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Das IBM Portfolio für die Umsetzung einer AIOps Strategie

Das IBM Portfolio für die Umsetzung einer AIOps Strategie

Mit Instana, Turbonomic und Watson for AIOps hat IBM sein Portfolio rund um die Automatisierung des IT- und Applikationsbetriebs neu aufgestellt. Die Lösungen sollen Silos aufbrechen und so Teams, Tools und Prozesse verbinden; künstliche Intelligenz zudem Prozesse automatisieren und so Lösungssuche und Reaktions-Geschwindigkeiten in den stetig wachsenden Datenmengen verbessern. In einer Reihe von drei Blogbeiträgen wollen wir die dazugehörigen Tools betrachten, ihre Vor-und Nachteile diskutieren und fragen, für welche Unternehmen sich welche Lösung anbietet. 

Folge 1: Instana

Folge 1 betrachtet den ersten Schritt zu einer AIOps Strategie: Das konsolidierte Monitoring und die Observierung von Systemen und Applikationen in einer hybriden Infrastruktur. Kann Instana genau hier helfen, die Basis zu AIOps zu schaffen?

Was ist IBM Observability by Instana APM?

Im November 2020 übernahm IBM den Hersteller Instana und damit Instanas gleichnamige Application Performance Monitoring (APM) Lösung. Dieser Neuzugang im IBM Portfolio war keineswegs zufällig, sondern eine strategische und zielgerichtete Erweiterung des AIOps Portfolios von IBM.

Laut IBM können Kunden in ihren Unternehmen mit IBM Observability by Instana APM die Überwachung der Anwendungsleistung verbessern und durch neue Funktionalitäten die Effektivität bei der Fehlerbehebung steigern. Neben einer Verbesserung des Anwendungs-Leistungs-Managements sollen zudem die CI/CD-Pipelines beschleunigt werden - unabhängig davon, wo sich Anwendungen befinden; also in öffentlicher Cloud, Private Cloud, Hybrid Cloud, vor Ort, IBM Z, etc. 

Mit IBM Observability by Instana sollen User dem Hersteller zufolge IBM APM mit Automatisierungsfunktionen und verteilter Trace-Erstellung kombinieren und dabei selbst entscheiden können, ob Sie die Lösung vor Ort oder als SaaS-Lösung implementieren. 

Was genau verbirgt sich hinter dem Begriff AIOps?

AIOps steht für Artificial Intelligence for IT Operations, also für den Einsatz von künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen zur Steuerung und Überwachung von IT-Services und IT-Infrastruktur. 

Aktuell stehen Unternehmen in diesen Bereichen durch immer größer und dynamischer werdende Infrastrukturen vor folgenden Herausforderungen:

  • Enorme Mengen von Systemdaten müssen überwacht und ausgewertet werden.
  • Die Lokalisierung und Analyse von Fehlern und Bottlenecks in der Ressourcenkette der Applikationen ist zu aufwändig und damit zeitintensiv.
  • Verschiedene Tools zur Überwachung von Teilbereichen der Infrastruktur verhindern einen ganzheitlichen Blick und erfordern die manuelle Prüfung von Zusammenhängen und Konsistenz von Fehlermeldungen
  • Es fällt Unternehmen zunehmend schwerer, Mitarbeiter zu finden, die über die notwendigen Skills verfügen, um die Vielzahl an verschiedenen Tools zu managen und die Daten daraus so zu kombinieren, dass gewinnbringende Erkenntnisse möglich werden.

AIOps soll Kunden also dabei helfen, Silos aufzubrechen und dadurch Teams, Tools und Prozesse miteinander zu verbinden. Zudem soll der Einsatz künstlicher Intelligenz dabei unterstützen, Prozesse zu automatisieren und so die Lösungssuche und Reaktionsgeschwindigkeiten in den immer weiter wachsenden Datenmengen deutlich zu verbessern. 

Wie sind die einzelnen Produkte strategisch im IBM AIOps Portfolio eingebettet?

Zur Umsetzung einer effizienten AIOps Strategie setzt IBM auf folgende Produkte im AIOps Portfolio:

  1. Instana als Application Performance Monitoring (APM) Tool zur Überwachung von Fehlermeldungen und Applikations-Performance.
  2. Turbonomic als Application Resource Management (ARM) Tool zur automatisierten Optimierung der Ressourcen, die für den Betrieb von Applikationen zur Verfügung gestellt werden.
  3. Mit dem Cloud Pak for Watson AIOps stellt IBM eine IT Operations Plattform zur Verfügung, durch die Kunden ihre bisherige, ausschließlich reaktive Arbeitsweise in eine proaktive wandeln können. Durch künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen lässt sich zum Beispiel „Noise Reduction“ umsetzen, um die Vielzahl der täglichen System- und  Fehlermeldung auf wirklich kritische Meldungen einzugrenzen. Zudem lassen sich sowohl Ereignis-Management wie auch Fehler-Ursachen-Analysen deutlich beschleunigen, was wiederum die IT Operations-Teams entlastet.

Für welche Kunden ist diese Lösung interessant? 

Instana ist als Application Performance Monitoring Lösung auf Kunden nahezu aller Branchen ausgerichtet, die vor der Herausforderung stehen, System- und Applikationsleistungen in hybriden Infrastrukturen zu überwachen. Viele Kunden haben Schwierigkeiten damit, dass die vorhandenen Monitoring-Lösungen nur Teilbereiche der Infrastruktur abdecken und zudem oft mehrere, nicht miteinander kommunizierende Tools im Einsatz sind. Dies sorgt für eine Betrachtung nach „Silos“ sowie zeitintensive Prozesse zur Fehleranalyse und -behebung, in der verschiedene Teams versuchen, Daten aus den jeweils eigenen Tools in einen gemeinsamen Kontext zu setzen.

Für Unternehmen, die aktuell Applikationen modernisieren oder bereits Cloud-nativ in Containern betreiben und nun eine Monitoring-Lösung benötigen, mit der sie sowohl in ihrer lokalen Infrastruktur, als auch in Cloudumgebungen alle Komponenten automatisiert überwachen können, die zur Bereitstellung ihrer Applikationen beitragen, ist Instana eine Lösung mit der man sich auf jeden Fall beschäftigen sollte.

Instana: Vorteile und Benefits

Welche Vorteile und Benefits bietet Instana konkret gegenüber herkömmlichen APM-Tools?

  1. Automatisierung – Mit der Funktion Auto-Discovery lassen sich mit einem einzigen Agenten je Host alle Komponenten sichtbar machen und Sensoren ausrollen, um 250 unterschiedliche Technologien zu überwachen.
  2. Instana liefert alle Daten in Echtzeit Metrikdaten werden mit einer Frequenz von einer Sekunde eingesammelt. Zudem wird durch Tracing für jede Abfrage an eine Applikation die Antwortzeit und der Kontext für alle involvierten Komponenten des Applikationsbetriebs erfasst. Somit werden zum Beispiel auch Fehler in Datenbanken, Virtualisierungs-Umgebungen oder Speicherkomponenten berücksichtigt sowie der Zusammenhang zwischen diesen Komponenten dargestellt.
  3. Mit dem Dynamic Graph Feature lassen sich die Zusammenhänge zwischen allen Komponenten darstellen, die für die Bereitstellung von Applikationen notwendig sind. Dies umfasst alles, von den Applikations-Komponenten, über Komponenten der Virtualisierungs- und Container-Plattform bis hin zu Infrastruktur-Komponenten wie Storage, Netzwerk und Hosts. Durch diesen abteilungsübergreifenden View können bisher in Silos arbeitende Teams - ohne große Einarbeitungszeit - Fehler über Abteilungsgrenzen hinweg lokalisieren und dabei die Zeiten zur Fehlerbehebung halbieren.
  4. Die Ereignis-Benachrichtigungen in Instana liefern stets einen „Root-Cause-Report“. Dieser enthält immer alle ereignisspezifischen Metriken, Traces sowie Logs um unmittelbar und zielgerichtet mit der Fehleranalyse sowie -behebung starten zu können. Dieser Report setzt immer auch auf dem Dynamic Graph auf, um auf Basis der visualisierten Infrastruktur die betroffenen Komponenten, die die Ereignisse und Fehler verursachen, lokalisieren zu können.

Instana: Nachteile und Herausforderungen

Zu beachten ist, dass Instana als eines von wenigen IBM Produkten nicht als Kauf- / Perpetual-Lizenz angeboten wird. Instana kann als Saas-Service (IBM gehosted) oder als zeitlich befristete Subscription (Self-hosted) erworben werden. Der Nachteil, dass kein zeitlich unbefristetes Nutzungsrecht erworben werden kann, wird jedoch dadurch aufgehoben, dass kein initiales, großes Investment in Perpetual-Rechte getätigt werden muss und Kunden - immer zum Ablauf des jeweils aktuellen Zeitraums - flexibel auf Bedarfsänderungen für Folgezeiträume reagieren können.

Tipps

Instana wird auf Basis der Metrik „Managed Virtual Server“ lizenziert: Unabhängig von der Anzahl der Metriken, Alerts oder Events lässt sich hier der Lizenzbedarf präzise ermitteln - Kunden zählen die Anzahl der observierten „Managed Virtual Server“ einfach auf Basis folgender Definitionen:

  • Jede nicht virtualisierte, physische Maschine wird als „Managed Virtual Server“ gezählt
  • Jede VM auf einer virtualisierten physischen Maschine wird als „Managed Virtual Server“ gezählt
  • In Kubernetes-Umgebungen wird jeder Worker Node als „Managed Virtual Server“ gezählt

Die relativ einfache, präzise Ermittlung ist wichtig, denn bei vielen Kunden, die Überlegungen rund um das neue Tool anstellen, wird der Punkt Lizenzierung eine besonders große Rolle spielen. 

Der Grund: Bei einem Großteil der bisher am Markt verfügbaren Lösungen wird auf Basis von Metriken oder Events lizenziert. Das bringt schwer kalkulierbare Kosten mit sich. Oft sind die Ausgaben bei der tatsächlichen Nutzung dann deutlich höher, als initial angenommen. Im Falle des neuen IBM Angebotes profitieren Kunden hingegen von einer hohen Planungssicherheit und genauer Kostenkontrolle.

Fazit

Sowohl technisch, wie auch hinsichtlich der oben erwähnten, wirtschaftlichen Aspekte wie Planungssicherheit und Kostenkontrolle kann man IBM das Eine mit Sicherheit bescheinigen: Der Hersteller hat sein Portfolio mit Bedacht und vor allem auch sehr zielgerichtet erweitert. Hinsichtlich der Entwicklung einer AIOps-Strategie bietet Instana eine große Bandbreite an Möglichkeiten und kann tatsächlich, um die Eingangsfrage zu beantworten, eine Basis zu AIOps schaffen. 

Ob diese Lösung für ein Unternehmen jedoch wirklich passt, ist dennoch von unzähligen, individuellen Faktoren abhängig, die in der generell verfolgten Strategie hinsichtlich von Produkten des Herstellers IBM, aber speziell natürlich auch in den jeweiligen Business-Zielen begründet liegen.

Sie wünschen sich weitere Informationen?

Fragen zu dieser Thematik beantworten Ihnen jederzeit gerne unsere Experten der IBM  Advisory Services.

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Folge 2: Turbonomic

Nach dem IBM Produkt Instana in Folge 1 dieser Blogreihe geht es nun um den zweiten Schritt zu einer umfassenden AIOps Strategie: Die Automatisierung des Application Resource Managements und somit die Gewährleistung, dass den Applikationen zu jeder Zeit genau die Ressourcen zur Verfügung stehen, die sie benötigen. Ziel ist es dabei, zu vermeiden, dass zu knapp bemessene Konfigurationen zu langen Antwortzeiten der Applikationen führen, oder dass zu groß konfigurierte oder nicht effektiv genutzte Systeme und Umgebungen unnötige Kosten verursachen.

Was ist Turbonomic Application Resource Management?

Mit Turbonomic Application Resource Management for IBM Cloud Paks lässt sich laut der Beschreibung auf der IBM Webseite die Ressourcen-Auslastung von Anwendungen kontinuierlich analysieren. Kunden sollen so vollständig automatisierte Abläufe erhalten, die gewährleisten, dass Anwendungen die für sie erforderliche Leistung erbringen und gleichzeitig ihre Geschäftsrichtlinien einhalten. Daraus ergeben sich aus Sicht des Herstellers drei Vorteile:

  • Die Verbesserung der Anwendungsleistung. Denn können Kunden sicherstellen, dass ihre Anwendungen über die Ressourcen verfügen, die sie für die Ausführung benötigen, resultiert laut IBM daraus ein vollständiges Verständnis des Anwendungs- und Infrastruktur-Stacks, mit dem Kunden wiederum Aktionen automatisieren und eine Überlastung der Ressourcen in einer hybriden Cloud-Umgebung verhindern können.
  • Laut IBM soll sich so auch die IT-Produktivität weiter steigern lassen. Indem Kunden Ressourcen automatisch auf der Grundlage von Echtzeitanforderungen verwalten, sollen sie in der Lage sein, eine kontinuierliche Leistung zu erzielen, sowie ihren Anwendungs- und Infrastrukturteams die Möglichkeit geben zu können, ihre Prioritäten zu verschieben, um die Experience der End User zu verbessern. 
  • Den dritten Vorteil sieht IBM in der Möglichkeit, Anwendungs- und Infrastrukturteams zu verknüpfen. Durch den Gewinn eines gemeinsamen Verständnisses dafür, wie sich die Infrastruktur auf die Leistung auswirkt, sollen Kunden in der Lage sein, die Lücke zwischen Anwendungs- und Infrastrukturteams zu schließen: Wenn Anwendungen per Autopilot laufen, können Kunden aus Sicht von IBM ihre Energie in Innovationen investieren und Zeit dafür gewinnen, die Customer Experience zu verbessern. 

Was genau verbirgt sich hinter dem Begriff AIOps?

AIOps steht für Artificial Intelligence for IT Operations, also für den Einsatz von künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen zur Steuerung und Überwachung von IT-Services und IT-Infrastruktur. 

Aktuell stehen Unternehmen in diesen Bereichen durch immer größer und dynamischer werdende Infrastrukturen vor folgenden Herausforderungen:

  • Enorme Mengen von Systemdaten müssen überwacht und ausgewertet werden.
  • Die Lokalisierung und Analyse von Fehlern und Bottlenecks in der Ressourcenkette der Applikationen ist zu aufwändig und damit zeitintensiv.
  • Verschiedene Tools zur Überwachung von Teilbereichen der Infrastruktur verhindern einen ganzheitlichen Blick und erfordern die manuelle Prüfung von Zusammenhängen und Konsistenz von Fehlermeldungen
  • Es fällt Unternehmen zunehmend schwerer, Mitarbeiter zu finden, die über die notwendigen Skills verfügen, um die Vielzahl an verschiedenen Tools zu managen und die Daten daraus so zu kombinieren, dass gewinnbringende Erkenntnisse möglich werden.

AIOps soll Kunden also dabei helfen, Silos aufzubrechen und dadurch Teams, Tools und Prozesse miteinander zu verbinden. Zudem soll der Einsatz künstlicher Intelligenz dabei unterstützen, Prozesse zu automatisieren und so die Lösungssuche und Reaktionsgeschwindigkeiten in den immer weiterwachsenden Datenmengen deutlich zu verbessern. 

Wie sind die einzelnen Produkte strategisch im IBM AIOps Portfolio eingebettet?

Zur Umsetzung einer effizienten AIOps Strategie setzt IBM auf folgende Produkte im AIOps Portfolio:

  • Instana als Application Performance Monitoring (APM) Tool zur Überwachung von Fehlermeldungen und Applikations-Performance.
  • Turbonomic als Application Resource Management (ARM) Tool zur automatisierten Optimierung der Ressourcen, die für den Betrieb von Applikationen zur Verfügung gestellt werden.
  • Mit dem Cloud Pak for Watson AIOps stellt IBM eine IT Operations Platform zur Verfügung, durch die Kunden ihre bisherige, ausschließlich reaktive Arbeitsweise in eine proaktive wandeln können. Durch künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen lässt sich zum Beispiel „Noise Reduction“ umsetzen, um die Vielzahl der täglichen System- und Fehlermeldung auf wirklich kritische Meldungen einzugrenzen. Zudem lassen sich sowohl Ereignis-Management wie auch Fehler-Ursachen-Analysen deutlich beschleunigen, was wiederum die IT Operations-Teams entlastet.

Für welche Kunden ist Turbonomic interessant? 

Um herauszufinden ob Turbonomic Ihnen als Kunde einen echten Mehrwert bringt, stellen Sie sich die folgenden Fragen:

  • Ist der ununterbrochen performante Betrieb Ihrer Applikationen wichtig – vielleicht in einigen Bereichen sogar existenziell für Ihren Unternehmenserfolg oder die Aufrechterhaltung Ihres Kerngeschäftes?
  • Stellt Sie die Identifizierung von Problemen mit aktuellen Tools vor Herausforderungen oder erfordert es einfach zu viel Zeit, über verschiedene Teams und Tools Lösungen zu finden?
  • Wird bei der Konfiguration der Ressourcen für den Applikationsbetrieb hin und wieder ein „bisschen mehr“ gekauft oder eine größere Cloud Instanz gebucht, um für den Fall benötigter Mehrleistung einen Puffer zu haben?

Wenn Sie auch nur eine der o.a. Fragen für sich mit „Ja“ beantworten können, kann Turbonomic Ihnen tatsächlich dabei helfen, den Applikationsbetrieb effektiver, schneller und kostengünstiger zu gestalten.

Von der Mehrheit unserer Kunden erhalten wir jedoch das ehrliche Feedback, dass trotz teils vorhandener Tools in allen 3 Bereichen noch viel Optimierungspotential steckt.

Unsere Erfahrung zeigt, wie herausfordernd es für Unternehmen ist, in einer hybriden Infrastruktur sicherzustellen, dass allen Applikationen die richtigen Ressourcen zur richtigen Zeit zur Verfügung gestellt werden und gleichzeitig keine unnötigen Kosten durch nicht genutzte Kapazitäten verursacht werden.

Für Kunden, die Ihr IT-Asset-Management mit Flexera One betreiben, stellt Turbonomic eine ganz besonders interessante Lösung dar. Turbonomic und Flexera One lassen sich miteinander integrieren, so dass im Rahmen der Ressourcenoptimierung zusätzlich die Lizenzierungs- und Compliance-Daten aus Flexera One berücksichtigt werden. Somit kann sichergestellt werden, dass Optimierungsprozesse auch unter Berücksichtigung von Compliance-Aspekten und Lizenzkosten stattfinden und somit die beste Lösung auf Basis einer ganzheitlichen Betrachtung umgesetzt wird.

Turbonomic: Vorteile und Benefits

Welche konkreten Vorteile und Benefits bietet Turbonomic gegenüber herkömmlichen ARM-Tools?

  • Application Supply Chain – Turbonomic ermittelt innerhalb einer Stunde nach erfolgreichem Deployment alle Komponenten der ausgewählten Infrastrukturumgebung. Dies geschieht ausschließlich auf API-Basis und die Installation von Agenten ist nicht erforderlich. Aus den so ermittelten Daten wird grafisch die Application Supply Chain erstellt, die Ihnen die Beziehung zwischen Applikationen und den für den Applikationsbetrieb benötigten Infrastrukturkomponenten darstellt. IBM selbst stellt diesen Vorgang auf einer seiner Developer-Seiten grafisch sehr anschaulich dar:
Quelle: eigene Darstellung nach IBM Developer (https://developer.ibm.com/articles/understanding-application-resource-management-using-turbonomic)
  • Lokale Infrastruktur und Cloud: Turbonomic unterstützt virtualisierte on-prem Infrastrukturen und containerisierte Workloads im lokalen Rechenzentrum genauso wie von Cloud-Anbietern bereitgestellte Ressourcen. Turbonomic ist somit in der Lage, Optimierungen gemäß der vom Kunden definierten Regeln über die gesamte hybride Infrastruktur vorzuschlagen oder automatisiert durchzuführen  
  • Automatisierung mit Turbonomic Actions: Auf Basis der ermittelten Infrastruktur- und Applikationsdaten schlägt Turbonomic automatisch Maßnahmen vor. All diese vorgeschlagenen Maßnahmen werden von Turbonomic durch entsprechende Daten sowie den potentiellen Effekt erklärt. Sie können die vorgeschlagenen Maßnahmen nach Prüfung bestätigen, so dass diese durch Turbonomic direkt umgesetzt werden. Alternativ lässt sich auch definieren, in welchen Bereichen Turbonomic diese Maßnahmen voll automatisiert und in von Ihnen definierten Zeitfenstern durchführt, um den zuständigen Teams einen Großteil manueller Prozesse - für beispielsweise weniger kritische Applikationen - abzunehmen.
  • Migrationsplanung: Turbonomic kann Sie bei der Planung von Migrationsprojekten unterstützen, indem es Kostensimulationen für die Migrationen lokaler Infrastrukturen zu einem Public Cloud Anbieter erstellt.

Turbonomic: Nachteile und Herausforderungen

Obwohl sich Turbonomic sehr sinnvoll mit dem im ersten Teil unserer Blog-Reihe vorgestellten Tool Instana kombinieren lässt, ist letztere Lösung nur als SaaS-Subscription Lizenz (ohne Perpetual- / Dauernutzungsrecht) erhältlich. 

Turbonomic wird im Gegenzug sowohl als On-Premises- , als auch als SaaS-Lizenz angeboten. Hier hätte man sich eine Vereinheitlichung gewünscht, mit der beide Produkte in jeweils beiden Lizenzierungsformen erhältlich sind, um Kunden die Flexibilität zu geben, beide Produkte einheitlich entsprechend Ihrer Wünsche zu lizenzieren.

Tipps

Turbonomic wird auf Basis der Metrik „Managed Virtual Server“ lizenziert: Unabhängig von der Anzahl der Metriken, Alerts oder Events lässt sich hier der Lizenzbedarf präzise ermitteln - Kunden zählen die Anzahl der observierten „Managed Virtual Server“ einfach auf Basis folgender Definitionen:

  • Jede nicht virtualisierte, physische Maschine wird als „Managed Virtual Server“ gezählt
  • Jede VM auf einer virtualisierten physischen Maschine wird als „Managed Virtual Server“ gezählt
  • In Kubernetes-Umgebungen wird jeder Worker Node als „Managed Virtual Server“ gezählt

Die relativ einfache, präzise Ermittlung ist wichtig, denn bei vielen Kunden, die Überlegungen rund um das neue Tool anstellen, wird der Punkt Lizenzierung eine besonders große Rolle spielen. 

Der Grund: Bei einem Großteil der bisher am Markt verfügbaren Lösungen wird auf Basis von Metriken, Events, Datenmengen, Usern oder einem Mix aus verschiedenen der genannten Messgrößen lizenziert. Das bringt schwer kalkulierbare Kosten mit sich. Oft sind die Ausgaben bei der tatsächlichen Nutzung dann deutlich höher als initial angenommen. Im Falle des neuen IBM Angebotes profitieren Kunden hingegen von einer hohen Planungssicherheit und genauer Kostenkontrolle.

Fazit

Turbonomic ist ein nettes Kunstwort. Der erste Teil, Turbo, steht für Schnelligkeit; die beiden Silben nomic sind von Economic entlehnt, stehen also für Wirtschaftlichkeit. 

Denkt man zum Beispiel an das Auto, passen “Schnell” und “Wirtschaftlich” in der Regel nicht zusammen. Geschwindigkeit erfordert immer mehr Ressourcen. Turbonomic aber schafft es tatsächlich, vom Kunden definierte Optimierungen, also Wirtschaftlichkeit, mit einer enormen Geschwindigkeit vorzuschlagen oder automatisiert durchzuführen. In dieser Hinsicht wir das Tool seinem Namen gerecht und kann Unternehmen durch seinen Einsatz tatsächlich immense Vorteile bieten. 

Sie wünschen sich weitere Informationen?

Fragen zu Turbonomic beantworten Ihnen jederzeit gerne unsere Experten der IBM Advisory Services.

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Autor

Steve Kiesewetter

Steve Kiesewetter

Consultant IBM Advisory Services

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