Was ist neu?

Oracle Installationen auf vSphere 7

Anfang April 2020 hatte VMware vSphere 7 für den Verkauf freigegeben. Die Oracle betreffenden Änderungen fallen relativ gering aus. Wer Oracle Produkte wie Java, Datenbank oder Middleware auf einer VMware Infrastruktur betreibt, sollte aber dennoch grundsätzlich einige Dinge beachten. Was genau, listet Bernard Halbetel, Team Manager Software Lifecycle Management Oracle & SAP, in diesem Blog auf.

Die Änderungen und was sich daraus ergibt

Thema vLan oder Reconfiguration Approval: Wer eine von Oracle abgenommene VMware Infrastruktur betreibt, sollte vor einem Update den Vertrag aufmerksam studieren. Die meisten Vereinbarungen sind auf vSphere 6.x eingeschränkt    und haben eine Klausel im Text, die besagt, dass Oracle bei Infrastruktur-Änderungen in Kenntnis gesetzt werden muss. Bei einem Update muss dies erneuert werden.
Bei einer von Oracle nicht abgenommenen VMware Infrastruktur sieht es wie folgt aus: Nutzergruppen in Deutschland und Österreich haben bereits Studien von Rechtswissenschaftlern vorliegen und auch veröffentlicht, wonach eine Abnahme der Infrastruktur durch Oracle nicht zwingend notwendig ist, sofern die vertraglich vereinbarte Nutzung (installiert und/oder betrieben) nachgewiesen werden kann. Hier brauchen keinerlei große Änderungen vorgenommen werden.  

 

Assignable Hardware

Eine wirklich gute Neuigkeit, die mit vSphere7 einhergeht, ist aus dem Bereich DRS zu vermelden. Stichwort Assignable Hardware.  
Assignable Hardware bietet einen flexiblen Mechanismus, um Workloads Hardwarebeschleuniger zuzuweisen. Dieser Mechanismus identifiziert den Hardwarebeschleuniger anhand der Attribute des Geräts und nicht anhand seiner Hardwareadresse. Dies ermöglicht eine Abstraktionsebene des PCIe-Geräts via DirectPath I/O. Zuweisbare Hardware implementiert Kompatibilitätsprüfungen, um sicherzustellen, dass solche ESXi-Hosts als zuweisbare Geräte verfügbar sind, die den Anforderungen der virtuellen Maschine

entsprechen. 

Distributed Resource Scheduler

Die Funktionalität, um diejenigen Workloads, die mit einem Hardwarebeschleuniger konfiguriert wurden, richtig zu platzieren, ist in Distributed Resource Scheduler (DRS) integriert. Dies bedeutet auch, dass zuweisbare Hardware die vSphere HA-Funktionen zum Wiederherstellen von Workloads (die für den Hardwarebeschleuniger aktiviert sind) zurückbringt, wenn zuweisbare Geräte im Cluster verfügbar sind. Dadurch wird die Performance der VM erheblich verbessert, da in einem solchen Fall die VM auf die Oracle Software optimiert werden können, indem sie gegebenenfalls auf die ideale Hardware zugreifen. 


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Bernard Halbetel

Team Manager Software Lifecycle Management Oracle & SAP

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