COMPAREX wird SoftwareONE. Ab dem 1. April wird die COMPAREX AG ihren Markenauftritt in SoftwareONE ändern. Die Markenkonsolidierung ist Teil eines laufenden Integrationsprozesses im Zuge des Erwerbs der COMPAREX AG durch SoftwareONE.
Autodesk CAD-Apps

Autodesk

CAD-Apps virtuell einsetzen

CAD-Apps auf Cloud-Desktops einsetzen

Es ist mittlerweile für jeden an der Zeit, dass er sich über den Wechsel in die Cloud Gedanken macht. Viele Kunden stehen vor der Herausforderung, wie Sie die Flexibilität und Skalierbarkeit von Cloud-Desktops maximal ausnutzen können. In der Baubranche benötigt man beispielsweise eine sehr hohe Rechenleistung. Daraus ergibt sich die nächste Frage: Kann man CAD-Workstations mit Cloud-Desktops ersetzen? Die Antwort ist ein klares „Jein“, denn es kommt ganz darauf an.

Eine klare Antwort auf diese Frage hängt nämlich davon ab, um welche eingesetzte CAD-Software es sich handelt. Bei CAD-Anwendungen haben sich über die letzten Jahre zwei verschiedene Workloads herauskristallisiert: Anwendungen, die eher CPU-lastig arbeiten und solche, die eher GPU-lastig arbeiten.

CPU- oder GPU-lastige Anwendungen

Innerhalb von Azure hat man Zugriff auf fast 200 unterschiedliche VM-Typen. Dabei fangen die kleinsten an bei 1 vCPU und 1GB RAM (Typ B1S), welche dann auch nur 0,0088€/h kosten. Diesen VM-Typ kann man z.B. für 24/7-laufende DCs in Azure nutzen. Bei den größten und auch teuersten VM-Typen handelt es sich um M416ms v2, welche circa 100€/h kosten, dafür aber auch 416 vCPU und 11TB RAM bieten. Aber auch diese ist nicht für CAD geeignet, sondern sind eher für In-Memory-Datenbanken oder -Workloads wie SAP HANA gedacht.

Zu den besonders CPU-lastigen Anwendungen zählt z.B. Autodesk Revit. Obwohl es sich hierbei um ein Produkt von Autodesk handelt, und man vermuten könnte, dass die GPU, also die Grafikkarte, eine besondere Rolle spielen müsste, ist dem leider nicht so.

Im Regelfall werden GPU-VMs in Azure für CAD-Anwendungen in eine Maschine aus der NV-Serie, z.B. NV6, deployt. Diese hat 6 vCPUs und 56GB RAM (Kostenpunkt: 1,15€/h) und sollte damit für die meisten Anwendungszwecke ausreichen. Dazu kommt dann noch eine Nvidia Tesla M60 als Grafikkarte. 

Abbildung 1: Azure NV-Serie

Falls gewünscht, kann man alternativ eine VM aus der NVv4-Serie nehmen. Darin enthalten sind eine AMD CPU (Epyc) und eine AMD GPU (Radeon Instinct M25: 1/8x M25 – 1xM25). Der am häufigsten deployte Typ wäre dann eine NV8as v4 mit 8 vCPUs und 28GB RAM (Kostenpunkt: 49Cent/h mit 1/4xM25). Auch diese VM sollte für die meistens Fälle ausreichen. Auf der Kostenseite hat sie Vorteile gegenüber der Nvidia-Maschine, sodass sie als erster Einstiegpunkt für CAD in Azure Virtual Desktop (ehemals Windows Virtual Desktop) genutzt werden kann.

Abbildung 2: Azure NVv4-Serie

Bei Autodesk Revit sehen die Benchmarks jedoch nicht so gut aus für die beiden VMs, da Revit eher auf die Geschwindigkeit der CPU skaliert.

Abbildung 3: Benchmark-Ergebnisse Autodesk Revit

Als Vergleich zu den beiden Azure VMs wurde in diesem Fall ein Intel Core i7-10700k aus einer Dell Workstation herangezogen. Da diese eine Base-Clock von 3,8GHz und eine Burst-Clock von 5,1GHz hat, hinken die Werte der NV-Maschinen mit 2,45/2,6Ghz doch recht weit zurück, jedenfalls für einen Mitarbeiter, der 8 bis 10h am Tag mit CAD-Modellen arbeiten muss. 

Wirtschaftlichkeit von Cloud-Desktops

Für jemanden, der gelegentlich Modelle anschauen oder auch bearbeiten muss, bieten diese Maschinen aber sehr wohl eine Alternative zur Anschaffung einer Workstation (CapEx vs. OpEx). Denn nun werden die hohen Anschaffungskosten, welche sich teilweise im hohen vierstelligen, teilweise auch schon fünfstelligen Euro-Betrag befinden (CapEx), in kleinere monatliche Ausgaben für die virtuellen Maschinen gesplittet (OpEx).

Microsoft bietet für hohe CPU-Burst-Leistung auch Maschinen der FX-Serie an. Diese beinhalten einen Intel Xeon 6246R-Prozessor, welcher mit einem recht hohen Grundtakt von 3,4GHz läuft und einen All-Core-Burst von 4,0GHz bietet. Jedoch fehlt ihnen eine leistungsstarke GPU von AMD oder auch Nvidia. Mit dieser hohen CPU-Rate und einem vergleichsweise geringen Preis von ~38Cent/h ist sie trotzdem eine VM, welche sich in diesem besonders CPU-relevanten Umfeld behaupten kann.

Letztlich kann man sagen, dass man durch die schiere Anzahl an VMs in Azure (~170-200) für nahezu jeden Anwendungszweck die richtige VM finden kann. 

Vertrauen Sie den Experten.

Bei der richtigen Auswahl der VM für CAD, aber auch jeden anderen Anwendungszweck von CAD-Andwendungen , stehen wir unseren Kunden beratend zur Seite.

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Autor

Jochen Berners

Modern Workplace Architekt

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