Lieber spontan: Spot-Instances auf EC2
Wer es spontaner mag, kann „Spot Instances“ buchen – nicht genutzte EC2-Kapazitäten in der AWS Cloud. Damit optimiert AWS die Auslastung seiner Infrastruktur. Spot Instances sind vergleichbar mit den Sparpreisen der Deutschen Bahn: Je geringer die Auslastung, desto höher der Rabatt. Amazon-EC2-Spot-Instances sind mit Nachlässen von bis zu 90 Prozent im Vergleich zum On-Demand-Preis verfügbar. Preise und Verfügbarkeit ändern sich im Laufe der Zeit je nach Angebot und Nachfrage; Sie können einen Höchstpreis angeben, den Sie zu zahlen bereit sind.
Aber Achtung: Während Sie in der Bahn niemand aus dem Zug wirft, wenn neue Fahrgäste zusteigen, sieht das bei Spot-Instances etwas anders aus. Denn AWS fordert die rabattierte Kapazität zurück, wenn sie wieder benötigt wird (also zum regulären On-Demand-Preis verkauft werden kann), oder wenn der Preis Ihren Höchstpreis übersteigt. Die Vorwarnzeit beträgt gerade einmal 2 Minuten.
Deshalb werden Spot-Instances für zustandslose, fehlertolerante, flexible Anwendungen empfohlen, zum Beispiel Big Data-Anwendungen, containerisierte Workloads, CI/CD, zustandslose Webserver, High Performance Computing (HPC) oder Rendering-Workloads. Zudem ist es sinnvoll, mehrere Spot-Instances oder andere Ressourcen für den automatischen Kapazitätsausgleich zu nutzen, etwa per Auto Scaling.