COMPAREX wird SoftwareONE. Ab dem 1. April wird die COMPAREX AG ihren Markenauftritt in SoftwareONE ändern. Die Markenkonsolidierung ist Teil eines laufenden Integrationsprozesses im Zuge des Erwerbs der COMPAREX AG durch SoftwareONE.
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Oracle Migration

Von On-Premises zur Public Cloud

Oracle Migration – Von On-Premises zur Public Cloud

Mit der zunehmenden Popularität der Public Cloud erwägen immer mehr Unternehmen, ihre IT-Infrastruktur in die Cloud zu verlagern. Anfangs waren kleine und mittlere Unternehmen die hauptsächlichen Cloud-Anwender; aktuell interessieren sich immer mehr große Unternehmen für den Umstieg in die Public Cloud.

Für große Organisationen bringt dieser Schritt jedoch zusätzliche Herausforderungen mit sich. Einer davon ist die Tatsache, dass sie komplexere IT-Anforderungen haben als kleinere Unternehmen. Im Laufe der Jahre führten diese Anforderungen zu teuren IT-Lösungen, die derzeit On-Premises leben und von einem ganzen Ökosystem aus Ownern, Administratoren und Entwicklern gewartet werden. Dies zeigt sich in den großen Investitionssummen in Lizenzen und damit verbundenen Supportkosten für On-Premises-Software.

Wir haben mit Unternehmen zusammengearbeitet, die entweder eine Migration in die Cloud erwägen oder bereits dabei sind, in die Cloud zu wechseln. Eine der häufig gestellten Fragen ist, wie Sie beim Wechsel in die Cloud die Investition in On-Premises-Software optimal ausnutzen können. Um diese Frage zu beantworten, haben wir eine Simulation in einem sehr spezifischen Umfang erstellt, der auf die Oracle Database-Software beschränkt ist.

Best Practice

Stellen Sie sich eine Situation mit 5 physischen Servern vor Ort vor, die als Hosts für Ihre virtuellen Maschinen verwendet werden. Angenommen, diese physischen Server verfügen über 2 identische Intel Xeon-CPUs mit aktiviertem Hyper-Threading und mit 12 Kernen pro CPU. Folgende Anwendungsszenarien wurden berücksichtigt:

  • Szenario 1: Eine (1) einzelne virtuelle Maschine hat die Oracle Datenbank installiert und verfügt über 8 vCPUs
  • Szenario 2: Auf zwei (2) virtuellen Maschinen ist die Oracle Datenbank installiert und jede hat 8 vCPUs
  • Szenario 3: Es sind genügend virtuelle Maschinen vorhanden, um die gesamte Hardwarekapazität auszuschöpfen. Dies setzt voraus, dass jede vCPU einem CPU-Thread zugewiesen ist. Für die 5 physischen Server stehen 240 CPU-Threads zur Verfügung (5 Server * 2 CPUs * 12 Kerne * 2 Threads)

Werfen wir einen Blick auf die Oracle Lizenzanforderungen für diese 3 Szenarien und wie sich diese Anforderungen von On-Premises hin zur Cloud ändern. Um beim Thema der Nutzung Ihrer aktuellen Oracle Software beim Umstieg zur Cloud bleiben, nehmen wir in dieser Simulation an, dass das Lizenzierungsmodell Bring Your Own License (BYOL) mit den verschiedenen Cloud-Anbietern verwendet wird, sofern dies zulässig ist. 

Die folgende Grafik bietet eine Zusammenfassung für verschiedene On-Premises-Virtualisierungstechnologien und Cloud-Anbieter:

on-premise virtualization technologies and cloud providers overview
Übersicht über On-Premises-Virtualisierungstechnologien und Cloud-Anbieter, Quelle: SoftwareONE

Als erstes fällt auf, dass die attraktivste Option darin besteht, Ihre On-Premises Oracle Software in die eigene Public Cloud von Oracle zu verschieben. Oracle bietet IaaS- oder PaaS-Cloud-Services für sein „Technologie“-Portfolio (Oracle Database & Middleware) an. Der PaaS-Dienst kostet mehr, kann aber aus Wartungssicht als bequemer angesehen werden (z. B. sind automatische Backups in PaaS enthalten). Oracle ermöglicht es Ihnen, Ihre eigenen Lizenzen mitzubringen, wenn Sie seine Cloud-Dienste nutzen möchten. Mit Oracle können Sie zwei Oracle Compute Units (OCPUs) mit einer Prozessorlizenz abdecken und jede OCPU entspricht zwei CPU-Threads. Dies bedeutet letztendlich, dass eine Prozessorlizenz mehr Verarbeitungskapazität abdecken kann als bei jedem anderen Cloud-Anbieter.

Die Angebote von Amazon und Microsoft sind ähnlich, wenn es um die Lizenzierung von Oracle Software geht, die in ihrer Public Cloud ausgeführt wird. Für beide Anbieter ist es relativ kosteneffizient, kleine Oracle Workloads zu lizenzieren (im Vergleich zum Beispiel zur Lizenzierung derselben Workloads auf einer On-Premises VMware-Infrastruktur). Mit steigender Verarbeitungskapazität verdoppelt sich jedoch die Anzahl der erforderlichen Oracle Lizenzen im Vergleich zu der, die Sie On-Premises benötigen würden. Der Unterschied zwischen AWS und Azure liegt natürlich in den Kosten- und Service-Levels der beiden Anbieter. Hierzu haben wir jedoch einige andere wichtige Anmerkungen:

Bei Amazon können Sie die Oracle Database Software sowohl mit deren IaaS (EC2) als auch mit PaaS (RDS) nutzen. Bei Microsoft Azure erhalten Sie nur die IaaS-Option. Microsoft und Oracle haben jetzt jedoch eine Partnerschaft, die es Kunden ermöglichen soll, Infrastruktur und Plattformen beider Anbieter einfach zu kombinieren.

Die Public Cloud von Google steht noch nicht auf der Oracle Liste der autorisierten Cloud-Umgebungen. Aus diesem Grund besteht die einzige Möglichkeit, Ihre Oracle Lizenzen in ihre Cloud zu migrieren, darin, die Bare-Metal-Lösung von Google zu verwenden oder einen unbegrenzten Lizenzvertrag mit Oracle abzuschließen (und kontinuierlich zu verlängern). 

Oracle erlaubt Ihnen, die Oracle Programme auf der public Cloud-Plattform von Google (oder Amazon oder Azure) bereitzustellen, erlaubt Ihnen jedoch (standardmäßig) nicht, Entitlements am Ende Ihrer ULA zu zertifizieren. Dies wirkt sich direkt negativ auf die Skalierbarkeit aus, ermöglicht es Ihnen jedoch, aus Sicht der Oracle Lizenzierung kosteneffizient zu bleiben. Das heißt, wenn Sie die richtigen physischen Maschinenkonfigurationen für Ihre Workloads auswählen.

Zusammenfassung

Die Migration Ihrer IT-Infrastruktur in die Public Cloud birgt Potenzial für Produktivitätssteigerungen und Kosteneinsparungen. Ihre aktuellen Lizenzen und die damit verbundenen Supportgebühren können verwendet werden, um Deployments in der Public Cloud abzudecken. Die verschiedenen Lizenzierungsoptionen (z. B. BYOL vs. Lizenz enthalten), die damit verbundenen Kosten, möglichen Einsparungen und Compliance-Risiken sollten im Detail evaluiert werden. Die Migration von On-Premises in die Public Cloud erfordert eine sorgfältige Abwägung – Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile jeder Option sowie der damit verbundenen Gesamtkosten.

Denkt Ihr Unternehmen an einen Umzug in die Cloud?

Müssen Sie die Kosten abschätzen, die mit dem Besitz von genügend Verarbeitungskapazität in der Cloud für Ihre aktuellen On-Premises-Workloads verbunden sind? Bewerten Sie, wie Cloud-Services der verschiedenen Anbieter Ihren Anforderungen gerecht werden können, insbesondere wenn es um Oracle Workloads geht? Wir helfen Ihnen dabei.

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Autor

Andrei Agavriloaiei, Product Owner Backend Automation for SLM

Andrei Agavriloaiei

Product Owner - Backend Automation für SLM

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