. Genannt werden Agent Owners, Agent Sponsors, Lifecycle Workflows, Access Packages und Genehmigungsprozesse. Ein Owner kann für die technische Verwaltung zuständig sein, während ein Sponsor die geschäftliche Verantwortung übernimmt.

Diese Trennung soll verwaiste Agenten vermeiden. Orphaned Agents sind Agenten, die technisch noch existieren, für die aber niemand mehr Verantwortung übernimmt.

Für die Sicherheit nennt das Webinar Conditional Access, risikobasierte Zugriffskontrollen, Identity Protection, Governance sowie erweiterte Auditierungs- und Protokollierungsmöglichkeiten. KI-Agenten sollen als vollwertige Security Principals innerhalb einer Zero-Trust-Architektur behandelt werden.

Die zentrale Aussage lautet: Ein intern betriebener KI-Agent ist nicht automatisch vertrauenswürdig. Er muss Sicherheits-, Compliance- und Governance-Anforderungen erfüllen, die auch für menschliche Benutzer gelten. Agent 365 wird im Webinar als zentrale Verwaltungs- und Kontrollplattform für die Agentenwelt eingeordnet.

12. Diese Maßnahmen sollten Unternehmen jetzt priorisieren

Unternehmen sollten Änderungen an Product Terms und Preislisten gegen ihre Verträge und Einsatzszenarien prüfen. Besondere Aufmerksamkeit benötigen Web IQ, Professional Services, Windows Server ESU, EMS E5 Preisänderungen und das Ende der Microsoft 365 E5 Information Protection and Governance Promotion.

Vor dem Einsatz von Scout sollten Frontier-Zugang, Intune Policy, Attestation, GitHub Copilot Voraussetzung, Datenverarbeitung und Kostenkontrolle geklärt werden. Die im Webinar genannten Credit-Kontingente und Preise bilden den damaligen Informationsstand ab und sollten mit aktueller Microsoft und GitHub Dokumentation abgeglichen werden.

Bei Teams Shared Space und neuen Microsoft 365 Serviceplänen sollten Lizenzzuweisungen und Provisionierung kontrolliert werden. Für Sensitivity Labels ist zu prüfen, ob die erforderlichen Berechtigungen und Microsoft Edge auf Desktop-Geräten eingesetzt werden.

Für eine wachsende Agentenlandschaft sollten Organisationen frühzeitig Verantwortlichkeiten, Lebenszyklus, Zugriffsrichtlinien, Auditierung und Zero-Trust-Kontrollen definieren. Entra Agent ID und Agent 365 werden im Webinar als zentrale Bausteine dieser Governance eingeordnet.

Was ist Microsoft Scout?
Scout ist ein im Webinar vorgestellter Autopilot Agent für Windows und macOS, der Aufgaben in natürlicher Sprache entgegennimmt und Arbeitsschritte selbst ausführt.

Ist Microsoft Scout allgemein verfügbar?
Nein. Zum Zeitpunkt des Webinars war Scout nur im Frontier-Programm verfügbar. Ein Termin für die allgemeine Verfügbarkeit war nicht veröffentlicht.

Welche Freigaben benötigt Scout?
Die Organisation benötigt Frontier-Zugang, eine bereitgestellte Intune Policy und eine administrative Attestation. Das Webinar nennt zusätzlich GitHub Copilot als Voraussetzung für Benutzer.

Wie wird Microsoft Scout abgerechnet?
 Das endgültige Abrechnungsmodell war zum Zeitpunkt des Webinars noch nicht abschließend dokumentiert. Unternehmen sollten die aktuellen Microsoft Scout Informationen und die Kostenanzeige im Microsoft 365 Admin Center prüfen.

Warum fehlen neue Microsoft 365 Funktionen in einzelnen Tenants?
Das Webinar nennt Unterschiede beim Rollout sowie verzögerte oder fehlerhafte Provisionierung als mögliche Ursachen. Ein fehlendes Feature bedeutet nicht automatisch eine fehlende Lizenz.

Wann verhindert Microsoft Edge Screenshots geschützter PDFs?
Der Schutz greift bei bestimmten PDF-Dateien aus OneDrive oder SharePoint, wenn ein Sensitivity Label keine Extract- oder Copy-Berechtigung gewährt.

Was ist Entra Agent ID?
Entra Agent ID ist eine eigene Identitätsarchitektur für KI-Agenten. Sie unterstützt Richtlinien, Anmeldeinformationen, Governance, Protokollierung und Zugriffskontrollen.

Wie verhindert Microsoft verwaiste KI-Agenten?
Agent Owners und Agent Sponsors trennen technische und geschäftliche Verantwortung. Lifecycle Workflows und Genehmigungsprozesse unterstützen die laufende Governance.

Weitere Fragen?

Grundlage dieser Zusammenfassung sind die Aufzeichnung und Präsentation des jeweiligen Webinars sowie die zum Prüfzeitpunkt verfügbaren Microsoft Product Terms und Microsoft Learn Inhalte. Roadmap-, Lizenz-, Preis- und Verfügbarkeitsangaben können sich nach der Aufzeichnung geändert haben. Prüfen Sie vor einer Beschaffung oder technischen Umsetzung die aktuellen Microsoft Vertrags-, Produkt- und Preisinformationen.

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Agenda

  • Product Terms & Microsoft Update
  • Microsoft Scout
  • Überblick Microsoft AI Agents
  • Teams Shared Space Single Provisionierung
  • M365 Feature Rollout Juni/Juli 2026
  • Sensitivity Labels: OneDrive & SharePoint Web PDF Viewer
  • Microsoft Entra Agent ID & Agent 365

06. Juli 2026

Microsoft hat Abrechnungsregeln für Consumption Services präzisiert, Azure Local und AWS-Nutzungsrechte angepasst sowie AI Builder Capacity Packs abgekündigt. Die Juli-Preislisten enthalten sowohl Preissteigerungen als auch Preissenkungen. Copilot Cowork automatisiert mehrstufige Aufgaben über Microsoft 365 hinweg, verursacht jedoch zusätzliche nutzungsabhängige Kosten und erfordert daher ein aktives Kostenmanagement. Weitere Neuerungen betreffen DLP-Funktionen, Work IQ, Power Platform Backups, das Engage Center und Hotpatching für Windows Server 2022.

1. Diese Product Terms ändern sich im Juli 2026

Die Universal License Terms für Online Services wurden um Regeln für Consumption Services ergänzt. Microsoft beschreibt Consumption Rates als eigene verbrauchsabhängige Dienste. Die Bezahlung kann über Vorauszahlungen, reservierte Pakete oder Pay-as-you-go-Subscriptions erfolgen.

Wenn auf Basis einer Microsoft 365 Copilot Lizenz zusätzliche Cowork Verbräuche entstehen, beendet die Deaktivierung der Basislizenz nicht die Zahlungspflicht für bereits angefallene Nutzungsgebühren. Unternehmen müssen deshalb Basislizenz und Verbrauchsabrechnung getrennt betrachten.

Für Azure Local wurden die Nutzungsrechte ergänzt und das bisherige Trade Regional Compliance Addendum allgemeiner als Compliance with Trade Laws gefasst. Das Webinar ordnet Azure Local weiterhin als Fortführung von Azure Stack HCI ein.

Das AI Builder Capacity Pack konnte nicht mehr bestellt werden und wurde aus den Product Terms entfernt. Als Nachfolger werden AI Credits genannt, die über vorpaketierte Angebote, Pay-as-you-go oder Pre-Purchase Services beschafft werden können.

Für AWS Workspace Nutzung wurde die Microsoft 365 Unattended License in mehreren Programmen ergänzt. Neben Microsoft 365 Editionen können laut Webinar auch bestimmte Additional Client Applications im Rahmen der Nutzungsrechte auf AWS betrieben werden.

2. So verändern sich die Microsoft Preislisten im Juli 2026

Die Juli-Preislisten enthalten Preissteigerungen und Preisreduzierungen. Nach der im Webinar genannten Auswertung waren rund 14 Prozent von ungefähr 9.000 Artikeln betroffen. Die größten Änderungen lagen bei Microsoft 365, gefolgt von Office 365.

Enterprise Agreement Kunden ohne fixierten Customer Price sollten für ihre Budgetplanung eine aktuelle Offerte anfordern. Zusätzlich wurde ein Promo-Artikel mit Nullwert aufgenommen.

Teams Shared Space Single wurde kurz nach seiner Aufnahme wieder aus der Preisliste entfernt. Zum Zeitpunkt des Webinars war offen, ob dies beabsichtigt oder ein Fehler war. Clipchamp erhielt bei den Standard- und Premium-Editionen zusätzlich die Bezeichnung Editor.

3. Das ist Copilot Cowork und wofür wird es eingesetzt

Copilot Cowork führt mehrstufige Aufgaben aus und wird im Webinar als Weiterentwicklung von Copilot Chat eingeordnet. Die Funktion kann parallel mit E-Mails, Excel, PowerPoint, Internetquellen und SharePoint arbeiten, Tabellen erstellen, Antworten zusammenführen und Präsentationen erzeugen.

Copilot Cowork ist seit dem 16. Juni 2026 allgemein verfügbar. Zusätzlich zur Microsoft 365 Copilot Lizenz führte Microsoft eine nutzungsbasierte Abrechnung ein. Kunden mit bereits aktiviertem Cowork mussten Cost Management einrichten und eine Billing-Methode auswählen.

Nach Darstellung im Webinar war Cowork zum Zeitpunkt der Aufzeichnung im Europäischen Wirtschaftsraum standardmäßig deaktiviert und musste administrativ aktiviert werden. Unternehmen sollten vor der Aktivierung die aktuellen Datenschutz-, Modell- und Administratoreinstellungen prüfen. Diese Bewertung sollte vor der Aktivierung erfolgen.

4. So werden Copilot Cowork und Copilot Credits abgerechnet

Als Bezahlmodelle nennt das Webinar vorpaketierte Copilot Studio Message Packs, einen Azure Pre-Purchase Plan und eine Pay-as-you-go-Subscription. Im Webinar wurden ein vorpaketiertes Credit-Angebot und mögliche Rabatte bei vorausbezahlten Kontingenten beschrieben. Preise, Paketgrößen und Rabatte entsprechen dem damaligen Präsentationsstand und sollten vor einer Beschaffung anhand der aktuellen Microsoft Konditionen geprüft werden.

Nicht jede Anfrage verbraucht genau einen Credit. Der Verbrauch hängt von der Komplexität der Aufgabe ab. Microsoft 365 Copilot bildet die benutzerbezogene Lizenzbasis, während zusätzliche Cowork Nutzung über Credits abgerechnet wird.

Microsoft stellt laut Webinar einen Copilot Credit Estimator und ein Planning Model bereit. Preis- und Mengenangaben bilden den damaligen Präsentationsstand ab und sollten vor einer Beschaffungsentscheidung geprüft werden.

5. Auf diese Weise sollten Unternehmen den Credit-Verbrauch steuern

Das Cost Management im Microsoft 365 Admin Center dient zur Überwachung und Steuerung nutzungsbasierter Microsoft Copilot Dienste. Dazu zählen aktuell unter anderem Cowork, mit Cowork erstellte Anwendungen und die Work IQ API. Unternehmen sollten Spending Policies, Budgets und harte Obergrenzen für Tenants oder Benutzergruppen festlegen.

Das Webinar empfiehlt Benachrichtigungen bei 50, 80 und 100 Prozent des definierten Limits. Zum damaligen Zeitpunkt war die Steuerung sicherheitsgruppenbasiert. Eine Konfiguration bis auf einzelne Benutzer wurde angekündigt.

Der Credit-Verbrauch kann zwischen Benutzern stark variieren. Deshalb müssen Organisationen Nutzung, Kosten und Budgets regelmäßig überwachen, nachkalkulieren und bei Bedarf anpassen.

6. Zusätzliche Credits bei Copilot Studio Agents

Copilot Studio Agents werden grundsätzlich ebenfalls über Copilot Credits verrechnet. Eine Microsoft 365 Copilot Lizenz deckt laut Webinar einen großen Teil der internen Nutzung durch entsprechend lizenzierte Anwender ab.

Zusätzliche Credits können in speziellen Nutzungsszenarien anfallen. Dazu gehören Anwender ohne Microsoft 365 Copilot Lizenz sowie extern bereitgestellte Agents auf Webseiten oder in Messenger-Diensten. Diese Szenarien benötigen technische Konfiguration, Kostenplanung und Governance.

7. Das ändert sich bei der Work IQ API 

Die Work IQ API ermöglicht Agenten und KI-Anwendungen einen berechtigungsabhängigen Zugriff auf organisatorische Daten und Kontext aus Microsoft 365. Unterstützt werden unter anderem A2A, Model Context Protocol und REST. Berechtigungen sowie bestehende Compliance- und Governance-Vorgaben werden dabei berücksichtigt. Sie kann in Copilot Studio Agents eingebunden werden.

Die Nutzung der Work IQ API wird unabhängig von einer Microsoft 365 Copilot Benutzerlizenz verbrauchsabhängig abgerechnet. Verbrauch und Kosten können im Microsoft 365 Admin Center überwacht und über Spending Policies gesteuert werden.

Unternehmen mit bereits eingesetzten Agents sollten prüfen, ob Work IQ API Aufrufe korrekt eingerichtet, budgetiert und begrenzt sind. Eine zuvor kostenfrei genutzte Integration kann dadurch finanzielle Auswirkungen haben.

8. Das sind Purview DLP Remediation Messages

Remediation Messages sind automatisierte Korrekturhinweise im Umfeld von Microsoft Purview Data Loss Prevention. Sie gehören laut Webinar zum Data Security Triage Agent. Die allgemeine Verfügbarkeit war für Dezember 2026 angekündigt.

Wenn der Triage Agent einen DLP-Verstoß erkennt, kann der betroffene Benutzer eine Teams Nachricht erhalten. Sie fordert dazu auf, eine problematische Änderung zurückzunehmen oder zu korrigieren. Zusätzlich lassen sich Erinnerungen konfigurieren.

Die Funktion greift nur bei DLP-Warnungen mit dem Status Needs Attention und unterstützte zunächst SharePoint Online und OneDrive. Sie ist ein Opt-in-Feature und muss von Administratoren aktiv eingeschaltet werden.

Für E5- und E7-Kunden mit Security Copilot werden Security Compute Units genannt. Diese Einheiten sind keine Copilot Credits. Für Kunden ohne entsprechende Lizenzbasis oder mit Mehrbedarf ist laut Webinar eine Azure Subscription für die Abrechnung erforderlich.

9. So funktioniert der neue Ticketprozess im Microsoft Engage Center

Das Webinar beschreibt Synchronisationsprobleme bei Visual Studio Keys sowie Keys und ISO-Dateien für Windows Server 2025. Im Microsoft Engage Center wurde die Oberfläche zur Ticketerstellung geändert.

Zunächst werden Produkttyp und Problemuntertyp ausgewählt. Wenn der Vorgang als kostenloser Microsoft Dienst erkannt wird, lässt sich ein Ticket ohne Supportplan erstellen. Anschließend werden Betreff und Beschreibung ergänzt und „Professional No Charge“ ausgewählt.

Laut Webinar wurden benötigte Keys im Regelfall innerhalb von ungefähr 24 Stunden im Admin Center oder Business Center bereitgestellt. Die Vertrags- oder Einkaufskontonummer sollte im Freitext angegeben werden.

10. So ändern sich Power Platform Backups

Im Power Platform Admin Center werden Sicherungen von Geschäftsdaten, Apps und Konfigurationen verwaltet, etwa für Dynamics, Power Apps und Power Automate Flows. System- und manuelle Backups werden standardmäßig sieben Tage aufbewahrt. Für produktive Managed Environments kann die Aufbewahrungsdauer über das Power Platform Admin Center oder PowerShell auf bis zu 28 Tage verlängert werden. Für andere Umgebungstypen gelten teilweise abweichende Backup- und Wiederherstellungsoptionen.

Unternehmen sollten prüfen, ob sieben Tage für ihre Wiederherstellungsanforderungen ausreichen. Falls nicht, müssen sie Managed Environments, Exporte oder zusätzliche eigene Sicherungen in ihre Backup-Strategie einbeziehen.

11. Das ändert sich beim Hotpatching von Windows Server 2022

Hotpatching für Windows Server 2022 wird weiterhin für definierte Editionen, Images und Bereitstellungsszenarien unterstützt. Dazu gehören bestimmte Windows Server 2022 Datacenter Azure Edition Konfigurationen in Azure und Azure Local. Unternehmen sollten ihre konkrete Plattform und SKU vor der Planung gegen die aktuelle Microsoft Hotpatch-Dokumentation prüfen.

Der allgemeine Support für Windows Server 2022 läuft gemäß Microsoft Product Lifecycle weiter. Die Verlängerung des Hotpatchings soll Cloud-Szenarien unterstützen und Ausfallzeiten reduzieren.

12. Diese Maßnahmen sollten Unternehmen jetzt priorisieren

Unternehmen sollten Verbrauchsdienste und Basislizenzen getrennt kontrollieren, aktuelle Preise für Budgetplanungen einholen und die Abkündigung von AI Builder Capacity Packs berücksichtigen.

Vor der Aktivierung von Copilot Cowork sind Datenschutz, Billing, Spending Policies, harte Limits und Benachrichtigungen zu klären. Bestehende Copilot Studio Agents sollten außerdem auf kostenpflichtige Work IQ API Aufrufe geprüft werden.

Für Purview Remediation Messages müssen Lizenzbasis, Security Compute Units, Azure Billing und der Opt-in geplant werden. Bei Power Platform Umgebungen ist die Backup-Strategie wegen der Verkürzung auf sieben Tage neu zu bewerten.

Bei Windows Server 2022 sollten Organisationen prüfen, ob Hotpatching benötigt wird und ob Azure oder Azure Arc Szenarien relevant sind. Alle Lizenz-, Preis- und Zeitangaben sollten vor Umsetzung mit der aktuellen Microsoft Dokumentation abgeglichen werden.
Was ist Copilot Cowork?
Copilot Cowork ist eine Microsoft 365 Copilot Funktion für mehrstufige Aufgaben über mehrere Anwendungen und Datenquellen.

Ist Copilot Cowork in Europa automatisch aktiv?
Nein. Laut Webinar war Cowork im Europäischen Wirtschaftsraum standardmäßig deaktiviert und musste von der IT aktiviert werden.

Wie wird Cowork bezahlt?
Zusätzlich zur Microsoft 365 Copilot Lizenz wird der Verbrauch über Copilot Credits abgerechnet.

Warum sind Spending Policies wichtig?
Komplexe Aufgaben können unterschiedlich viele Credits verbrauchen. Limits und Benachrichtigungen reduzieren das Risiko ungeplanter Kosten.

Was ist die Work IQ API?
Die Work IQ API stellt Agenten und KI-Anwendungen berechtigungsabhängigen Kontext aus Microsoft 365 über A2A, MCP und REST bereit. Ihre Nutzung wird verbrauchsabhängig abgerechnet.

Was machen Purview Remediation Messages?
Sie senden Benutzern bei bestimmten DLP-Verstößen eine Teams Nachricht mit einer Aufforderung zur Korrektur.

Wie lange werden Power Platform Backups standardmäßig aufbewahrt?
System- und manuelle Backups werden standardmäßig sieben Tage aufbewahrt. Für produktive Managed Environments kann die Aufbewahrung auf bis zu 28 Tage verlängert werden.

Welche Windows Server 2022 Systeme unterstützen Hotpatching?
Hotpatching wird für bestimmte Windows Server 2022 Datacenter Azure Edition Images und definierte Bereitstellungsszenarien unterstützt. Die Kompatibilität sollte anhand der aktuellen Microsoft Produktdokumentation geprüft werden.

Weitere Fragen?

Grundlage dieser Zusammenfassung sind die Aufzeichnung und Präsentation des jeweiligen Webinars sowie die zum Prüfzeitpunkt verfügbaren Microsoft Product Terms und Microsoft Learn Inhalte. Roadmap-, Lizenz-, Preis- und Verfügbarkeitsangaben können sich nach der Aufzeichnung geändert haben. Prüfen Sie vor einer Beschaffung oder technischen Umsetzung die aktuellen Microsoft Vertrags-, Produkt- und Preisinformationen.

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Agenda

  • Product Terms & Preislisten Update
  • Copilot News/ Cowork
  • Monitoring Copilot/ AI builder Credits
  • Work IQ API
  • Purview DLP
  • Microsoft Engage Center Umstellung & Visual Studio
  • Power Platform Backup
  • Windows Server 2022 News

01. Juni 2026

Von Mai auf Juni gab es keine Preisänderungen. Gleichzeitig wurden mehrere SharePoint- und OneDrive-Stand-alone-Angebote eingestellt oder nicht mehr verlängerbar, während neue OneDrive-Kapazitäten und Windows 365-Optionen hinzukamen. Das Data Protection Addendum verkürzt nach Darstellung des Webinars die Vorankündigung für bestimmte neue Subprozessoren, die KI-Funktionen unterstützen, auf 30 Tage und erhöht damit die Anforderungen an Datenschutz- und Governance-Prozesse. Weitere Themen sind SharePoint Storage, das Ende des Office Online Server Ende 2026, Microsoft 365-Preisanpassungen sowie Unterschiede zwischen EA-, MCA- und CSP-Verträgen.

1. Diese Änderungen gibt es in den Microsoft Preislisten im Juni 2026

Nach Darstellung des Webinars gab es von Mai zu Juni keine Preisänderungen. Es wurden jedoch Artikel ergänzt und entfernt. Die Auswertung bezog sich auf Enterprise Agreement Preislisten und alle Preislevel von A bis D.

Nach Darstellung im Webinar waren SharePoint Online Plan 1 und Plan 2 sowie OneDrive for Business Plan 1 und Plan 2 für bestimmte Beschaffungsprogramme nicht mehr neu erhältlich beziehungsweise nach Ablauf bestehender Laufzeiten nicht mehr verlängerbar. Die Auswirkungen hängen vom jeweiligen Vertrags- und Beschaffungsprogramm ab. Microsoft lenkt Kunden damit stärker zu paketierten Angeboten in Office 365 und Microsoft 365.

Enterprise Agreement Kunden haben laut Webinar Bestandsschutz für ihre Vertragslaufzeit. In anderen Beschaffungsprogrammen wie MPSA oder CSP können bestehende Artikel bis zum Laufzeitende genutzt, danach aber nicht erneuert werden.

Neu hinzugekommen sind zusätzliche OneDrive Speicherkapazitäten in Terabyte-Schritten sowie zwei weitere Kapazitäten für Windows 365 Enterprise und Frontline. Für Juli waren Preisanpassungen bei Microsoft 365 Plänen im E- und F-Bereich angekündigt.

2. Das ändert sich im Microsoft Data Protection Addendum

Das Data Protection Addendum ist laut Webinar Bestandteil der Microsoft Beschaffungsprogramme. Am 22. Mai wurde eine neue Fassung veröffentlicht. Ein Schwerpunkt der Änderungen betrifft Benachrichtigung und Kontrolle von Auftragsverarbeitern beziehungsweise Subprozessoren.

Für Änderungen bei Subprozessoren, die KI-Funktionen unterstützen, wurde die Vorankündigungsfrist nach Darstellung des Webinars auf 30 Tage verkürzt. Gleichzeitig sieht die Regelung ein nachgelagertes Deaktivierungsrecht von mindestens sechs Monaten nach der Bekanntgabe vor.

Unternehmen sollten prüfen, ob ihre Datenschutz- und Governance-Prozesse eine Bewertung neuer KI-bezogener Subprozessoren innerhalb der 30-tägigen Vorankündigungsfrist ermöglichen. Die Liste der Subprozessoren im Service Trust Portal sollte regelmäßig kontrolliert werden. Das Webinar nennt zum damaligen Zeitpunkt drei gelistete KI-Subprozessoren.

3. So verändert Microsoft das SharePoint Storage Modell

Der SharePoint Extra File Storage war zum Zeitpunkt des Webinars nicht offiziell abgekündigt. Das Dokument stellt klar, dass eine frühere Aussage hierzu lediglich als Hinweis gemeint war und keine bestätigte Microsoft Ankündigung darstellte.

Die Speicherlogik entwickelt sich laut Webinar stärker in Richtung Azure. Passiver Speicher wird mit Microsoft 365 Archive verbunden, während aktiver Speicher in ein nutzungsbasiertes Modell überführt werden soll. Microsoft entwickelt seine Speicherangebote unter anderem mit Microsoft 365 SharePoint Storage und Microsoft 365 Archive stärker in Richtung nutzungsbasierter Abrechnung und bewusster Datentrennung zwischen aktivem Speicher und Archivierung.

Offizielle Preise für das neue SharePoint Storage Modell waren zum damaligen Zeitpunkt noch nicht veröffentlicht. Gleichzeitig sollte ein Tiering-Modell Kunden dazu bewegen, aktive und passive Daten bewusster zu verwalten und die Datenbasis für Copilot zu verbessern.

4. Das bedeutet das Supportende des Office Online Server

Der Support für Office Online Server endet mit Ablauf des 31. Dezember 2026. Microsoft führt den 1. Januar 2027 als Retirement Date. Extended Security Updates waren zu diesem Zeitpunkt weder angekündigt noch ausdrücklich ausgeschlossen.

Das Webinar empfiehlt, nicht mit einer ESU-Verlängerung zu planen und rechtzeitig alternative Zielbilder zu bewerten. Genannt werden Microsoft 365, Office 365 oder eine dauerhafte Office Bereitstellung mit eingeschränkten Vorschaufunktionen in SharePoint.

Microsoft verfolgt nach Einordnung des Webinars ein browserbasiertes Zielbild. Dies stärkt die Cloud-First-Strategie, reduziert den Patchaufwand für lokale Office Online Server und unterstützt automatische Updates sowie Zero Trust.

5. Microsoft 365 Preisänderungen zum 1. Juli

Die angekündigten Preisänderungen werden laut Webinar zum 1. Juli wirksam. Unternehmen sollten prüfen, ob bisher separat gebuchte Add-ons durch neue Funktionen in Microsoft 365 oder Office 365 Paketen entfallen können.

Der größte prozentuale und absolute Einfluss wurde im Webinar für Frontline Worker Angebote erwartet. Als mögliche Maßnahmen werden längerfristige Preisbindungen im Enterprise Agreement oder eine einjährige Absicherung im CSP genannt.

Die zusätzlichen Funktionen sollten nicht vollständig bis zum 1. Juli bereitstehen. Der Rollout war tenantabhängig und in Wellen zwischen Mitte Juni und 1. August angekündigt. Unternehmen sollten Paketierung, Servicepläne und Stand-alone-Lizenzen während dieser Phase kontrollieren.

6. Darum baut Microsoft Pay-as-you-go Modelle aus

Das Webinar beschreibt einen verstärkten Microsoft Fokus auf Pay-as-you-go und Azure Consumption. Als strategische Richtung wird ein Modell pro Benutzer und pro Agent genannt.

GitHub Copilot wird als aktuelles Beispiel für nutzungsbasierte Abrechnung angeführt. Für den 1. November wird im Webinar die Umstellung von AI Builder Credits auf Copilot Credits genannt. Für das Microsoft Fiskaljahr 2027 wurden nach damaligem Informationsstand zusätzliche Agent-SKUs erwartet.

Mit wachsender nutzungsbasierter Abrechnung wird FinOps wichtiger. Unternehmen müssen Verbrauch überwachen, Kosten begrenzen und Budgets planbar halten. 

7. Das bedeutet Software Assurance im Microsoft Customer Agreement und CSP

Software Assurance wurde laut Webinar zum 1. Mai in die Product Terms für Microsoft Customer Agreement beziehungsweise CSP aufgenommen. Damit wurde zunächst ein rechtlicher Rahmen geschaffen. Entsprechende Produkte wie Windows Server mit Software Assurance waren zum damaligen Zeitpunkt jedoch noch nicht in den Preislisten verfügbar.

Das Webinar erläutert eine offene Frage zur Windows Virtualisierung mit Microsoft 365 Enterprise E3 oder E5. Einerseits erschien durch die neue Software Assurance Regelung eine Virtualisierung im CSP möglich. Andererseits enthielten andere Product Terms weiterhin einen widersprüchlichen Ausschluss für Microsoft Customer Agreement.

Zum Zeitpunkt des Webinars lag keine offizielle Microsoft Stellungnahme vor. Die Annahme des Sprechers, dass der widersprüchliche Passus versehentlich bestehen geblieben sei, ist deshalb ausdrücklich keine bestätigte Lizenzregel.

8. Diese Unterschiede sind beim Wechsel von EA zu CSP relevant

Bei einem Wechsel vom Enterprise Agreement zum CSP sollten Unternehmen nicht nur Preise und Software Assurance betrachten. Auch Nutzungsrechte und individuelle Vertragsregelungen können sich unterscheiden.

Extended Use Rights für Office Server sind laut Webinar im CSP nicht enthalten. Der Zugriff mit Microsoft 365 E3, E5 oder E7 auf dauerhafte Exchange- oder SharePoint-Server war im Enterprise Agreement unter bestimmten Voraussetzungen möglich, im CSP jedoch nicht in gleicher Weise abgedeckt.

Individuelle Zusatzvereinbarungen und Sonderamendments, etwa besondere Frontline Worker Rechte oder Shared Account Regelungen, sind nach Darstellung des Webinars im Microsoft Customer Agreement nicht möglich. Solche Abweichungen müssen vor einer Vertragsmigration einzeln geprüft werden.

9. Maßnahmen die Unternehmen jetzt priorisieren sollten

Unternehmen sollten auslaufende Stand-alone-Lizenzen für SharePoint und OneDrive erfassen, aktuelle Microsoft 365 Preise prüfen und mögliche Doppelbuchungen durch neue Paketfunktionen vermeiden.

Datenschutzteams sollten die 30-Tage-Frist für neue Subprozessoren in ihre Prozesse aufnehmen und das Service Trust Portal regelmäßig kontrollieren. Verantwortlichkeiten, Eskalationswege und Entscheidungsfristen müssen dazu klar definiert sein.

Für Office Online Server ist eine Migrationsplanung erforderlich. Beim SharePoint Storage sollten aktive und passive Datenbestände bewertet werden, auch wenn Preise und Produktbezeichnungen für neue Modelle noch nicht vollständig bestätigt waren.

Vor einem Wechsel von EA zu CSP müssen Software Assurance, Virtualisierungsrechte, Extended Use Rights und Sondervereinbarungen geprüft werden. Unbestätigte Lizenzannahmen aus dem Webinar sollten nicht als alleinige Entscheidungsgrundlage dienen.
Gab es von Mai zu Juni Preisänderungen?
Laut Webinar gab es keine Preisveränderungen. Es wurden jedoch Produkte ergänzt und entfernt.

Welche SharePoint und OneDrive Angebote laufen aus?
Genannt werden SharePoint Online Plan 1 und Plan 2 sowie OneDrive for Business Plan 1 und Plan 2.

Wie lange ist die neue Vorankündigungsfrist für KI-bezogene Subprozessoren?
Für bestimmte Subprozessoren, die KI-Funktionen unterstützen, nennt das Webinar eine Vorankündigungsfrist von 30 Tagen sowie ein nachgelagertes Deaktivierungsrecht von mindestens sechs Monaten.

Ist SharePoint Extra File Storage abgekündigt?
Nein. Zum Zeitpunkt des Webinars lag keine offizielle Microsoft Abkündigung vor.

Wann endet der Support für Office Online Server?
Das Webinar nennt den 31. Dezember 2026.

Wann sollten die neuen Microsoft 365 Funktionen ausgerollt werden?
Genannt wird ein tenantabhängiger Rollout zwischen Mitte Juni und 1. August.

Warum wird FinOps wichtiger?
Nutzungsbasierte Modelle erfordern eine laufende Überwachung von Verbrauch, Budgets und Kosten.

Ist Windows Virtualisierung im CSP eindeutig geregelt?
Nein. Das Webinar beschreibt widersprüchliche Product Terms und keine offizielle Microsoft Stellungnahme zum damaligen Zeitpunkt.

Weitere Fragen?

Grundlage dieser Zusammenfassung sind die Aufzeichnung und Präsentation des jeweiligen Webinars sowie die zum Prüfzeitpunkt verfügbaren Microsoft Product Terms und Microsoft Learn Inhalte. Roadmap-, Lizenz-, Preis- und Verfügbarkeitsangaben können sich nach der Aufzeichnung geändert haben. Prüfen Sie vor einer Beschaffung oder technischen Umsetzung die aktuellen Microsoft Vertrags-, Produkt- und Preisinformationen.

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Agenda

  • Preislisten Update
  • DPA-Update 22.05.2026
  • SharePoint Storage Modell Update und Klarstellung
  • Office Online Server
  • M365 Roadmap Update
  • Wave Packaging Update M365
  • Ausbau PAYG Services
  • Product Terms MCA Software Assurance

04. Mai 2026

Die Product Terms verschärfen die Verantwortung von Kunden für den sicheren Einsatz von KI und ermöglichen Microsoft Kontrollen bei Missbrauchsverdacht. Im Mai gab es keine Preisänderungen, jedoch neue Angebote rund um Microsoft 365 E7. Die Copilot-Roadmap bringt ausführende Agenten, mehrere KI-Modelle und eine tiefere Microsoft-365-Integration, während GitHub Copilot schrittweise auf ein Credit-Modell umgestellt wird. Weitere Themen sind neue Purview-DLP-Funktionen, SharePoint Storage und Änderungen bei den Update-Kanälen für Microsoft 365 Copilot.

1. Diese Microsoft Product Terms ändern sich im Mai 2026

Die Microsoft Product Terms präzisieren Microsofts Möglichkeiten, die Nutzung von KI-Diensten automatisiert auf Verstöße gegen die Nutzungsbedingungen zu prüfen und bei Bedarf einzuschränken. Gleichzeitig bleiben Kunden für die ordnungsgemäße und regelkonforme Nutzung ihrer eigenen KI-Anwendungen verantwortlich.

Für Office Applications, Microsoft 365 Apps und die Microsoft 365 Unattended License wurden Einschränkungen zur Nutzung von durch Robotic Process Automation, Bots oder vergleichbare Technologien erzeugten Ausgaben präzisiert. Solche Ausgaben dürfen nicht zum Entwickeln, Trainieren, Bewerten oder Verbessern von KI- und Machine-Learning-Modellen oder zur Nachbildung von Produktfunktionen verwendet werden.

Microsoft 365 E7 wurde als neue Paketierung verfügbar. Agent 365 gehört zu den enthaltenen Produkten. Die Product Terms und Preislisten sollten dabei gemeinsam geprüft werden, weil einzelne Artikel zeitversetzt verfügbar sein können.

2. Das ist ein Azure Capacity Block

Azure Capacity Blocks ergänzen Reserved Instances und On-Demand Capacity Reservations. Unternehmen können für einen definierten Zeitraum Azure Kapazität reservieren und deren Bereitstellung absichern.

Das Webinar ordnet die Funktion als Reaktion auf frühere Kapazitätsengpässe ein. Die reservierte Kapazität soll während des gewählten Zeitraums verbindlich zur Verfügung stehen.

3. So funktionieren Windows 365 for Agents und Agent 365

Windows 365 for Agents stellt Agenten eine Windows-basierte, cloudgestützte Ausführungsumgebung zur Verfügung. Die Nutzung wird nach den Product Terms als verbrauchsbasierter Microsoft Dienst abgerechnet. Der Artikel sollte laut Webinar im Juni in der Preisliste erscheinen.

Die über Windows 365 for Agents aktivierte Nutzung wird nach Darstellung des Webinars verbrauchsabhängig über Azure abgerechnet. Unternehmen benötigen deshalb Kostenkontrollen und klare Berechtigungen.

Das Webinar weist außerdem auf umfangreiche Kundenverantwortung in den Data Privacy Notices hin. Datenschutz, zulässige Nutzung und Governance sollten vor dem Einsatz im Detail bewertet werden.

4. Diese Änderungen gibt es in den Mai-Preislisten

Im Mai gab es laut Webinar keine Preisänderungen, unabhängig vom Beschaffungsprogramm. Es wurden 15 neue Artikel ergänzt. 14 davon standen im Zusammenhang mit Microsoft 365 E7.

Im Enterprise Agreement wurden Agent 365 Angebote als Additional Products sowie verschiedene Microsoft 365 E7 Varianten mit und ohne Teams aufgeführt.

5. So verändert sich die Microsoft Copilot Roadmap

Für Organisationen mit mehr als 2.000 Benutzern sollte Copilot Chat laut Webinar nicht mehr direkt in Word, Excel, PowerPoint und OneNote verfügbar sein. Dies betrifft den kostenlosen Copilot Chat, nicht die lizenzierte Microsoft 365 Copilot Funktion.

In den Office Anwendungen sollten ausführende Agenten eingeführt werden. Diese können mehrstufige Änderungen an Dokumenten, Tabellen und Präsentationen durchführen, statt nur allgemeine Anleitungen bereitzustellen.

Für das zweite Halbjahr 2026 beschreibt das Webinar die Einbindung mehrerer führender KI-Modelle, etwa GPT oder Claude. Administratoren sollen festlegen können, welche Modelle eingesetzt werden. Für Multi-Agent-Orchestrierung wird Copilot Studio genannt.

6. So werden GitHub Copilot und GitHub AI Credits abgerechnet

GitHub Copilot Business und Enterprise waren in den Product Terms als verfügbar gekennzeichnet. Bestellbare Artikel lagen laut Webinar jedoch nicht vor, weil GitHub Dienste überwiegend über eine Azure Subscription aktiviert werden sollten.

Ab Juni sollten GitHub AI Credits eingeführt werden. Für Juni bis August wurde ein Übergangszeitraum mit gepoolten Credits pro Tenant Domain beschrieben. Ab September sollte der Normalbetrieb beginnen.

Das Webinar nennt für GitHub Copilot Business einen Preis von 19 US-Dollar und Credits im gleichen nominalen Umfang. Der konkrete Verbrauch pro Nutzung war zum damaligen Zeitpunkt noch offen.

7. Das ändert sich beim SharePoint Extra File Storage

Im Mai-Webinar wurden gestaffelte Auslauftermine für SharePoint beziehungsweise Office 365 Extra File Storage genannt. In der Juni-Ausgabe wurde jedoch klargestellt, dass zu diesem Zeitpunkt keine offizielle Microsoft Abkündigung von Extra File Storage vorlag. Die im Mai genannten Termine sollten daher nicht als bestätigte Microsoft Lifecycle-Termine verwendet werden.

Der Basisspeicher wurde im Webinar mit einem Terabyte pro Tenant zuzüglich zehn Gigabyte pro Microsoft 365 Lizenz beschrieben. OneDrive Speicher zählt demnach nicht in diese Berechnung.

Als Alternativen nennt das Webinar Microsoft 365 Archive, eine nutzungsbasierte aktive SharePoint Speichererweiterung über Azure und Azure Blob Storage. Die genaue Produktbezeichnung des nutzungsbasierten Modells ist im Rohtranskript nicht eindeutig.

Die Änderung erhöht den Bedarf an Datenklassifizierung, Lifecycle-Richtlinien und aktiver Speicherverwaltung. Produktive Daten sollen aktiv gehalten und nicht mehr benötigte Daten archiviert werden.

8. Diese neuen Bedingungen bietet Microsoft Purview DLP

Microsoft Purview Data Loss Prevention unterstützt Bedingungen für das Erstellungs- und Änderungsdatum von Dateien in SharePoint und OneDrive. Richtlinien können dadurch neue, kürzlich geänderte und ältere Dateien unterschiedlich behandeln.

Die Änderung wird nicht automatisch auf bestehende DLP Policies angewendet. Administratoren müssen vorhandene Richtlinien aktiv aktualisieren, wenn sie die neuen Bedingungen nutzen möchten.

Der Policy Condition Editor im Purview Portal dient zur Konfiguration der zusätzlichen Datumsbedingungen.

9. So funktioniert die neue DLP-Diagnose

Die geführte Diagnose erklärt, warum eine DLP-Aktion auf ein Dokument angewendet wurde. Sie zeigt ausgelöste Richtlinien, die Reihenfolge der Auswertung und als wahr oder falsch bewertete Bedingungen.

Für E5- und E7-Kunden enthält die Funktion zusätzlich Copilot-gestützte Einblicke und Empfehlungen. Eine E5- oder E7-Berechtigung allein reicht jedoch nicht aus. Security Copilot muss im Tenant bereitgestellt sein.

Die Diagnose ist nur für Benutzer verfügbar, die DLP-Richtlinien anzeigen dürfen. Bestehende Richtlinien, Durchsetzung und Benutzerworkflows bleiben unverändert.

10. So schützt Purview DLP Interaktionen mit Agent 365

Neu erstellte Agenten werden nach Darstellung des Webinars automatisch auditiert, auf sensible Daten geprüft und in KI-bezogene Compliance-Prüfungen einbezogen. Weitere Schutzfunktionen wie DLP müssen ausdrücklich konfiguriert werden.

Agenten können für DLP-Zwecke ähnlich wie Benutzer behandelt werden. Interaktionen zwischen Menschen und Agenten in Teams, SharePoint, OneDrive oder E-Mail lassen sich durch Richtlinien kontrollieren.

Eine DLP Policy kann einen Agenten blockieren, wenn sensible Daten ausgetauscht werden. Der Agent erkennt dabei nicht zwingend, dass oder warum er blockiert wurde. DLP ist in diesem Zusammenhang als Opt-in pro Agent zu verstehen.

11. Das ändert sich beim Microsoft 365 Updatekanal

Nach Darstellung im Webinar sollten Geräte mit Microsoft 365 Copilot schrittweise vom Semi-Annual Enterprise Channel auf einen häufiger aktualisierten Kanal wie den Monthly Enterprise Channel umgestellt werden. Unternehmen sollten den aktuellen Zeitplan, betroffene Geräte und unterstützte Updatekanäle anhand der Microsoft 365 Apps Dokumentation prüfen. Standard- und verzögerte Release-Optionen sollten zunächst Copilot Updates und später weitere Microsoft 365 Dienste betreffen.

Ziel ist ein schnellerer Rollout von Sicherheits-, Copilot- und Agentenfunktionen. Organisationen können Einstellungen über Intune oder Gruppenrichtlinien prüfen und bestimmte Releases verzögern.

Der Supportzeitraum für Feature-Releases soll laut Webinar von 14 auf sechs Monate sinken. Das letzte reguläre Update im Semi-Annual Channel wurde für den 12. Januar 2027 erwartet.

Als Empfehlung nennt das Webinar die Prüfung der Update-Strategie und die Migration interaktiver Endgeräte auf den Monthly Enterprise Channel. Dort ist ein Rollback von bis zu zwei Monaten möglich.

12. Diese End-of-Life-Termine sind bis 2027 relevant

Für SharePoint Server 2016 und 2019 sollte es laut Webinar keine Extended Security Updates geben.

Für SQL Server 2016 wurden kostenpflichtige Extended Security Updates für Core- und Server-Editionen angekündigt. Offizielle Preise waren zum Zeitpunkt des Webinars noch nicht verfügbar und sollten Ende Mai oder Anfang Juni folgen.

13. Diese Maßnahmen sollten Unternehmen jetzt priorisieren

Unternehmen sollten KI-Nutzungsregeln, Datenschutzverantwortung und Missbrauchskontrollen prüfen. Für Windows 365 for Agents und GitHub AI Credits sind Kostenmonitoring und Budgets erforderlich.

Beim SharePoint Storage sollten Kapazitäten, Datenqualität, Archivierung und Lifecycle-Richtlinien frühzeitig bewertet werden. Genannte Abkündigungs- und Verlängerungstermine sollten vor Umsetzung mit aktuellen Microsoft Angaben abgeglichen werden.

Bestehende Purview DLP Richtlinien müssen aktiv angepasst werden, wenn Datumsbedingungen genutzt werden sollen. Für Agent 365 sind DLP-Regeln pro Agent zu konfigurieren.

Die Microsoft 365 Update-Strategie sollte auf den Monthly Enterprise Channel vorbereitet werden. Gleichzeitig sind SharePoint Server 2016 und 2019 sowie SQL Server 2016 in die Lifecycle-Planung einzubeziehen.

Was ist Microsoft 365 E7?
Microsoft 365 E7 ist eine im Webinar vorgestellte Paketierung, die unter anderem Agent 365 enthält.

Gab es im Mai 2026 Preisänderungen?
Nein. Laut Webinar gab es keine Preisänderungen, aber 15 neue Artikel.

Was ist ein Azure Capacity Block?
Ein Azure Capacity Block reserviert Azure Kapazität für einen definierten Zeitraum und sichert deren Bereitstellung ab.

Was sind GitHub AI Credits?
GitHub AI Credits sind verbrauchsabhängige Nutzungseinheiten für GitHub Copilot, die laut Webinar ab Juni eingeführt werden sollten.

Ist Office 365 Extra File Storage offiziell abgekündigt?
 In der Juni-Ausgabe wurde klargestellt, dass zu diesem Zeitpunkt keine offizielle Microsoft Abkündigung vorlag. Zuvor genannte Auslauftermine sollten daher nicht als bestätigte Lifecycle-Termine verwendet werden.

Müssen bestehende DLP Policies angepasst werden?
Ja. Die neuen Datumsbedingungen werden nicht automatisch auf bestehende Richtlinien angewendet.

Ist DLP für Agent 365 automatisch aktiv?
Nein. Grundlegende Prüfungen erfolgen automatisch, DLP muss jedoch pro Agent konfiguriert werden.

Was ändert sich beim Semi-Annual Enterprise Channel für Copilot Kunden?
 Nach Darstellung im Webinar sollten betroffene Geräte schrittweise auf den Monthly Enterprise Channel oder einen anderen unterstützten Updatekanal umgestellt werden. Der konkrete Zeitplan und die betroffenen Konfigurationen sollten anhand der aktuellen Microsoft 365 Apps Dokumentation geprüft werden.

Weitere Fragen?

Grundlage dieser Zusammenfassung sind die Aufzeichnung und Präsentation des jeweiligen Webinars sowie die zum Prüfzeitpunkt verfügbaren Microsoft Product Terms und Microsoft Learn Inhalte. Roadmap-, Lizenz-, Preis- und Verfügbarkeitsangaben können sich nach der Aufzeichnung geändert haben. Prüfen Sie vor einer Beschaffung oder technischen Umsetzung die aktuellen Microsoft Vertrags-, Produkt- und Preisinformationen.

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Agenda

  • Änderungen MS Product Terms und Preislisten
  • Copilot Roadmap
  • GitHub Copilot Verrechnung
  • Sharepoint Storage
  • Purview DLP
  • M365 Umstellung Semi Annual Channel
  • EOL 2027

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