COMPAREX wird SoftwareONE. Ab dem 1. April wird die COMPAREX AG ihren Markenauftritt in SoftwareONE ändern. Die Markenkonsolidierung ist Teil eines laufenden Integrationsprozesses im Zuge des Erwerbs der COMPAREX AG durch SoftwareONE.

Traditionell vs. modern

System Center Configuration Manager (SCCM) vs. Intune

System Center Configuration Manager (SCCM) vs. Intune: Was spricht für den traditionellen Weg, was für den modernen?

Viele IT-Abteilungen stehen heutzutage vor der Herausforderung, ihre Systeme zu verwalten. Häufig werden dafür traditionelle Tools, wie der System Center Configuration Manager (SCCM), eingesetzt. Andere nutzen bereits Technologien aus der Cloud, wie Intune und Autopilot. Einige wenige setzen noch auf die altmodische „Turnschuh-Administration“. Für alle Unternehmen wird es immer wichtiger, Computergeräte über den ganzen Lebenszyklus zu betrachten. Regelmäßig müssen Updates installiert werden, um Sicherheitslücken zu schließen. Zweimal im Jahr gibt es neue Windows 10 Versionen, welche verteilt werden sollen. Inventarisierung und Compliance Management, auch über den eigenen Active Directory Forest hinaus, spielen eine immer größere Rolle. 

Doch welches ist die richtige Lösung für mein Unternehmen? Die Antwort lautet, wie fast immer in der IT, „es kommt darauf an“. Nachfolgend möchte ich Ihnen darlegen, welche Gründe für die Nutzung des traditionellen Weges mittels SCCM und welche für den modernen Weg mittels Intune sprechen. Es soll hier nicht um einen detaillierten technischen Vergleich gehen, sondern nur die wichtigsten Punkte umschreiben.

System Center Configuration Manager

Der System Center Configuration Manager ist die klassische Lösung für die Verwaltung von Computersystemen. Ursprünglich 1994 unter dem Namen Systems Management Server (SMS) veröffentlicht, gibt es ihn nun als System Center Configuration Manager Current Branch 1902. Ähnlich wie bei Windows 10 werden mehrmals im Jahr Upgrades veröffentlicht, welche Fehler beheben und neue Features einführen. Der SCCM bietet dabei fast alles, was das Admin-Herz begehrt:

  • Inventarisierung
  • Verteilung von Applikationen
  • Verteilung von Software Updates
  • Verteilung von Betriebssystemen
  • Compliance Management
  • Fernwartung
  • Steuerung des Windows Defender Antivirus
  • Reporting
  • Und sehr vieles mehr…

Der SCCM setzt auf im eigenen Netz betriebene Server. Bei kleinen Umgebungen reicht häufig schon ein einzelner Server. Bei größeren Umgebungen ist eine entsprechende Skalierung auch über mehrere Server und auch mehrere Standorte hinweg kein Problem. Auch die Anbindung an Dienste in Microsoft Azure funktioniert tadellos.

Doch was sind jetzt die genauen Stärken im Vergleich zu Microsoft Intune:

  • Es ist nicht notwendig, die Microsoft Cloud zu nutzen. Man ist nicht dazu gezwungen, das Active Directory mit Azure zu synchronisieren. Allerdings unterstützt der SCCM auch diese Möglichkeit.
  • Es ist möglich, Windows Server zu verwalten. Intune unterstützt nur Windows Client Systeme.
  • Systeme ohne Internetverbindung können mittels SCCM verwaltet werden.
  • Die Administratoren entscheiden, wann welche Änderungen an der SCCM-Umgebung vorgenommen werden.

Intune

Microsoft Intune wurde 2011 durch Microsoft vorgestellt. Mit einem anfangs sehr schwächlichen Feature Set hat es sich empor gearbeitet zu einem der wichtigsten Komponenten der Enterprise & Mobility Suite (EMS). Intune bietet zum Teil die gleichen Features wie SCCM. Um nur ein paar zu nennen:

  • Inventarisierung
  • Verteilung von Applikationen
  • Verteilung von Software Updates
  • Compliance Management
  • Steuerung des Windows Defender Antivirus 
  • Reporting

Der ein oder andere mag sich wundern, dass in der Liste die Bereitstellung von Betriebssystemen fehlt. Aber das ist korrekt. Beim modernen Client Management kommt eine andere Technik zum Einsatz. Diese nennt sich Windows Autopilot. Die Geräte müssen hierzu im Intune registriert werden, idealerweise übernimmt das der Hardware Distributor bei der Bestellung von neuen Systemen. Bei dem ersten Start wird das Gerät dann automatisch nach den Vorgaben der IT-Abteilung konfiguriert und mit benötigten Anwendungen versorgt. Das wirklich Großartige daran ist, dass dafür kein Admin benötigt wird. Man kann dem Endbenutzer das System originalverpackt geben, da alles automatisch läuft. Nur eine Internetverbindung ist notwendig.

Intune und zugehörige Dienste, wie z.B. Windows Autopilot, sind reine Cloudsysteme. Es ist nicht notwendig, Infrastruktur On-Premises bereitzustellen. Allerdings ist für die Nutzung ein Azure Active Directory notwendig. In der Regel werden hier Daten aus dem lokalen Active Directory synchronisiert. Das Positive daran ist, wer heute schon Office 365 nutzt, kann mit relativ geringem Aufwand auch Intune und Co. einsetzen.

Jetzt folgen die Stärken von Intune im Vergleich zum SCCM:

  • Vollständige MDM-Lösung für iPhones und Android Geräte
  • Keine lokale Infrastruktur notwendig
  • Keine Wartung der Infrastruktur notwendig. Da es sich um eine Cloud-Anwendung handelt,  übernimmt dies Microsoft
  • Windows Autopilot
  • Weitgehende Verzahnung mit anderen Features aus der Enterprise & Mobility Suite

I want it all and I want it now

Für alle die, die Vorteile von beiden Varianten nutzen möchten, hat Microsoft auch hier eine Lösung. Co-Management ermöglicht es, ein System sowohl von SCCM als auch von Intune verwalten zu lassen. Auf Seiten des SCCM ist hierfür ein Cloud Management Gateway notwendig. Das Cloud Management Gateway ist eine virtuelle Instanz innerhalb von Azure, welche das Management von SCCM Clients ermöglicht, die sich nicht im lokalen Netzwerk befinden. Damit SCCM und Intune sich nicht mit unterschiedlichen Konfigurationen gegenseitig stören, muss für einzelne Bereiche definiert werden, welches Management System die Hoheit hat.

Fazit

Wie anfangs erwähnt, gibt es nicht die passende Lösung für jedermann. Es ist entscheidend, dass man sich mit der Infrastruktur beschäftigt, welche man aktuell betreibt, aber auch mit der, die man zukünftig betreiben möchte. Sowohl SCCM als auch Intune bieten sehr viele, sich häufig überlappende Features. Die richtige Wahl hängt also immer von den eigenen vom strategischen Ansatz ab.

 

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Autor

Markus Mory

Senior Consultant, Microsoft Modern Workplace

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