VMware Cloud on AWS

Microsoft Server für VMware Cloud lizenzieren

Im August 2019 gab Microsoft Änderungen der Lizenzierung bekannt, die sich ab Oktober desselben Jahres auf die Outsourcing-Rechte und gehostete Cloud-Services auswirken sollten. Nicht betroffen davon waren bereits vorhandene Software-Versionen, deren Lizenzen vor dem 1. Oktober 2019 erworben wurden.

 

Der Schwerpunkt der Änderung liegt auf der Bereitstellung von Windows Server Datacenter und SQL-Server Enterprise. Davon sind auch die Windows Server- und Microsoft SQL-Server-Instanzen für VMware Cloud on AWS (VMC on AWS) betroffen. Für ihr Cloud-Angebot gab VMware die „Gated Availability“ zur Bereitstellung ausgewählter Microsoft Software bekannt.

 

Einfach ausgedrückt bedeutet dies, dass gemäß der Lizenzänderungen von Microsoft VMware jetzt vorgefertigte Windows Server- und Microsoft SQL-Server-Instanzen bereitstellt, für die schelle Verwendung in der VMware Cloud on AWS – dies gilt für alle neuen Windows Server und einige neue SQL-Serverlizenzen, die nach dem 1. Oktober 2019 erworben wurden. VMware bietet auch ISO-Dateien an, damit Kunden ihre eigenen Instanzen erstellen können. Nach der Lizenzierung können Kunden so eine unbegrenzte Anzahl an Cluster-Instanzen verwenden.

Was hat sich für SQL- und Windows Server geändert?

Mit Wirkung zum 1. Oktober 2019 hat Microsoft über seine Produktbedingungen Lizenzbeschränkungen für unbefristete Lizenzen auf Hyperscaler-Plattformen eingeführt, die als „Listed Providers“ bezeichnet werden und die VMware Cloud on AWS enthalten.

 

Gemäß den geänderten Lizenzbedingungen von Microsoft können beispielsweise Windows Server-Instanzen, die nach dem 1. Oktober 2019 erworben wurden, nicht auf die VMC-Plattform übertragen werden. Daher müssen Kunden Windows Server über den VMware Dienst abonnieren. Für SQL-Server haben Kunden die Wahl, eine gekaufte unbefristete Lizenz an VMC zu übertragen oder SQL-Server vom VMware Dienst zu abonnieren.

 

Da die Microsoft Regeln die Lizenzierung ganzer Cluster erfordern, sind die Einstellungen für Microsoft Software auf Clusterebene vorhanden. Bei der Erstellung neuer Cluster, wird nun eine Option angezeigt, mit der Sie die Windows-Lizenzierung ein- und ausschalten können.

Wie funktioniert die Lizenzierung jetzt?

Die Microsoft Lizenzierung ist kompliziert – wir versuchen es dennoch einfach zu halten. Wenn Sie vor dem 1. Oktober 2019 einen Windows Server oder SQL-Server gekauft haben, gilt im Allgemeinen das alte BYOL-Modell (Bring-You-Own License). Mit „gekauft" ist gemeint, dass Sie ihn entweder direkt gekauft haben oder unter einer Microsoft Enterprise Agreement standen, die vor dem 1. Oktober 2019 unterzeichnet wurde. Wenn Sie gemäß diesem Modell Microsoft On-Premises-Software gekauft haben, können Sie Ihre Microsoft basierten VMs oder lizenzierten physischen Instanzen ohne Aufpreis in die Cloud verschieben.

 

Wenn Sie auf die VMware Cloud on AWS wechseln möchten und nach dem 1. Oktober 2019 Ihre Lizenz erworben haben, unter einer Microsoft Enterprise Agreement oder bereits unter der SPLA-Lizenz (Service Provider License Agreement) stehen, müssen Sie auf das monatliche Abrechnungsmodell von VMware umziehen, wie es die Lizenzierungsarchitektur von Microsoft erfordert. Dies ähnelt dem Übergang vom Besitz zur Miete. Anstatt im Voraus zu bezahlen, zahlen Sie monatlich eine geringe Gebühr. Es ist zu beachten, dass dies zwar für Microsoft Windows strikt gilt, der SQL-Server jedoch etwas komplexer ist und es Ihnen unter ganz bestimmten Umständen ermöglicht, lokale Lizenzen zu erwerben und diese zu verschieben. Wenn Sie über SQL-Server-Instanzen verfügen, die Sie auf AWS in die VMware Cloud verschieben möchten, unterstützen wir Sie gern beim Compliance-sicheren Einsatz.

Was sollte ich jetzt im Sinne der Compliance tun?

Wenn Sie einen Wechsel zu VMware Cloud on AWS in Betracht ziehen und über Microsoft Windows Server- oder SQL-Server-Lizenzen verfügen, die Sie nach dem 1. Oktober 2019 erworben haben oder neue Instanzen dieser Software-Pakete benötigen, helfen wir Ihnen gern weiter.

 

Wir bieten unseren Kunden umfassende Beratung zur VMware Lizenzierung, führen Workshops durch und unterstützen Sie dabei, Probleme in der Compliance zu erkennen und zu beheben. Über ein proaktives Compliance-Projekt mit uns können wir für Sie zudem eine Audit-Befreiung bis zu drei Jahre erreichen.

SoftwareONE ist ein von VMware ausgebildeter Compliance-Partner und hält als Principal Partner den höchsten erreichbaren Status. Wir unterstützen Sie bei der Optimierung Ihrer VMware Workloads, der Planung und Durchführung von Cloud-Projekten sowie dem Management Ihrer Lizenzen. Gemeinsam finden wir die passende Lösung für Ihre Anforderungen und unterstützen Sie bei jedem Schritt.

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Autor

Christoph Kautzky

Christoph Kautzky

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