VMware Horizon 7

Die wichtigsten Funktionen für virtuelle Desktops

  • 22 September 2020

Lösungen für virtuelle Desktop-Infrastrukturen (VDI), wie VMware Horizon 7, ermöglichen es IT-Abteilungen, Desktops und Anwendungen mit virtuellen Maschinen (VM) im Rechenzentrum auszuführen und diese Desktops und Anwendungen den Mitarbeitern als Remote-Service zur Verfügung zu stellen. Diese Computer-in-einem-Computer-Strategie ermöglicht die Ausführung mehrerer VMs pro physischem Serverkern.

Dadurch kann die Verwaltung von Desktops und Anwendungen für Administratoren vereinfacht und automatisiert werden. Bei Bedarf können Administratoren schnell virtuelle Desktops je nach Standort und Profil erstellen und Desktops sicher als Service von einem zentralen Standort aus bereitstellen. Endbenutzer können von Firmenlaptops, Heim-PCs, Thin-Client-Geräten, Macs, Tablets oder Smartphones auf ihre personalisierten virtuellen Desktops oder Remote-Anwendungen zugreifen. Horizon 7 bietet dabei eine gleichbleibende Benutzererfahrung über Geräte und Standorte hinweg und gewährleistet gleichzeitig, dass Unternehmensdaten konform und sicher im Rechenzentrum verbleiben.

Als vor etwa 10 Jahren erstmals VDI-Lösungen auf den Markt kamen, basierte die Strategie darauf, ein Windows-Desktop-System zu virtualisieren und im Rechenzentrum zu installieren. Im Gegensatz zu diesen klassischen VDI baut Horizon 7 auf Technologien auf, die es ermöglichen, einzelne Bestandteile eines Desktops oder einer Anwendung voneinander zu entkoppeln und unabhängig voneinander zentralisiert zu verwalten, bei Bedarf jedoch wieder zusammenzuführen, um so personalisierte Arbeitsumgebungen bereitzustellen. Beispielsweise kann ein virtueller Desktop bei der Anmeldung eines Nutzers spontan zusammengesetzt werden. Dazu wird ein Instant Clone eines Master-Images (VM) mit einem Benutzerprofil und in Container verpackten Anwendungen kombiniert, die sich an die VM anschließen (aber nicht in ihr installiert sind).

Die wichtigsten Funktionen von Horizon 7

Wo soll man anfangen? Die Funktionen von Horizon 7 lassen sich grob in zwei Kategorien einteilen: solche, die IT-Administratoren zugutekommen und solche, die Nutzern eine bessere Erfahrung bieten.

 

1. Anwendungen und Desktops automatisch und in Echtzeit bereitstellen

Die Just-in-Time Management Plattform (JMP) koordiniert die Erstellung erforderlicher Systeme in Echtzeit. Dabei werden die folgenden Komponenten für die Bereitstellung von Desktop- und Anwendungsdiensten für bestimmte Anwendergruppen zu der Zeit und an dem Ort, die der IT-Administrator auswählt:

  • vSphere Instant Clone Technology nutzt die VMware-Virtualisierungsinfrastruktur für eine extrem schnelle Desktop-Bereitstellung. Das Klonen einer VM dauert nur eine oder zwei Sekunden.
  • Dynamic Environment Manager (ehemals User Environment Manager) ermöglicht Administratoren die Personalisierung von Anwender- und Anwendungseinstellungen und die dynamische Konfiguration von Anwenderumgebungen auf der Grundlage von Bedingungen wie dem Standort des Anwenders, dem Gerätetyp und der Anwendergruppe.
  • VMware App Volumes ist eine Container-Technologie, bei der Anwendungen zum Zeitpunkt der Anmeldung an eine VM angehängt werden. Mit App Volumes entfällt die mühsame Paketierung von Anwendungen und die zu verwaltende Anzahl von Images kann um bis zu 70 Prozent reduziert werden. 


In ihrer Kombination ermöglichen diese Technologien die schnelle Erstellung von Desktops, die persistent erscheinen.  Sie bewahren zwischen den Sitzungen u.a. Anpassungen und vom Benutzer installierte Anwendungen, auch wenn der Desktop selbst beim Abmelden gelöscht wird. Neue Desktops werden automatisch neu erstellt und stehen für die nächste Anmeldung des Benutzers bereit.

 

2. Verwaltungs- und Wartungsaufgaben vereinfachen 

Horizon 7 bietet Ihnen die Vorteile von VDI, darunter Sicherheit, Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit über alle Arten von Client-Geräten, während gleichzeitig die üblichen Hürden beseitigt werden. So benötigt beispielsweise nicht jeder Benutzer eine dedizierte VM, die ebenso viel Wartungsaufwand erfordert wie ein physischer Desktop. Stattdessen sind nur einige wenige Master-VM-Images erforderlich. Andere Technologien von VMware bieten Personalisierung und das vermeintliche Gefühl eines dedizierten, beständigen Desktops. Anwender müssen die VDI-Erfahrung nicht länger mit einem restriktiven, beschränkten Einheits-Desktop gleichsetzen.

Mit der VMware Instant Clone-Technologie können Administratoren schnell virtuelle Desktops erstellen, welche gemeinsame virtuelle Festplatten mit einem Master-Image nutzen. Klone auf diese Weise zu verwenden, spart Speicherplatz und vereinfacht das Management von Betriebssystempatches und -aktualisierungen, wodurch die Betriebskosten sinken und gleichzeitig Zuverlässigkeit und Sicherheit steigen. Die Instant Clone Technology ist in die Komponenten von Horizon 7 Server und Agent integriert und erfordert keinen separaten Server oder Datenbanken.

VMware vRealize Operations für Horizon überwacht den Zustand, die Verfügbarkeit, Performance und Effizienz von Desktop- und Anwendungsdiensten. Außerdem analysiert es Metriken für VMware vSphere-Hosts, Speichervorgänge, Netzwerkbetrieb und andere Schlüsselkomponenten Ihrer Endanwender-Umgebung.

 

 

3. Sensible Daten schützen und Endpunkt-Compliance durchsetzen

Horizon 7 umfasst Sicherheitsfunktionen für alle Produktbereiche, vom Rechenzentrum und Netzwerk bis zum Endpunkt, einschließlich mobiler Geräte. Die Kommunikation zwischen Serverkomponenten, Client-Geräten und optional virtuellen Desktops erfolgt verschlüsselt über TLS/SSL.

Mit dem Dynamic Environment Manager können Sie einfach feinstufige Richtlinien auf der Grundlage von Benutzergerät, Standort und anderen definierbaren Sicherheitsbedingungen konfigurieren, wie das das Blockieren von Anwendungen oder die Deaktivierung von Funktionen wie Kopieren, Einfügen und Drucken. 


VMware NSX ermöglicht zusätzlich Mikrosegmentierung zur Isolierung von Netzwerkdaten. Zu den Vorteilen von NSX zählt u. a. die Gewährleistung der Sicherheit innerhalb des Hypervisors, ohne zusätzliche Hardware zu benötigen.

 

 

4. Endnutzern von jedem Gerät und jedem Ort eine individuelle Arbeitsumgebung bieten.

Durch die Integration in Workspace ONE können Anwender mit nur einer Anmeldung auf alle ihre personalisierten virtuellen Desktops und Anwendungen zugreifen – von Firmenlaptops, Heim-PCs, Thin-Client-Geräten, Macs, Tablets oder Smartphones aus.

  • Mit dem Anzeigeprotokoll Blast Extreme erhalten Anwender die gewohnte Reaktionszeit und hochauflösende Anzeige, selbst für grafikintensive 3D-Anwendungen.
  • Virtuelle Desktops und Anwendungen von Horizon 7 können mit häufig verwendeten Peripheriegeräten wie Druckern, Scannern und Bildgebungsgeräten, Smartcards und USB-Speichermedien verbunden werden.
  • Zusätzlich zu Windows können Sie auch virtuelle Linux-Desktops und -Anwendungen bereitstellen.


5. Eine unverwüstliche Desktop-Umgebung

Physische Hardware kann verloren gehen, gestohlen werden oder einfach versagen. Die Wiederherstellung aus einem Backup ist mühsam, braucht Zeit und liefert möglicherweise nicht den letzten Arbeitsstand. Dagegen sind virtualisierte Desktops und Anwendungen per Definition hochverfügbar und von jedem Gerät aus erreichbar.

 

Ein Benutzer beginnt zum Beispiel auf dem PC der Zweigstelle einen Bericht zu schreiben, und plötzlich fällt in seinem Gebäude der Strom aus. Der Benutzer kann zuhause mit seinem MacBook oder iPad dort einfach weitermachen, denn sein virtueller Desktop befindet sich im Rechenzentrum. Ebenso kann über den HTML-Access-Web-Client von Horizon 7 nahezu jedes internetfähige Gerät verwendet werden. Der Web-Client erfordert keine Installation von Software auf dem Client-Gerät. Die VMs wiederum können auf hochverfügbaren Clustern auf VMware vSphere-Servern installiert werden.


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