Drei Angriffsmuster und wie sie sich stoppen lassen
Die Bandbreite der Cyberkriminalität gegen Schulen reicht von gezielten Störungen des Schulbetriebs über Erpressung und den Diebstahl sensibler Daten bis zur Übernahme von Konten und Systemen. In allen Fällen entscheidet, ob verdächtige Signale früh erkannt, richtig bewertet und schnell beantwortet werden.
Phishing und Identitätsdiebstahl: Eine täuschend echte Microsoft 365-Mail fordert zur erneuten Anmeldung auf, die verlinkte Seite imitiert einen echten Login und greift die Zugangsdaten ab. Mit dem übernommenen Konto erhalten Angreifer Zugriff auf E-Mails, Cloud-Daten und verbundene Systeme. Wie groß der Schaden werden kann, belegt ein Vorfall vom 7. Mai 2026: Über das Lernmanagementsystem Canvas drang eine Hackergruppe in 330 Bildungseinrichtungen weltweit ein, darunter deutsche Schulen, und stahl 280 Millionen Datensätze mit Namen, E-Mail-Adressen und internen Nachrichten. BSI und CISA empfehlen gegen dieses Muster Sensibilisierung, Multi-Faktor-Authentifizierung und eine kontinuierliche Überwachung von Identitäten und Zugriffsrechten. Technisch greifen hier Sophos Email gegen Phishing-Mails und schädliche Links, Sophos ITDR gegen verdächtige Anmeldeaktivitäten, Sophos MDR mit einer Analyse von Identitäts- und Endpoint-Signalen rund um die Uhr und Sophos Phish Threat mit realistischen Phishing-Simulationen für Lehrkräfte und Mitarbeitende.
Vom infizierten Endgerät zum Ransomware-Angriff: Ein schädlicher Anhang oder eine Schwachstelle verschafft Angreifern Zugang zum Netzwerk. Dort stehlen sie Zugangsdaten, erweitern ihre Berechtigungen und bewegen sich zwischen den Systemen, bis Datendiebstahl, Verschlüsselung und Lösegeldforderung folgen. Im Januar 2025 traf ein Angriff von LockBit ein Schulnetzwerk in der Vorderpfalz mit 45 Schulen, 2,5 Terabyte Daten wurden im Darknet veröffentlicht. Allein aus einem Gymnasium stammten 350 Gigabyte mit Stammdaten, Zeugnissen und Gesundheitsinformationen. BSI und CISA raten, die Angriffskette vor der Verschlüsselung zu unterbrechen: durch die Überwachung verdächtiger Anmeldungen, Multi-Faktor-Authentifizierung, zügige Schwachstellenbehebung, getestete Backups und einen eingeübten Incident-Response-Plan. Sophos Endpoint unterbindet verdächtige Verschlüsselungsaktivitäten, die Sophos Firewall segmentiert den Netzwerkverkehr, Sophos ITDR erkennt identitätsbezogene Risiken, Sophos XDR führt die Signale zusammen, und Sophos MDR neutralisiert Bedrohungen rund um die Uhr.
Kleine IT-Teams, große Angriffsfläche: Ein kommunaler Schulträger mit 15 Schulen, 6.000 Schülerinnen und Schülern, 700 Mitarbeitenden und 4.000 Endgeräten erhält täglich Meldungen über ungewöhnliche Anmeldungen, Malware, verdächtige PowerShell-Aktivitäten oder auffällige Netzwerkverbindungen. Einzeln wirken solche Ereignisse harmlos, in Kombination können sie auf einen laufenden Angriff hinweisen. Im Frühjahr 2026 drangen Angreifer in die Systeme eines Schulfoto-Onlinedienstes ein und stahlen und löschten Fotos, Namen, Adressen und Bestelldaten. Für Eltern und Kinder bedeutete die Offenlegung persönlicher Bilder einen erheblichen Kontroll- und Vertrauensverlust. BSI und CISA empfehlen, verdächtige Authentifizierungen und Angreifertechniken über die gesamte Angriffskette hinweg zu überwachen und gemeinsam auszuwerten. Sophos XDR macht Angriffsmuster über Endpoints, Netzwerke, Identitäten und Cloud-Umgebungen sichtbar, Sophos MDR übernimmt Überwachung, Untersuchung und Reaktion rund um die Uhr, und Sophos Next-Gen SIEM ergänzt beide um langfristige Datenaufbewahrung und Compliance-Berichte.