COMPAREX wird SoftwareONE. Ab dem 1. April wird die COMPAREX AG ihren Markenauftritt in SoftwareONE ändern. Die Markenkonsolidierung ist Teil eines laufenden Integrationsprozesses im Zuge des Erwerbs der COMPAREX AG durch SoftwareONE.

Citrix ADC / Netscaler

Was genau ist das? 

Von den Vorteilen von Citrix generell braucht man eigentlich niemanden zu überzeugen: Nach eigenen Angaben des Herstellers nutzen aktuell über 100 Millionen Anwender in 400.000 Unternehmen, darunter 99% der Fortune 500, Citrix. Dennoch tauchen natürlich immer wieder Fragen zu einzelnen Produkten auf – wie etwa zum ADC / Netscaler. Was genau ist das eigentlich und wie setzt man das ein? Da dieses Produkt historisch gewachsen ist, kann man diese Frage allerdings gar nicht in einem Satz beantworten. In unserem Interview beantwortet Michael Kappelt, Citrix-Experte bei SoftwareONE, die wichtigsten Kernfragen. 

 

ADC / Netscaler - was ist das?
„Eine kurze Antwort darauf gibt es nicht. Der ADC / Netscaler ist sehr vieles ineinander vereint. Durch die Tatsache, dass die Appliance historisch gewachsen ist, würde man sie heutzutage als ‚All-in-One‘ Appliance bezeichnen – mit dem ‚alten‘ Netscaler als Basis.“

 

Was war der ‚alte‘ Netscaler?
„Die meisten kennen ihn sicherlich noch und verbinden damit Funktionen wie Load-Balancing und Citrix Gateway. Dabei ist der Netscaler noch viel mehr. Vorab sei allerdings noch gesagt, dass der Netscaler vor zwei Jahren in ADC – kurz für Application Delivery Controller - umbenannt wurde. Allerdings zeigt die Praxis, dass jeder Administrator, der beispielsweise mit CLI arbeitet, nach wie vor vom Netscaler spricht.“

 

Michael, Du sagtest, der Netscaler ist noch mehr. Was genau?
Der Netsacler ist ein Multitalent: Er kann als Router dienen, das SSL-Offloading übernehmen, Ciphers entschlüsseln, HTTP Optimierungen und Redirecting ausführen sowie die Zwei-Faktor-Authentifizierung ermöglichen – um hier nur die wichtigsten Features zu nennen.“

 

Mit welcher Produkt-Edition kann ich welche Features nutzen?
„Diese Frage bekomme ich extrem oft gestellt, deshalb habe ich eine kurze und knappe Übersicht mit den wichtigsten Features angefertigt:“


Was nutzen die Kunden deiner Erfahrung nach am häufigsten?

„Die beliebteste Edition ist mit Abstand die Advanced Edition. Diese bietet die Möglichkeit von Clusterings, der Zwei-Faktor-Authentifizierung, des Load-Balancing, Citrix Gateway und viele weitere, nützliche Features. Wie schon gesagt: Ein Multitalent. Aber, wie in der Tabelle schon hervorgehoben, unbedingt immer die neue Sache mit der Universal-Lizenz beachten!“

Welche Versionen [Hardware / Software] gibt es und wo drin bestehen die Unterschiede?

Auch hierfür habe ich eine kurze Übersicht erstellt:

„VPX, MPX und SDX sind die bekanntesten Netscaler. VPX ist eine reine virtuelle Instanz, perfekt geeignet für das Load-Balancing sowie für den Einsatz des Citrix Gateways.

Die MPX ist allgemein meine persönliche Empfehlung. Hardware, XenServer sowie Netscaler sind hier in einer Appliance vereint. Dies bringt viele Vorteile mit sich. Jede Appliance hat eine extrem hohe Performance durch seine spezielle Hardware. Gerade im Web-Server Bereich ist diese Appliance unschlagbar. Dadurch, dass Hardware, Hypervisor und Netscaler auf einer Appliance vereint sind, ist das Troubleshooting auch wesentlich einfacher.

Die SDX hingegen ist der große Bruder von der MPX. Es handelt sich hierbei ebenfalls um eine Hardware Appliance mit großer Performance: So viel Performance, dass tatsächlich dutzende virtualisierte Netscaler auf einer Appliance betrieben werden können. Entwickelt wurde diese Appliance für Betreiber von Rechenzentren. Sie zieht aber immer mehr auch in “normale” Unternehmen ein. Jede virtualisierte Instanz ist automatisch eine Premium Edition.“


Gibt es noch etwas zu beachten oder zu bedenken?

„Einige der meistgenutzten Hardware Appliances sind schon ‚end of sales‘ und gehen in naher Zukunft in das ‚end of life‘ über. Bei der MPX 5500 ist das Ende im Januar 2014 erreicht und bei der SDX 140xx ist dies im Oktober 2024 der Fall. Es klingt zwar danach, als sei noch viel Zeit, allerdings sollte man dies für Wartungszyklen und die Bewertung von Nachfolgern nicht zu weit auf die lange Bank schieben.“

Lizenzierung
Abgesehen von der Edition ist die Anzahl der “Universal Lizenzen” zu berücksichtigen.


Pooled Capacity ist eine Lizenzierungsform für Netscaler, die leider viel zu wenig genutzt wird. Bei dieser Lizenzierung wird lediglich der Datendurchsatz lizenziert. Das bedeutet, erwirbt man eine Appliance die bspw. eine 50 Gbit Netzwerkkarte verbaut hat, so kann man davon, wie in meiner Übersicht zu sehen, nur 20 Gbit lizenzieren. Dies hat einen großen wirtschaftlichen Vorteil und man ist wesentlich flexibler. Man kann natürlich im Nachgang jederzeit sagen, ich möchte bitte mehr Bandbreite lizenzieren. Eine weiterer, wirklich toller Nebeneffekt ist, das man mehreren Netscalern quasi einen Pool an Bandbreite zur Verfügung stellen kann. Das heißt, Netscaler-Nr. 1 zieht sich 5 Gbit Bandbreite und Netscaler-Nr. 2 zieht sich 10 Gbit Bandbreite. Diese Verhältnisse sind vollkommen flexibel und das macht es daher auch sehr interessant.

 

Beispiel Architektur für 6.000 User

In diesem Beispiel haben wir die maximale Ausfallsicherheit erreicht!

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Autor

Michael Kappelt

Solution Advisor Citrix

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