Software-Lizenzen

Wie Lizenzmanager Stolpersteine im Umgang mit IBM Software vermeiden

Wie Lizenzmanager Stolpersteine im Umgang mit IBM Software vermeiden

Setzen Unternehmen Software von IBM oder anderen Herstellern wie Oracle oder Microsoft ein, müssen sie dafür Lizenzen erwerben. Je nach Typ gelten die Nutzungsberechtigungen für einzelne Anwender, Arbeitsplätze oder andere Parameter. Doch bei IBM ist das Lizenzmanagement sehr kompliziert – und das stellt Lizenzmanager vor Herausforderungen.

Ein Lizenzmanager hat ein breites Aufgabenfeld. Er muss jederzeit wissen, wie Software im Unternehmen genutzt wird und informiert sein, wenn neue Programme angeschafft oder alte erneuert werden. Er muss Lizenzbestimmungen und -modelle kennen – und erkennen, wenn ein Produkt unter- oder überlizenziert ist. Bei einem ihrer regelmäßigen Audits prüfen Software-Hersteller, ob die Firmen Programme entsprechend der vertraglich vereinbarten Bedingungen einsetzen. Wenn nicht, drohen Nachzahlungen.

Ein Lizenzmanager ist in der Regel nicht nur für einen Hersteller zuständig. Gehört IBM zum Portfolio, steht er vor einer besonderen Herausforderung. Denn das Lizenzmanagement für die über 5.500 hochspezialisierten Produkte des Herstellers ist kompliziert und es gibt viele Stolpersteine. Schon kleine Fehler können im Audit teuer werden.

Die Herausforderungen von IBM Lizenzen 

Der Umgang mit IBM-Lizenzen ist aus verschiedenen Gründen schwierig: Unter anderem gibt es viele verschiedene Lizenzmodelle und Verträge mit jeweils anderen Bedingungen.

Vor allem aber sind die 200 Lizenzmetriken komplex, anhand welcher Unternehmen erfassen müssen, welche Software-Kapazitäten sie nutzen. Oft erfordern sie spezielle Berechnungen, die wiederum von der Art der Verwendung abhängig sind.

Zu den wichtigsten Metriken, die bei IBM Software eine Rolle spielen, gehören diese:

  • Die Metrik «Processor Value Unit» (PVU) basiert auf der Zahl der Prozessorkerne eines Servers. Dieser Wert wird mit Punkten multipliziert, je nach Art des Prozessors. Allerdings ist auch die Art der Nutzung entscheidend: Handelt es sich um eine Full-Capacity- oder eine Sub-Capacity-Lizenzierung in virtualisierten Systemen, bei der nur die tatsächlich zur Verfügung stehende Prozessorleistung für die Ermittlung herangezogen wird?
  • «Resource Value Unit» (RVU): Diese Messgrößeneinheit ist vielschichtig, weil der Begriff der Ressource variabel gehandhabt wird. Eine RVU kann Dutzende Untermetriken mitbringen. Für die Lizenzverwaltung muss die korrekte Zahl an RVUs mit vorgegebenen Formeln errechnet werden.
  • «Virtual Processor Core» (VPC): Diese relativ neue Metrik verwendet IBM vor allem im Bereich Datenbanken. Es werden nur virtuelle Prozessoren gezählt.

Compliance-Risiken durch Sub-Capacity-Lizenzierung und ILMT

Insbesondere die Metrik PVU sorgt bei IBM Audits immer wieder für Herausforderungen. Das liegt vor allem am Analyse- und Reporting-Tool IBM Licence Metric Tool (ILMT). Dieses müssen Unternehmen unter bestimmten Umständen installieren, wenn sie eine Sub-Capacity-Lizenzierung nutzen. Das Tool prüft, welche Serverleistung tatsächlich verwendet wird.

Allerdings ist das ILMT komplex und es kann schnell zu Fehlern kommen. Die Installation ist aufwendig und das Tool muss immer aktuell sein. Die virtuellen Umgebungen, auf denen es läuft, dürfen die Verbindung nicht verlieren. Darüber hinaus müssen verschiedene Komponenten händisch zugewiesen werden. Kommt es zu Unstimmigkeiten, wird IBM die Sub-Capacity-Lizenzierung nicht anerkennen und die volle Serverleistung berechnen – sogar rückwirkend.

Schulungen helfen, Lizenzen besser in den Griff zu bekommen

Spezialschulungen bei externen Dienstleistern unterstützen Lizenzmanager, Software-Einkäufer oder IT-Spezialisten, sich sicherer im Umgang mit IBM Lizenzen zu fühlen. Erfahrene Experten, wie die von SoftwareONE, beschäftigen sich seit vielen Jahren täglich mit den Lizenzen des Herstellers, sie kennen alle Details und Fallstricke.

SoftwareONE bietet ein- bis zweitägige, praxisbezogene Trainings zu unterschiedlichen Themen rund um IBM Lizenzen an:

  • Der 2-Tages-Workshop «IBM Lizenzierung Basic» befasst sich unter anderem mit generellen Prinzipien für IBM Lizenzen, der Lizenzierung auf verschiedenen Plattformen, vertraglichen Lösungen, Lizenzarten im IPAA-Bereich, Full und Sub Capacity sowie Lizenztypen und -metriken im Überblick.
  • Der 1-Tages-Workshop «ILMT (IBM License Metric Tool) Training für Lizenzmanager» richtet den Fokus auf das Analysetool. Es geht unter anderem um das ILMT-Dashboard, die Klassifizierung von Software-Komponenten, Berichte und Verwaltung und den Audit-Snapshot.
  • Der 1-Tages-Workshop «Lizenztraining – Metriken PVU, VPC und RVU» hilft Lizenzmanagern, die wichtigsten Metriken besser zu verstehen und zu berechnen. Mit Praxisbeispielen wird der tatsächliche Lizenzbedarf ermittelt.

Fühlen sich Unternehmen dennoch unsicher und wünschen sich mehr Unterstützung, steht SoftwareONE ihnen mit Beratung, Ad-hoc-Services und Managed Services zur Seite. Zu den Angeboten gehören zum Beispiel ein Compliance Healthcheck, eine kaufmännische Lizenzplausibilitätsprüfung, der Umgang mit dem ILMT und die Lizenzmanagement-Toolpflege. 

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