End of Support für Windows 7 

Was Sie wissen müssen:

End of Support Windows 7 – was Sie wissen müssen

Die Microsoft Lifecycle Richtlinie sieht für die Geschäfts- und Entwicklerprodukte des Unternehmens einen Standard Support von zehn Jahren vor. Für Windows 7, das 2009 veröffentlicht wurde, war das Ende des erweiterten Supports demnach Ende 2019. Tatsächlich tritt der End of Support (EoS) für dieses Betriebssystem am 14. Januar 2020 in Kraft.

Das Supportende für Windows 7 kann eine Vielzahl von Risiken und Konsequenzen mit sich bringen, die allen Unternehmen bewusst sein sollten. Auch wenn die Nutzung von Windows 7 unter bestimmten Voraussetzungen auch nach dem 14. Januar möglich ist, kann eine Verzögerung des Upgrades Ihr Unternehmen beeinträchtigen. Lesen Sie weiter, um zu erfahren wie Sie mit dem EoS für Windows 7 umgehen können und was die nächsten Schritte sind.

End of Support-Fakten auf einen Blick: In unseren Publikationen erhalten Sie zu Software, deren Support endet, Informationen über die konkreten Risiken und Aufschluss über Handlungsoptionen.

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Welche Risiken bestehen bei der weiteren Nutzung von Windows 7  nach dem Supportende?

Wenn der erweiterte Support für Windows 7 im Januar 2020 endet, ist kein Unternehmen gezwungen, die Verwendung des Programms einzustellen. Microsoft wird sie zwar warnen, aber Unternehmen können jede Warnung ignorieren. Jedes Unternehmen, das sich dafür entscheidet, das Upgrade von Windows 7 zu verzögern, ist jedoch ernsthaft gefährdet.

Zunächst sollten Unternehmen potenzielle Compliance-Risiken berücksichtigen. Diese sind für viele Unternehmen unvermeidlich und besonders wichtig für Unternehmen, die strenge Vorschriften wie den HIPAA befolgen müssen. Auch wenn diese Risiken unvermeidlich sind, können potenzielle Compliance-Risiken vor dem Ende des erweiterten Supports über ein Software-Compliance-Audit entdeckt werden, sodass Unternehmen potenzielle Probleme bereits vor Beginn der Umstellung angehen können.

Stabilität und Kompatibilität

Nach dem Ende des Supports funktioniert Ihre Software in der Regel wie geplant weiter – bis es plötzlich zu Kompatibilitäts- und Stabilitätsproblemen kommt, die die Software unbrauchbar machen. Wenn diese Probleme nicht kurz nach dem Ende des Dienstes auftreten, besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass Kompatibilitätsprobleme auf ganzer Linie entstehen. Neue Soft- und Hardware ist oft nicht kompatibel mit veralteter Software ohne Support. Dies kann zu erheblichen Produktivitätsproblemen führen – moderne Software-Umgebungen hängen von vielen ineinandergreifenden Teilen ab und die negativen Auswirkungen können in Ihrem gesamten Unternehmen auftreten. Dies gilt insbesondere, wenn die Instabilität vom Betriebssystem (z.B. Windows 7) ausgeht und die zentralen Prozesse Ihres Unternehmens betroffen sind.

Aus diesem Grund sollten Unternehmen das Software Lifecycle Management (SLM) zu einer Priorität machen und einen besonderen Schwerpunkt auf die Sichtbarkeit legen. Wenn Schlüsselprogramme nach der Beendigung des Dienstes nicht mehr unterstützt werden, schadet das nicht nur kurzfristig Ihrem Geschäftsergebnis, sondern kann auch die Zufriedenheit der Mitarbeiter beeinträchtigen. Dies kann sich dann auf Ihr Netzwerk von Kunden und Partnern erstrecken und Ihren Ruf langfristig schädigen.

Achten Sie auf die offiziellen Support-Details eines Herstellers, da Inkompatibilitäten manchmal schon vor dem End of Service auftreten können. Im Jahr 2017 stellten beispielsweise Windows 7 und 8.1 bereits die Unterstützung für einige neue Prozessoren von Marken wie Intel, AMD und Qualcomm ein. Außerdem führt ein End of Service – gerade bei Betriebssystemen – oft zu weiteren Einschränkungen anderer Software-Hersteller: nach dem Supportende von Windows 7 kündigten viele Software-Anbieter ebenfalls ihren End of Services an. Mit dem Ende des erweiterten Supports Mitte Januar verschärft sich dieser Aspekt weiter.

Sicherheit

Die größte Sorge für jedes Unternehmen sollten jedoch die ernsthaften Sicherheitsrisiken sein. In der heutigen, von Daten dominierten Umgebung können die Auswirkungen von Viren und Malware verheerende Auswirkungen auf ein Unternehmen haben. Wenn die Sicherheitsupdates für Windows 7 auslaufen, kann Ihr Unternehmen für diese Angriffe extrem anfällig sein. Bei einem beliebten Betriebssystem wie Windows 7 stellt sich die Frage, wann und nicht ob eine Sicherheitslücke gefunden wird. Die Ausbreitung des WannaCry-Angriffs im Jahr 2017 ist zum Beispiel weitgehend auf die mangelnde Bereitschaft von Führungskräften zurückzuführen, von Systemen mit Windows XP und anderen veralteten Windows-Versionen aufzurüsten.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) empfiehlt regelmäßig, alle Software-Updates und Sicherheitspatches sofort zu installieren, um Ransomware-Angriffe zu vermeiden. Dies ist von entscheidender Bedeutung, da jedes Jahr viele Schwachstellen in häufig verwendeten Software-Anwendungen auftreten. Allein im Jahr 2018 wurden beispielsweise 39 Schwachstellen in Microsoft Office 2010 identifiziert. Obwohl es sich um eine beliebte Systemsoftware handelt, wurden seit dem Erscheinen in Windows 7 über tausend Schwachstellen gefunden.

Beachten Sie, dass Sicherheitslücken, die durch veraltete Software verursacht werden, in der Regel nicht durch Antivirenprogramme oder Firewalls geschützt sind. Diese Programme bieten zwar einen gewissen Schutz für Geräte in Ihrem Netzwerk, doch Hacker suchen gezielt nach Schwachstellen durch fehlende Sicherheitsupdates, um diese Schutzmaßnahmen zu umgehen.

Was sind die Optionen nach dem End of Support Windows 7? 

Wenn Sie ein Upgrade durchführen möchten, gibt es drei primäre Optionen, die von Microsoft vorgeschlagen werden:

Upgrade auf Windows 10 - Dies ist die einfachste Wahl für Unternehmen, die sicher sagen können, dass sie bis Januar 2020 für ein Upgrade bereit sind. Ein solches Upgrade erfordert nur sehr wenige Änderungen an der bestehenden Struktur Ihrer Softwareumgebung und ist gleichzeitig flexibler als Windows 7. Windows 10 kann Anwendungen unterstützen, die auf mehreren Geräten ausgeführt werden sollen, einschließlich PCs, Tablets und Smartphones, sowie Unterstützung für Touchscreens.

Upgrade auf den virtuellen Desktop von Windows 10 - Der virtuelle Desktop von Windows 10 ist ein Mehrbenutzer-Windows 10-Erlebnis auf Basis von Azure, das eine skalierbare, zukunftssichere Architektur mit integrierten Sicherheits- und Compliance-Updates verspricht. Als zusätzlicher Bonus stellt Windows 10 Virtual Desktop zusätzliche Windows 7-Sicherheitsupdates bereit, so dass Ihr Unternehmen problemlos in die neue Cloud-Umgebung einsteigen kann.

Kaufen Sie temporäre erweiterte Sicherheitsupdates - Der Kauf von Sicherheitsupdates schützt Ihr Unternehmen zwar vor Sicherheitsbedrohungen und mangelnder Konformität, ist aber für viele Unternehmen auf lange Sicht nicht die beste Lösung. Sie ermöglicht es Ihrem Unternehmen zwar, Windows 7 bis 2023 sicher zu nutzen, ist jedoch recht teuer. Wenn Ihr Unternehmen jedoch über die Software Assurance von Microsoft verfügt, kann es einen hohen Rabatt auf erweiterte Sicherheitsupdates erhalten.

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Weitere Informationen rund um den EoS Windows 7 und mögliche Handlungsoptionen finden Sie in unserem Whitepaper.

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Wie Microsoft Advisory Services helfen können

Wenn Sie Ihre Optionen für Windows 7 End of Extended Support evaluieren, ist es von Vorteil, ein Team zu haben, das Ihnen hilft, das Beste aus Ihren bestehenden und zukünftigen Microsoft Assets herauszuholen. Mit unseren Microsoft Advisory Services bieten wir Ihnen Zugang zu unseren erfahrenen Beratern, die aufgrund unserer über 30jährigen Microsoft-Partnerschaft über ein breites Fachwissen verfügen. Durch die Nutzung dieses Wissens wird Ihr Unternehmen in der Lage sein, den besten Weg für Windows 7 EoS zu finden und einen geeigneten Fahrplan für ein Upgrade nach dem Ende des Extended Support für Windows 7 zu entwerfen.

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Dan Ortman, Author SoftwareONE Blog

Dan Ortman

Microsoft Advisory Services Practice Lead

Publisher Advisory | Microsoft

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