COMPAREX wird SoftwareONE. Ab dem 1. April wird die COMPAREX AG ihren Markenauftritt in SoftwareONE ändern. Die Markenkonsolidierung ist Teil eines laufenden Integrationsprozesses im Zuge des Erwerbs der COMPAREX AG durch SoftwareONE.

Adobe Stock

Ein Bild – viele Lizenzoptionen

Bildrechte – Ihre Optionen im Lizenz-Dschungel von Adobe Stock

Im Netz finden sich zahlreiche Fotos oder Videos - ob in speziellen Bilderportalen oder bei simplen Suchmaschinen. Gerade in Zeiten von Facebook & Co. ist die Versuchung groß, einfach ein Bild aus dem Web zu kopieren und für eigene Zwecke zu verwenden. Aber Vorsicht: Ein falscher Klick kann ausgesprochen kostspielig werden. Schließlich ist geistiges Eigentum – und dazu zählen unter anderem Bilder und Videos - mit dem deutschen Urheberrechtsgesetz umfassend geschützt. Wir beleuchten in diesem Artikel die Lizenzierungsoptionen von Assets mittels Adobe Stock genauer und zeigen die Besonderheiten auf.

Die Herausforderungen bei Bildrechten

Ein Bild zu kopieren ist einfach, die unerlaubte Nutzung zu verbieten ist schwer, da man diese Vorgehensweise in der Regel mit technischen Mitteln der IT nicht kontrollieren oder gar unterbinden kann.

Daher schließen Firmen mit Bildanbietern Verträge ab, welche auf Einmalkauf, Credits, Abo oder sogar Flatrates basieren. Das Problem bei dieser Vorgehensweise liegt jedoch darin, dass mehrere Personen oder Abteilungen Bildmaterial beschaffen. Meist existieren in Fachabteilungen mehrere Kreditkarten und jede Abteilung schließt nur für den eigenen Bereich einen Vertrag mit einem Anbieter seiner Wahl ab. Die Folgen sind vielzählig, wie zum Beispiel:

  • Bilder dürfen teilweise nicht im Web genutzt werden.
  • Manche Bilder wiederum sind für Print nicht zugelassen.
  • Nur derjenige, der lizenziert hat, darf die Bilder auch verwenden – keine Nutzung im Team.
  • Eine Archivierung ist nicht erlaubt.
  • Es entsteht ein erhöhter Aufwand für die Buchhaltung durch viele Kreditkartenabrechnungen.

Schnell wird klar, dass es sich hier um nichts anderes als Lizenzrecht handelt, das gesteuert und beaufsichtigt werden muss. Im folgenden Beitrag werde ich mich ausschließlich auf die Lösung von Adobe namens Adobe Stock beziehen und wie damit oben genannte Probleme gelöst werden können. Wir schauen uns Möglichkeiten an, wie man überhaupt ein Bild, Adobe spricht gern von Asset, beziehen kann. Und schnell merkt man: Willkommen im Lizenz-Dschungel.


Ihre Möglichkeiten im Lizenz-Dschungel von Adobe

Sie haben die Möglichkeit, Stockmedien kostenfrei über die Free Collection zu erwerben. Diese gewähren Ihnen die Nutzung unter den Restriktionen der Standardrechte.

Bei einer Beschaffung von kostenpflichtigen Rechten müssen folgende Entscheidung im Vorfeld getroffen werden:

  • Abo oder Credits
  • Standard, Enhanced oder Extended License
  • Verwaltungsfunktionen für die Administration


Die Abo-Variante steht Ihnen nur im VIP for Teams zur Verfügung. Bei einem Abo stehen Ihnen jeden Monat neue Assets zur Verfügung, welche für Standardbilder, Vektoren, Illustrationen und Musiktitel genutzt werden können. Dabei gibt es drei unterschiedliche Varianten mit 10, 40 oder 750 Assets. Bei den ersten beiden werden die Assets bei Nichtnutzung in den Folgemonat und bei Verlängerung ins Folgejahr übertragen. Beim 750er Abo verfallen sie monatlich. Auch erwerben Sie hier nur Standardrechte. So ist zum Beispiel die Nutzung für Print mit einer Auflage auf 500.000 begrenzt und Merchandise ist untersagt. Zudem haben Sie bei dem Abo nicht die Möglichkeit Premium Assets, wie Fotos von Starfotografen oder auch Videos zu lizenzieren. Das Abo ist die kostengünstigste Variante Bildrechte zu erwerben – eine Kontrolle, ob die Rechte von den Nutzern allerdings eingehalten werden, ist fast nicht möglich.

Daher gibt es Credits ohne Abonnement-Verpflichtung. Diese können Sie sowohl im VIP for Teams als auch im VIP for Enterprise erwerben. Sie kaufen eine bestimmte Anzahl an Credits, welche für Assets aller Art eingesetzt werden können – auch bezeichnet als Extended License. Die Credits stehen Ihnen ab Lieferdatum 12 Monate zur Verfügung und können in diesem Zeitraum genutzt werden. Die Laufzeit der Credits ist nicht an die Laufzeit Ihres VIP-Vertrages gekoppelt. Nicht genutzte Credits verfallen nach Ablauf der 12 Monate. Die Beschränkung bei Print entfällt, der Nutzerkreis ist unbegrenzt und Sie können auch Premiuminhalte und Videos lizenzieren. Die Assets sind teurer als im Abo – dafür sind diese fast mit Rundum-Sorglos-Rechten versehen. Jedoch gilt auch hier, dass Assets nur für eine Firmierung lizenziert werden dürfen. Tochter- und Schwestergesellschaften sind ausgeschlossen.

Bei den bisher genannten Varianten, Abo und Credits, können Sie jedoch nur bei den Credits steuern, wer im Unternehmen diese Credits und in welcher Anzahl verwenden darf. Schnell kann es passieren, dass die Credits durch die Lizenzierung mehrerer HD-Videos verbraucht werden. Für ein 4K-Video benötigt man zum Beispiel 20 Credits. Wenn Sie dafür ursprünglich 20 Bilder geplant haben, muss häufig eine Nachbeschaffung erfolgen. Oder es werden Assets aus dem Abo von personen aufgebraucht, welchen nicht so ein großes Kontingent zugedacht war.

Dem kann man vorbeugen, indem man eine Art Flatvertrag mit dem Hersteller abschließt. Dies bietet Adobe im Rahmen der Pro-Version an. Wenn Sie Kreativprodukte in der Adobe Creative Cloud mieten, können Sie diese mit einer Flat für Standardbilder mit Plus-Rechten für Team-kunden und Erweiterten Rechten für Enterprise-Kunden ausstatten. Alle Benutzer mit dieser Lizenz können unbegrenzt Bilder lizenzieren. Eine Kontrolle, wer welche Bilder lizenziert hat, entfällt damit. Aber Achtung, auch hier gelten wieder Einschränkungen:

  • Alle Lizenzen in einem Vertrag müssen mit der Pro-Variante ausgestattet sein.
  • Sie erwerben kein dauerhaftes Nutzungsrecht an den Bildern wie bei Abo und Credits, sondern nur für den Nutzungszeitraum der Lizenz.
  • Die Flat gilt ausschließlich für Standardbilder und ausgewählte 3D Templates.


In allen drei Varianten - Abo, Credit oder Pro - müssen Sie Abstriche bei den verfügbaren Assets, den Bildrechten oder bei der Verwaltung machen. Um diesen Problematiken vorzubeugen, können Sie die Credits mit erweiterten Rechten und administrativen Enterprise-Funktionen und konzernweitem Nutzungsrecht versehen. Ihnen steht ein Dashboard zur Verfügung, in dem Sie genau steuern können, wer welche und wie viele Credits nutzen darf. Außerdem haben Sie Zugriff auf ein Reporting, um die verbrauchten Credits intern den Verbrauchern in Rechnung zu stellen.

Diese Art der Lizenzierung ist die preisintensivste und erfordert einen entsprechenden Mindestumsatz. Nichtsdestotrotz hat man mit dieser Variante nach dem Kauf keinerlei Aufwand mit der Rechteverwaltung und der Nachverfolgung der Nutzung der einzelnen Assets.

Adobe Stock Preis- und Rechteüberblick (Quelle: SoftwareONE)

In einer detaillierten Übersicht zu den Adobe Stock Varianten können Sie  ausgewählte Features einsehen und vergleichen. Fragen Sie dazu einfach unsere Expert*innen an. 

Zusammenfassung

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Bildrechte auf jeden Fall in den Aufgabenbereich des Lizenzmanagements fallen. Bei der Auswahl der Varianten sollte jedoch drauf geachtet werden, dass Preis und Leistung in einem guten Verhältnis stehen. Daher betrachte ich die Variante der Credit-Packs mit erweiterten Rechten und Enterprisefunktionen derzeit als die beste Möglichkeit. 

Nachholbedarf hat Adobe aktuell noch in der Übersichtlichkeit der einzelnen Varianten über die verschiedenen Lizenzprogramme. Nicht alle Varianten sind in allen Programmen verfügbar.

Sie wünschen sich eine persönliche Beratung?

Sie haben offene Fragen oder möchten sich individuell beraten lassen? Kontaktieren Sie unsere Experten.

Beratung anfordern

Kommentieren Sie diesen Artikel

Hinterlassen Sie einen Kommentar, um uns mitzuteilen, was Sie von diesem Thema halten!

Kommentar hinterlassen

Autor

Tobias Hübner

Principal License and Contract Specialist

 

Verwandte Artikel

oracles-fiscal-year-ends-will-it-impact-you
  • 16 März 2023
  • SoftwareONE Redaktionsteam
  • Publisher Advisory
  • Oracle, Advisory, Software Spend, Strategy

Fiskaljahresende bei Oracle: Ist jetzt die Zeit für Deals?

Bei Oracle endet zum 31. Mai das Fiskaljahr. Wir erläutern, welche Vorteile sich Kunden bieten, aber auch was zu beachten ist.

Release Veeam V12 - Features & Funktionalitäten

Mit dem Release von V12 hat Veeam® eine Plattformstrategie eingeführt, um mit Funktionalitäten für Datensicherung, Monitoring, Orchestrierung bestmögliche Cyberresilienz zu bieten.

Was sich hinter MDR verbirgt!

Finden Sie heraus, wie Sie mit Managed Detection and Response die Cybersicherheit in Ihrem Unternehmen verbessern können.