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Mit VMware in die Cloud. Sind Sie hier richtig?

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Marco VogelGlobal Alliance Lead, VMware
A view of a glass building with blue sky in the background.

Mit VMware in die Cloud: Sind Sie hier eigentlich richtig?

Die Welt scheint zweigeteilt. Auf der einen Seite will jede IT-Abteilung Ausgaben einsparen, agiler werden und lieber nur dann etwas bezahlen, wenn sie es auch brauchen. Gesetzes Ziel ist es, mehr zum Unternehmenserfolg beizutragen und der angeblich einzige Weg ist scheinbar der, in die Hyperscaler-Cloud zu gehen. Amazon (Web Services) hat es erfunden, Microsoft Azure und Google (Cloud Platform) sind in Lauerstellung. Dazu gibt es auch noch Oracle, Ali Baba und viele mehr.

Auf der anderen Seite gibt es immer noch die traditionelle Rechenzentrums-IT-Welt, was teilweise schon fast als Schimpfwort wahrgenommen wird. Tatsächlich fließt hier noch jede Menge Geld in die traditionelle IT, auch wenn schon abzusehen ist, dass sich das in wenigen Jahren zugunsten der Public-Cloud-Anbieter verändern wird.

Im Rechenzentrum hat VMware Technologie bei den meisten unserer Kunden einen festen und zentralen Platz. Workloads, Storage und Netzwerk werden virtualisiert und was virtualisiert wurde, muss auch operativ gemanagt und automatisiert werden. Zudem nutzen auch zahlreiche Kunden VMware Technologie, um ihren Usern Virtuelle Desktops bereitzustellen und/oder Applikationszugänge und Endgeräte zu managen.

Wie bekommt man die beiden Welten zusammen? Muss man als Kunde die VMware-Experience aufgeben, wenn man in die Cloud geht. Ist VMware wirklich so was von 2012? Oder kann man als VMware-gefestigter Kunde auch in die Cloud gehen?

1. Ja, aber muss man denn überhaupt komplett in die Cloud?

Das ist natürlich immer eine Grundsatzdiskussion, aber VMware nennt sein Software-Defined-Datacenter schließlich nicht umsonst „Private Cloud“. Eigentlich gilt ja die alte Basketball-Regel „Wer trifft hat recht und wie, ist egal“ – und eine gut gemanagte, automatisierte Private Cloud muss nicht zwingend teurer sein als bei den Hyperscalern, besonders dann, wenn man mit einkalkuliert, dass der Kunde schon bestehende VMware Assets bei sich hat. Das können z. B. bisherige VMware Käufe, gut ausgebildete Mitarbeiter, die jahrelange Erfahrung mit VMware und auch bestehende Add-On-Technologie wie z. B. Backup oder Security sein, die optimal auf die Private Cloud abgestimmt ist. Und in den meisten Fällen läuft es eh meist auf eine hybride Lösung hinaus.

2. Aber wenn doch der Chef sagt: „Cloud muss“?

Es gibt genügend Beispiele, wo ein Lift-and-Shift-Migration à la „nehme die Umgebung und baue sie auf nativen AWS/Azure/etc.-Services auf“ nicht unbedingt ein voller Erfolg war. Die Gründe sind vielseitig: Nicht genügend „Skills“ bei den Mitarbeitern oder die vielgerühmten OPEX-Kosten, die zwar wie erwartet monatlich kommen, dann aber doch recht hoch sind (Stichwort Egress-Charges). Kurzum: Eine solche Migration braucht einen Masterplan und optimaler Weise gibt man den zu migrierenden Daten, Workloads, Applikationen einen zweiten und dritten Blick, bevor man sie in die Cloud schickt. Das kann durchaus dauern, wenn man wirklich jede Applikation Cloud-ready machen will. Nicht wenige der Cloud-Projekte geraten in Verzug, weil man die eine oder andere Applikation anfangs nicht auf dem Radar hatte oder die Vielzahl der Applikationen unterschätzt wurde. Hat man dann alles irgendwann in der Cloud, kommen die oft genannten Kosteneinsparungen nur mit gnadenloser Automatisierung und Optimierungen zum Fliegen. Das setzt ein hohes Wissenslevel der Mitarbeiter oder des Partners, mit dem man zusammenarbeitet, voraus. Zudem begibt man sich beim Buchen von Ressourcen (z. B. Reserved Instances bei AWS) doch wieder in den Vendor-Lockin, den man eigentlich vermeiden wollte.

3. VMware Cloud: Cloud ohne das ganze Cloud-Generve

Kunden wollen schnell in die Cloud und möchten sicherstellen, dass ihre gewohnten Prozesse, Security-Parameter, Management-Werkzeuge usw. auch in der Cloud funktionieren, also dass die Assets im Rechenzentrum und in der Cloud auch wirklich „seamless“ gemanagt werden können. Hier lohnt sich ein Blick auf die „Co-opetition“ von VMware mit den unterschiedlichen Hyperscalern. VMware Cloud on AWS ist die gemeinsam entwickelte Lösung von VMware und AWS und auch die erste Enterprise-ready-Lösung.  Mittlerweile haben auch Microsoft mit „Azure VMware Solutions“ oder Google mit „Google Cloud VMware Engine“ nachgezogen. Alle diese Lösungen eint, dass Ihnen die Hyperscaler hier wirklich ihre Public-Cloud-Rechenzentren-Server mit einem nativen VMware Solution Stack anbieten. Diese neuen gemieteten VMware Cloud Ressourcen verhalten sich wie ganz normale VMware Cluster im vCenter, nur dass das „Kabel etwas länger“ ist. Dafür bekommt man im Gegenzug eine wirklich globale Infrastruktur, um deren Infrastrukturmanagement man sich nicht kümmern muss, die aber fast unendlich skalierbar ist. Dazu gibt es bei allen Angeboten auch immer gut ausgeleuchtete Hintertüren, zu den jeweiligen anderen nativen Cloud-Services.

4. vSphere in der Cloud ist kein Hexenwerk. Automatisierung und Sicherheit ist das entscheidende!

Ist es denn wirklich entscheidend, vSphere (und weitere Virtualisierungs-Lösungen von VMware) auch in der Cloud zu haben? Ja, es ist der Goldstandard im Rechenzentrum, aber braucht man das in der Cloud? Zugegebenermaßen erleichtert es die Arbeit und man hantiert mit gewohnten Technologien. Es gibt aber einen Haken und deswegen offerieren Hyperscaler solche VMware Lösungen nicht. Viele Kunden von VMware haben in den letzten Jahren sehr viel in das effektive Management und die Automatisierung ihrer Umgebung investiert. Bei VMware zum Beispiel in die vRealize Operations/Automation Produktfamilie. Fast noch wichtiger ist bei solchen Cloud-Projekten aber die Netzwerk-Komponente. Wenn man bei einer hybriden Umgebung ein konsistentes Netzwerk-Management haben möchte, wird VMwares NSX(-T) zwangsläufig auf der Shortlist landen. Wir haben einige Kunden, die aus diesem Grund native AWS- oder Azure-Projekte abgesagt haben, weil ohne NSX die Security-Parameter nur mit großen Umwegen in die Cloud gegeben werden. Erst als die Hyperscaler ein entsprechendes VMware Offering anboten, kamen sie an den Tisch zurück.
Ich glaube, das war ein Aufwachmoment für AWS und Co. Viele haben vSphere vorher als die Key Technologie von VMware betrachtet, aber insbesondere bei Enterprise Kunden sind die Management/Automation und Security-Tools mittlerweile viel entscheidender geworden. VMware hat die Zeichen der Zeit erkannt und investiert konsequent in sein MultiCloud Management, was erst kürzlich in VMware Aria unbenannt wurde. Mit Erfolg, wie Ihnen die Analysten um IDC, Forrester etc. bescheinigen. Das stärkste Pfund in dieser Argumentationskette ist allerdings die Tatsache, dass die Hyperscaler mit ihren VMware-Angeboten die Notwendigkeit dieser anerkennt.

Wir als SoftwareOne hatten bereits Gelegenheit, diverse VMware Cloud auf Azure/AWS/Google zu realisieren. Falls Sie hier Ideen oder Projekte im Hinterkopf haben, helfen wir natürlich gern. Zu allen genannten Angeboten haben wir auch Solution Assessments oder POCs im Angebot, die teilweise sogar von den Hyperscalern oder VMware gefundet werden! Sprechen sie uns einfach an!

Anbei kurz die Top 5 der Findings bei der Auswahl:

  1. VMC on AWS ist die Lösung, die am längsten auf dem Markt ist. Dementsprechend hat sie aus unserer Sicht auch technisch noch etwas die Nase vorn. Aus kommerzieller Sicht ist für viele Kunden spannend, dass sie auch für das AWS EDP Commitment zählen und auch über den AWS Marketplace bezogen werden können.
  2. Azure VMware Solutions hat seine Stärken vor allem dann, wenn viele Microsoft-basierte Workloads in AVS laufen sollen. Auch hier greifen die AHUB (Azure Hybrid Use Benefits). Das macht sich besonders auf der kommerziellen Zahlenseite bemerkbar.
  3. Google Cloud Platform als nächster Wettbewerber hat seine Stärken vor allem bei der größeren Flexibilität des kommerziellen Teils. Wenn man schon einen Cloud-Anbieter im Unternehmen nutzt, sollte man sich dieses Offering zunächst genauer anschauen. Es wäre ein logische Wahl. Der Folgevorteil liegt dann auch in der guten Verlinkung bzw. Integration mit den nativen Services des Hyperscalers. Nur wenn das Offering nicht die technischen Anforderungen erfüllt, sollte man andere Angebote in die engere Wahl ziehen. Preistechnisch sind die Angebote sehr ähnlich.
  4. Pay-as-you-go-Optionen machen bei diesen Angeboten nur eingeschränkt preislich Sinn. Bei allen gibt es die Möglichkeit, Ressourcen für 1/3-Jahre zu reservieren. Im Gegenzug ist man natürlich im Vendor-Lockin, aber wird mit großen Preisnachlässen belohnt.
  5. Migrationen sind in den meisten Fällen ein Kinderspiel. VMware HCX funktioniert von OnPremise zu den Hyperscalern und übrigens auch zwischen den VMware Hyperscaler Angeboten. Mehr dazu gern in einem ersten gemeinsamen Gespräch dazu.

Übrigens, wer die neuesten VMware Entwicklungen live miterleben will, für den bietet sich die VMware Explore (ehemals VMworld an)- live in Barcelona vom 7. bis 10. November. Sollten Sie dort sein, sprechen Sie ihre SoftwareONE Ansprechpartner darauf an. Wir haben einige Kundenaktivitäten geplant. Alternativ bietet VMware aber auch die KeySessions im kostenlosten Livestream an. Kleiner Hinweis, wo die Musik spielt. Die Top-Sponsoren dieser VMware Veranstaltung sind AWS, Microsoft und Google.

A green field with a river running through it.

Wir unterstützen Sie bei Ihrem Gang in die Cloud!

SoftwareOne ist langjähriger VMware Partner und hält als Principal Partner den höchsten erreichbaren Status. Wir unterstützen Sie bei der Optimierung Ihrer VMware Workloads, der Planung und Durchführung von Cloud-Projekten sowie dem VMware Lizenzmanagement und der Compliance. Gemeinsam finden wir die passende Lösung für Ihre Anforderungen und unterstützen Sie bei jedem Schritt.

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Marco Vogel
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