Azure Hybrid Use Benefit & Reserved Instances

Azure Hybrid Use Benefit & Reserved Instances

Microsoft bietet erhebliches Einsparpotenzial für Datacenter Workloads die auf Azure laufen. Mit dem Azure Hybrid Use Benefit (AHUB) und Reserved Instances (RI) können Sie die Kosten für Lizenz und Compute im Vergleich zum Preismodell Pay-as-you-go (PAYG) drastisch reduzieren.

Normalerweise bezahlen Sie Virtual Machines (VM) auf Azure stundenweise, solange diese tatsächlich laufen. Bei einer VM mit Windows Server umfasst diese stündliche Taktung sowohl die Lizenz- als auch die Compute-Kosten (Cores und Arbeitsspeicher). Dieses nutzungsbasierte Modell ist ideal für flexible Workloads, die situationsbedingt hoch- und runterskaliert werden müssen und nicht ständig laufen. So zahlen Sie nur für das, was Sie tatsächlich verbrauchen, also abhängig von Ihrer Consumption.

Ist der Workload jedoch relativ stabil und ständig verfügbar, wie es für Datacenter üblich ist, bietet Microsoft erhebliche Vergünstigungen für feste Vorauszahlungen. Die Kosten für die Lizenzierung sowie für die Rechenleistung können über verschiedene Methoden vergünstigt werden. Nicht berücksichtigt sind dabei allerdings andere Faktoren, die beim Betrieb von VMs ebenfalls den Preis beeinflussen, wie IP-Adressen, Bandbreite, Speicherplatz und Backup.

 

Lizenzierung mit Azure Hybrid Use Benefit (AHUB)

Der Azure-Hybridvorteil ermöglicht es, vorhandene Lizenzen von Windows Server oder SQL Server bei einer Migration auf Azure zu besseren Konditionen weiterzuverwenden und so laut Microsoft Rabatten von bis zu 55% zu erhalten

Für jede Standard-Lizenz des Windows Server erhalten Sie auf Azure bis zu zwei VM zum Basispreis (mit insgesamt bis zu 16 Kernen). Im Rahmen dieser Vereinbarung werden Ihre Lizenzen jedoch effektiv auf eine Cloud-basierte VM übertragen und können nicht mehr On-Premises verwenden werden. Lizenzen für Windows Server Datacenter erlauben hingegen den Betrieb von zwei VMs auf Azure und zusätzlich auch die lokale Verwendung im Rechenzentrum mit unbegrenzten Virtualisierungen. 

Für AHUB qualifiziert sich typischerweise Software aus einem Lizenzvertrag, wie Open mit Software Assurance, aus Enterprise Agreements oder wenn diese über einen CSP bezogen wird. Ob Sie Anspruch auf diesen Vorteil haben analysieren wir für Sie gern mit einer Microsoft Lizenzberatung.

 

Reserved Instances (RI) für günstige Rechenleistung

Um den Compute-Anteil einer Virtual Machine günstiger zu beziehen, können Sie so genannte Reserved Instances, also vorab reservierte Azure-VM-Instanzen, einsetzen. Damit buchen Sie im Voraus ein bestimmtes Leistungskontingent mit einer definierten Arbeitszeit, welches dann von einer oder mehreren VM dieser Leistungsklasse aufgebraucht werden kann. Trotz der Vorabbuchung bleibt das Modell damit flexibel, da der Einsatz nicht zweckgebunden an eine einzige VM gekoppelt ist. Sie können auch konkret festlegen, in welchem Bereich Ihrer Infrastruktur, das gebuchte Kontingent eingesetzt werden kann, um die Planungssicherheit Ihrer Budgets zu gewährleisten. 

Solche Verträge haben eine Laufzeit von 1 und 3 Jahren und werden vorab bezahlt. Angewendet auf eine Azure VM, wird in diesem Zeitraum kein weiterer Compute-Verbrauch mehr berechnet. Reservierte Instanzen sind auch für einige Datenbanken wie Microsoft SQL verfügbar. Bei der gleichzeitigen Verwendung von AHUB und RI kann so die monatliche Verbrauchsabrechnung für virtuelle Maschinen laut Microsoft um 80% reduziert werden.

Azure RI ist damit ideal für Kunden mit relativ vorhersehbaren Belastungen. Auch bei der Budgetierung und Planung im Voraus kann dieses Modell hilfreich sein. Doch trotz der erforderlichen Verpflichtung bindet Azure RI Sie nicht an eine starre, feste und langfristige Struktur. Vielmehr verfügt Azure RI über ein hohes Maß an Flexibilität, so dass Nutzer mit minimalem Aufwand laufende Anpassungen vornehmen oder den Service sogar stornieren können.

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Flexibilität trotz langfristiger Bindung

Verständlicherweise gibt es Vorbehalte bei langfristigen, finanziellen Bindungen. Anforderungen können sich in der IT jederzeit ändern und möglicherweise wird eine VM nach der Hälfte der Laufzeit nicht länger benötigt. Für diese Fälle bietet Azure eine sehr flexible Wechsel- und Rückerstattungsrichtlinie.

Bei Änderung an einer reservierten VM-Instanz ist eine anteilige Rückerstattung ohne Sanktionen möglich. Nicht genutzte Kontingente können dann in einen neuen Azure-RI-Plan einfließen. Auch die Stornierung reservierter Instanzen erlaubt Microsoft, erhebt dafür aber eine Stornogebühr. 

 

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Autor

Haiko Hertes

Azure Cloud Architect

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