4 Min. LesezeitFinOps Services

FinOps und die Frage des ökologischen Imperativs

SoftwareOne blog editorial team
SoftwareOne RedaktionsteamTrend Scouts
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FinOps scheint in erster Linie eine relativ neue Methodik, um durch den Einsatz bewährter Best Practices das Cloud Financial Management in idealer Weise aufzustellen, dadurch Cloud-Kosten zu kontrollieren, zu optimieren und so letztendlich jeden einzelnen Euro, der in die Cloud investiert wurde, zu maximieren. Doch Darryl Sackett, Global Leader ITAM und FinOps bei SoftwareOne, bringt die durch FinOps mögliche finanzielle Optimierung in diesem Blogbeitrag mit einem weitaus größeren, globalen Anliegen in Zusammenhang: Der Umwelt. Und der Chance auf einen gleich doppelten Gewinn.

Kunden unter Druck

„Wir von SoftwareOne beobachten, dass Kunden jeder Art, Größe und Branche unter zunehmendem Druck stehen, ihre Umweltleistung zu verbessern. Noch wichtiger ist, dass Organisationen nachweisen müssen, dass sie sich verbessert haben. Investoren, Regierungen und sogar Banken stellen an die Unternehmen, mit denen sie zusammenarbeiten, detaillierte Umwelt-, Sozial- und Governance-Anforderungen. Die meisten großen Unternehmen haben inzwischen eigene Umweltstandards – auch ihre Lieferanten müssen diese erfüllen oder aber sie riskieren, ihre Verträge zu verlieren.

In dieser Entwicklung liegt eine riesige Chance für Unternehmen. Wenn Sie die entsprechenden Prozesse richtig planen und implementieren, winkt ein doppelter Gewinn: Man kann Geld einsparen und damit den Interessen des eigenen Unternehmens entsprechen, darüber hinaus aber die Umweltleistung verbessern und damit das Anliegen Aller fördern. Wie das funktioniert, möchte ich im Folgenden erläutern.

Richtige Skalierung macht die Cloud billiger – und umweltfreundlicher!

Die Optimierung der Cloud-Nutzung hinsichtlich der Umwelteffizienz ist weder Augenwischerei noch Greenwashing. Schon jetzt ist die IT einer der größten Stromverbraucher der Welt. Bis 2030 wird ein Anteil von 22 % prognostiziert. Daher kann es einen erheblichen Einfluss auf den ökologischen Fußabdruck eines Unternehmens haben, hier richtig zu handeln.

Hinsichtlich der Folgen für die Umwelt ist die „Cloud versus On Premises“-Diskussion eigentlich längst zugunsten der Cloud-Workloads entschieden: Cloud-basierte Hardware wird schließlich rund um die Uhr verwendet – nicht nur, wenn Ihr Büro voll besetzt und Ihre Systeme ausgelastet sind. Dazu hat die Cloud zudem einen kaum zu übertreffenden, quasi eingebauten Umweltvorteil: Cloud-Hyperscaler etwa können ihre Rechenzentren weitaus effizienter betreiben und kühlen. Sie nutzen zweckgebundene Gebäude, beziehen umweltfreundlicheren Strom, setzen die aktuellste und effizienteste Hardware ein und sorgen für ein besseres Recycling sowie die Wiederverwendung ausgedienter Hardware. Diese Vorteile werden von allen ihren Kunden geteilt.

Aber Hardware und Hosting sind nur der Anfang.

Was ist mit geschäftskritischen Anwendungen?

Auch Ihre Anwendungen können wirtschaftlich, technisch und ökologisch optimiert werden. Der übliche Treiber für diese Art der Optimierung sind Innovationen, die die Customer Experience verbessern und den Umsatz steigern sollen. Aber dies bringt auch massive Vorteile für die Umwelt.

Indem Sie Ihre Cloud-Infrastruktur mit Hilfe der FinOps Services von SoftwareOne so effizient wie möglich nutzen, können Sie sowohl Ihre Cloud-Kosten kontrollieren als auch Ihre Umweltbilanz verbessern. Wir können Ihnen dabei helfen, ungenutzte Ressourcen, nicht ausgelasteten Speicherplatz und übermäßige Backup-Prozesse zu identifizieren, die nicht nur Ihr Unternehmen, sondern auch die Umwelt teuer zu stehen kommen.

Untersuchungen der FinOpsFoundation haben ergeben, dass mehr als die Hälfte der Unternehmen Tage braucht, um Kostenanomalien zu analysieren. Anomalien, die auch mit Umweltauswirkungen einhergehen können. Fast 20 % der Unternehmen gaben zu, dass sie noch nicht wissen, wie sie mit solchenAnomalien umgehen sollen.

Die FinOps Services von SoftwareOne bieten eine bessere finanzielle Überwachung des Unternehmens. Sie helfen Ihnen aber auch dabei, Ihrem Vorstand, Ihren Kunden und Ihren Investoren zu zeigen, dass auch Sie Ihre Umweltstandards einhalten und in dieser Hinsicht weiter Fortschritte machen.

Woher kam das Problem?

Immer noch beginnen viel zu viele Unternehmen ihre Cloud-Reise mit einem einfachen Lift-and-Shift. Dies beseitigt zwar das Hardware-Problem, trägt aber nichts zur Optimierung der Systeme und zur Verbesserung der Umwelt-Effizienz bei. Dieser Ansatz macht es schwierig, die Umweltauswirkungen verschiedener Rechenlasten und Anwendungen zu entwirren und korrekt zu berücksichtigen.

Im Idealfall bringt ein maßvoller und strategischer Ansatz für Migration und Modernisierung weitreichendere Vorteile. Dies beginnt damit, dass Sie sich einen detaillierten Überblick darüber verschaffen, welche Infrastruktur und Anwendungen Sie gerade ausführen. Dann sollten Sie über die geschäftlichen und technischen Anforderungen jedes einzelnen Workloads nachdenken und ihn unter sieben verschiedenen Optionen der Migration betrachten.

Die erste Option davon ist das Einstellen oder Stilllegen (Retire). Stellen Sie sich das wie einen Umzug in ein neues Haus vor – es ist zwar einfacher, alles in Kartons zu packen, um es in Ihr neues Zuhause zu bringen, aber einige Dinge sollten stattdessen wirklich weggeworfen werden. Retire umfasst auch solche Workloads, die zwar in die Cloud verlagert werden sollen, bei denen jedoch schon ein bestimmtes Enddatum der Nutzung geplant ist.

Die vollständige Liste der Optionen ist Refactor (Umgestalten); Replatform (eine neue Plattform); Rehost (weiter oder neu Hosten); Replace (Ersetzen); Retain (Zurückbehalten); Retire (Ausscheiden) und Relicense (Neulizenzieren).

An der Spitze steht die schwierigste Migrations-Option: Refactoring. Dies bedeutet normalerweise, dass Workloads oder Anwendungen grundlegend neu erstellt werden, sodass sie nativ in der Cloud ausgeführt werden. Dies erfordert zwar die meiste Arbeit, bringt aber auch die besten Ergebnisse in Bezug auf Kosten, Innovation, Agilität und natürlich Umweltauswirkungen.

Workloads durch diesen Prozess zu führen, stellt sicher, dass Sie von einem Wechsel in die Cloud maximal profitieren. Aber es hilft Ihnen auch dabei, die Funktionsweise von Workloads zu behalten oder vollständig zu erlangen, ohne zusätzlichen lästigen Verwaltungsaufwand.

Die FinOps Foundation hat übrigens tolle Tipps für erste Schritte in dieser Richtung.

Wollen Sie dem Vorstand Fortschritte zeigen?

Beim Wechsel in die Cloud helfen wir bei der Optimierung von Cloud-Infrastrukturen, damit Sie mehr Transparenz und damit eine bessere Kontrolle erhalten, ohne ständig den Anbieter wechseln zu müssen. Wenn Sie neuere Rechenressourcen und aktuelle Rabattaktionen optimal nutzen, können Sie die monatlichen Kosten und CO2-Emissionen um bis zu 50 % senken. Unsere Services ermöglichen Ihrer Organisation das Verfolgen Ihres Verbrauchs, Ihrer Kosten und Ihres CO2-Fußabdrucks in Echtzeit. Wir installieren intelligente Analysen, damit Sie verstehen, wie Ihr Unternehmen Cloud-Ressourcen tatsächlich nutzt.

Entdecken Sie Möglichkeiten, um einerseits Geld zu sparen und auf der anderen Seite CO2-Emissionen durch richtige Dimensionierung (Right-Sizing) und durch die richtigen kaufmännischen Modelle (Right-Costing), zu reduzieren. Berichten Sie von diesem Doppel-Gewinn gerne Ihrer Chefetage.

Bereit für die Zukunft

IT-Abteilungen fühlen sich heute aus vielen Richtungen unter Druck gesetzt, eine bessere Umweltleistung zu liefern, zu messen und nachzuweisen. Und dieser Druck wird weiter zunehmen. SoftwareOne liefert die Analysen und Informationen, mit denen Sie in dieser Hinsicht fundierte, datenbasierte Entscheidungen treffen können. Wir helfen Ihnen, die notwendigen Verbesserungen jetzt zu erzielen und die Bandbreite der potenziellen Vorteile auch für die Zukunft zu sichern.

A blue ocean with sunlight shining through the water.

Schaffen Sie Transparenz in Ihrer Cloud-Landschaft

Ohne Transparenz sind Right Sizing und damit Kostenoptimierung unmöglich. Unsere Experten für CCO und FinOps wissen genau, wie man Transparenz gewinnt.

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