Acronis bei GHY 2026, Cyber Protection: Backup, Security & Recovery integriert

Acronis Cyber Protection: Schluss mit dem Frankenstack

Die Frage ist nicht ob, sondern wann ein Angriff kommt, und Ausfallzeiten kosten Umsatz, Deckungsbeitrag und Gewinn. Marcel Henker von Acronis erklärt, warum Acronis heute mehr ist als ein Backup-Hersteller und wie Cyber Protection Backup, Security und Recovery in einer Plattform vereint. Von der 3-2-1-Regel mit Immutability über saubere Wiederherstellung bis zu Acronis GenAI Protection und deutschen Data Centern.

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Marcel Henker (Acronis) erklärt, warum Acronis heute mehr ist als ein Backup-Hersteller: Cyber Protection integriert Backup, Security und Recovery in einer Plattform mit einem Agent für Windows, Linux und Mac. Die 3-2-1-Regel wird um Immutability (Ransomware-Schutz) und verifizierte Testwiederherstellungen erweitert, EDR und Patch-Management decken Vorbereiten und Standhalten ab, Acronis GenAI Protection verhindert per Data Leak Prevention den Datenabfluss über Schatten-KI. Die Daten liegen in eigenen Data Centern in Frankfurt und Berlin.

Wann, nicht ob: Ausfallzeiten kosten Umsatz

Die Realität ist, dass alle attackiert werden, die Frage ist nicht ob, sondern wann. Jeder Ausfall verursacht finanziellen und zeitlichen Verlust; teils erholen sich Unternehmen aus einem Desaster-Fall gar nicht mehr. Verfügbarkeit bedeutet damit direkt Revenue, Deckungsbeitrag und Gewinn, weshalb Recovery-Zeit und -Kosten planbar bleiben müssen.

Die 3-2-1-Regel, erweitert um Immutability und Verifizierung

Die 3-2-1-Regel gilt weiter: mindestens drei Kopien der Daten, auf zwei unterschiedlichen Medien, mit mindestens einem Medium an einem anderen Standort, am einfachsten als automatisiertes Cloud Backup. Neu hinzu kommen die 1 und die 0: Immutability schützt Backups vor Veränderung und Verschlüsselung durch Ransomware, die 0 steht für regelmäßig verifizierte Testwiederherstellungen. Nur so ist sichergestellt, dass die Recovery im Ernstfall wirklich funktioniert.

Schluss mit dem Frankenstack

Historisch entstehen „Frankenstacks“ aus vielen Einzellösungen für Backup, Antivirus, Anti-Malware, Patch-Management, Schwachstellenanalyse und Disaster Recovery. Unterschiedliche Konsolen, Lizenzmodelle und teils widersprüchliche Benachrichtigungen kosten Zeit und Know-how. Jede zusätzliche Lösung vergrößert außerdem die Angriffsfläche und die Wahrscheinlichkeit einer ausnutzbaren Sicherheitslücke.

Saubere statt nur schneller Wiederherstellung

Recovery Time Objective (RTO) und Recovery Point Objective (RPO) bleiben wichtig, reichen aber nicht mehr aus. Entscheidend ist die saubere Wiederherstellung: Ein wiederhergestelltes System darf keine Malware mehr enthalten, die erneut Schaden anrichtet. Es genügt also nicht, nur auf Zeit und tolerierbaren Datenverlust zu schauen, sondern auf nachweislich saubere Daten.

Cyber Protection: Backup, Security und Recovery in einer Plattform

Acronis integriert Backup, Security und Recovery in einer Plattform mit einem Agent für Windows, Linux und Mac, von Schwachstellenanalyse und Patch-Management über Schutz vor Ransomware, Malware, Viren und Trojanern bis zur zuverlässigen Wiederherstellung. Vier Kontrollbereiche greifen ineinander: Vorbereiten, Standhalten (u. a. Endpoint Detection and Response/EDR), Wiederherstellen und Anpassen (u. a. Security Awareness Training und forensische Analysen). Weniger Lösungen bedeuten weniger Aufwand und geringere Angriffsfläche.

Acronis GenAI Protection und Data Sovereignty

Acronis GenAI Protection überwacht, welche KI-Tools im Unternehmen genutzt werden, und unterbindet per Data Leak Prevention den Abfluss sensibler Daten über Schatten-KI; die Technologie ist seit rund vier bis fünf Monaten verfügbar und erhält monatliche Updates. Die Lösung ist primär cloudbasiert und wird aus eigenen Data Centern in Frankfurt und Berlin bereitgestellt. Als Schweizer Unternehmen betreibt Acronis unabhängige Data Center u. a. in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Liechtenstein und Frankreich; Daten werden nicht anderswohin synchronisiert, alternativ ist eine lokale bzw. Air-Gapped-Installation möglich.

Was bedeutet die 3-2-1-Regel heute und wofür stehen die zusätzliche 1 und 0?
Die 3-2-1-Regel verlangt mindestens drei Kopien der Daten, auf zwei unterschiedlichen Medien, mit mindestens einem Medium an einem anderen Standort (z. B. automatisiertes Cloud Backup). Ergänzt wird sie um Immutability (die 1) als Schutz vor Ransomware-Verschlüsselung und um die 0, also verifizierte Testwiederherstellungen, damit die Recovery im Ernstfall funktioniert.

Was ist ein Frankenstack und warum ist er ein Risiko?
Als Frankenstack bezeichnet Acronis einen Stack aus vielen nebeneinander betriebenen Einzellösungen für Backup, Antivirus, Anti-Malware, Patch-Management, Schwachstellenanalyse und Disaster Recovery. Unterschiedliche Konsolen, Lizenzmodelle und widersprüchliche Benachrichtigungen erhöhen Aufwand und Angriffsfläche. Jede zusätzliche Lösung vergrößert die Wahrscheinlichkeit einer ausnutzbaren Sicherheitslücke.

Was unterscheidet „saubere“ von „schneller“ Wiederherstellung?
RTO und RPO messen, wie schnell und mit wie wenig Datenverlust wiederhergestellt wird. Saubere Wiederherstellung stellt zusätzlich sicher, dass im wiederhergestellten System keine Malware steckt, die erneut Schaden anrichtet. Es reicht daher nicht, nur auf die Zeit zu schauen.

Was macht Acronis GenAI Protection?
Acronis GenAI Protection überwacht, welche KI-Tools im Unternehmen genutzt werden, und verhindert per Data Leak Prevention, dass sensible Daten über KI-Kanäle abfließen. Administratoren können nicht freigegebene KI-Nutzung (Schatten-KI) unterbinden. Die Technologie ist seit rund vier bis fünf Monaten verfügbar und erhält monatliche Updates.

Wo liegen die Daten: Cloud, deutsche Data Center oder On-Premise?
Die Lösung ist primär cloudbasiert; Acronis ist ein Schweizer Unternehmen und betreibt eigene Data Center in Frankfurt und Berlin, aus denen die Konsole läuft, während lokal nur Agents installiert werden. Die Daten werden nicht anderswohin synchronisiert. Alternativ ist eine lokale bzw. Air-Gapped-Installation möglich, die neue Features etwas später erhält.

1. Backup, Cybersecurity und KI wachsen zusammen

Die Session eröffnet mit der Beobachtung, dass klassische Backup-Lösungen allein nicht mehr ausreichen, um moderne Cyberrisiken zu bewältigen. Unternehmen stehen heute gleichzeitig vor Herausforderungen in den Bereichen Datensicherung, Cybersecurity, Recovery und KI-Nutzung. Dadurch entstehen neue Anforderungen an integrierte Sicherheitsstrategien.

Acronis beschreibt die Entwicklung von einem traditionellen Backup-Anbieter hin zu einem Anbieter von Cyber-Protection-Lösungen, die unterschiedliche Sicherheitsfunktionen in einer gemeinsamen Plattform vereinen.

2. Veränderungen durch KI, Cyberangriffe und neue Risiken

Die Session verdeutlicht, dass technologische Entwicklungen immer schneller erfolgen. Künstliche Intelligenz schafft neue Möglichkeiten für Unternehmen, erzeugt jedoch gleichzeitig neue Sicherheitsrisiken. Cyberkriminelle nutzen moderne Technologien ebenfalls, wodurch Angriffe komplexer und effektiver werden.

Unternehmen müssen deshalb Wege finden, neue Technologien produktiv einzusetzen und gleichzeitig ihre Sicherheitsstrategie kontinuierlich weiterzuentwickeln. Ziel ist es, mit der Geschwindigkeit technologischer Veränderungen Schritt zu halten.

3. Fragmentierte Sicherheitslandschaften als Risiko

Viele Unternehmen verfügen historisch bedingt über zahlreiche Einzellösungen für Backup, Recovery, Antivirus, Schwachstellenmanagement und Monitoring. Diese fragmentierten Sicherheitslandschaften führen häufig zu Silos und Integrationsproblemen.

Der Vortrag weist darauf hin, dass unterschiedliche Tools zusätzliche Komplexität erzeugen können. Sicherheitsinformationen liegen verteilt vor, Prozesse werden aufwendiger und potenzielle Sicherheitslücken bleiben teilweise unerkannt.

4. Wie Ausfallzeiten den Geschäftsbetrieb beeinflussen

Cyberangriffe und technische Störungen können zu erheblichen Ausfallzeiten führen. Solche Unterbrechungen verursachen finanzielle Schäden, Produktivitätsverluste und Risiken für geschäftskritische Prozesse.

Die Session betont, dass Unternehmen nicht nur auf die Wiederherstellung vorbereitet sein müssen. Ebenso wichtig ist es, die Anzahl solcher Vorfälle insgesamt möglichst gering zu halten. Cyber Resilience umfasst daher sowohl Prävention als auch Recovery.

5. Cyber Resilience und Disaster Recovery

Ein zentrales Thema ist die Fähigkeit von Organisationen, auf Sicherheitsvorfälle vorbereitet zu sein. Die Präsentation verdeutlicht, dass Unternehmen früher oder später mit Cyberangriffen konfrontiert werden. Entscheidend ist daher die Frage, wie schnell und zuverlässig auf solche Vorfälle reagiert werden kann.

Cyber Resilience beschreibt die Fähigkeit, Störungen zu absorbieren, den Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten und Systeme nach einem Vorfall möglichst schnell wiederherzustellen. Recovery-Pläne und Disaster-Recovery-Konzepte spielen hierbei eine zentrale Rolle.

6. Die moderne 3-2-1-Backup-Regel

Die klassische 3-2-1-Regel bleibt weiterhin relevant. Unternehmen sollten mindestens drei Kopien ihrer Daten auf zwei unterschiedlichen Medientypen speichern, wobei sich mindestens eine Kopie außerhalb der Produktionsumgebung befindet.

Die Session ergänzt diesen Ansatz um zusätzliche Anforderungen. Backups müssen unveränderbar sein (Immutability) und regelmäßig getestet werden. Nur wenn Wiederherstellungstests erfolgreich durchgeführt werden, kann im Ernstfall sichergestellt werden, dass Daten tatsächlich verfügbar sind.

7. Immutability und Recovery-Verifikation

Ein Schwerpunkt liegt auf dem Schutz von Backups vor Manipulation oder Verschlüsselung durch Ransomware. Moderne Backup-Konzepte setzen deshalb auf unveränderbare Speicherstrukturen, die nachträgliche Änderungen verhindern.

Zusätzlich wird die Bedeutung regelmäßiger Wiederherstellungstests hervorgehoben. Unternehmen sollten nicht nur Sicherungen erstellen, sondern deren Wiederherstellbarkeit kontinuierlich überprüfen.

8. Der Franken-Stack: Risiken vieler Einzellösungen

Der Vortrag verwendet den Begriff „Franken-Stack“, um komplexe Umgebungen mit vielen unterschiedlichen Sicherheits- und Backup-Lösungen zu beschreiben. Jede zusätzliche Lösung erhöht Verwaltungsaufwand, Schulungsbedarf und Integrationskomplexität.

Je mehr Einzellösungen eingesetzt werden, desto schwieriger wird die zentrale Verwaltung von Risiken, Richtlinien und Sicherheitsereignissen. Dadurch entstehen potenzielle Schwachstellen innerhalb der Sicherheitsarchitektur.

9. Warum saubere Wiederherstellung wichtiger wird

Traditionell standen Recovery Time Objective (RTO) und Recovery Point Objective (RPO) im Mittelpunkt von Backup-Konzepten. Der Vortrag ergänzt diese Betrachtung um einen weiteren Aspekt: die Integrität der wiederhergestellten Daten.

Unternehmen müssen sicherstellen, dass sie nicht lediglich schnell wiederherstellen, sondern auch saubere und kompromittierungsfreie Systeme zurückspielen. Andernfalls können Schadprogramme oder Ransomware erneut aktiviert werden.

10. Multi-Vendor-Strategien zwischen Chance und Risiko

Die Präsentation diskutiert Vor- und Nachteile von Multi-Vendor-Strategien im Sicherheitsumfeld. Unterschiedliche Hersteller können zusätzliche Sicherheitsebenen schaffen, gleichzeitig steigt jedoch die Komplexität der Umgebung.

Jede zusätzliche Lösung erhöht die Anzahl möglicher Integrationsprobleme sowie die potenzielle Angriffsfläche. Unternehmen müssen deshalb sorgfältig abwägen, welche Sicherheitswerkzeuge tatsächlich notwendig sind.

11. Cyber Protection als integrierter Plattformansatz

Acronis beschreibt einen Plattformansatz, der Backup, Disaster Recovery, Endpoint Security, Malware-Schutz, Schwachstellenmanagement und Patch Management zusammenführt. Ziel ist eine zentrale Sicherheitsplattform mit einheitlicher Verwaltung und gemeinsamen Sicherheitsprozessen.

Die Integration verschiedener Schutzmechanismen soll den administrativen Aufwand reduzieren und gleichzeitig die Transparenz über potenzielle Risiken erhöhen.

12. Vorbereiten, Standhalten, Wiederherstellen und Anpassen

Die Session strukturiert Cyber Resilience in vier Bereiche. Zunächst sollen Schwachstellen identifiziert und geschlossen werden, bevor Angriffe erfolgreich stattfinden können. Anschließend müssen Angriffe erkannt und abgewehrt werden.

Kommt es dennoch zu einem Sicherheitsvorfall, steht die Wiederherstellung im Mittelpunkt. Abschließend werden Erkenntnisse aus Vorfällen genutzt, um Prozesse, Sicherheitsmaßnahmen und Schulungskonzepte kontinuierlich zu verbessern.

13. Endpoint Detection and Response (EDR)

Ein wichtiger Bestandteil moderner Cyber Protection ist Endpoint Detection and Response. EDR überwacht Endgeräte kontinuierlich und identifiziert verdächtige Aktivitäten bereits vor dem eigentlichen Angriff.

Dadurch können Sicherheitsverantwortliche früher eingreifen und Gegenmaßnahmen einleiten, bevor Schadprogramme Daten verschlüsseln oder sensible Informationen abziehen.

14. KI in der Cyber-Protection-Plattform

Künstliche Intelligenz wird in mehreren Bereichen der Plattform eingesetzt. Sie hilft bei der Analyse von Sicherheitsereignissen, der Zusammenführung von Informationen unterschiedlicher Sicherheitsmodule sowie der Priorisierung von Risiken.

Ein weiteres Ziel besteht darin, komplexe Vorgänge für Administratorinnen und Administratoren verständlicher aufzubereiten und dadurch die Reaktionsgeschwindigkeit zu erhöhen.

15. Acronis GenAI Protection und Schutz vor Datenabfluss

Die Session stellt außerdem Acronis GenAI Protection vor. Diese Funktion unterstützt Unternehmen dabei, die Nutzung von KI-Werkzeugen innerhalb der Organisation zu überwachen und Risiken durch Datenabfluss zu reduzieren.

Administratoren erhalten Einblick, welche KI-Dienste verwendet werden und können Richtlinien definieren, um den Transfer sensibler Informationen zu verhindern. Ergänzt wird dies durch Data Leak Prevention und Ereignisprotokollierung.

16. Cloud, Data Sovereignty und lokale Installation

Im abschließenden Gespräch erläutert Acronis den hybriden Ansatz der Plattform. Die Lösung wird primär cloudbasiert betrieben und nutzt eigene Rechenzentren in Deutschland. Gleichzeitig sind auch lokale Installationen und Air-Gapped-Szenarien möglich.

Dadurch können Unternehmen Anforderungen an Datensouveränität, Compliance und lokale Datenhaltung berücksichtigen und gleichzeitig moderne Cloud-Funktionen nutzen.